Weltladen
Geburtstagsfeier mit Gratis-Kaffee

Ahlen -

Ein Jahr Fairtrade-Town Ahlen – aus diesem Anlass gab‘s im Weltladen Kaffee gratis. Natürlich fair gehandelten.

Donnerstag, 17.01.2019, 11:28 Uhr aktualisiert: 17.01.2019, 19:28 Uhr
Feierten den ersten Jahrestag „Fairtrade-Town“: Josef Rehbaum, Samija Badi, Renate Krause, Helga Michalski, Karla Grawinkel, Irmgard Supplie und Hety Rehbaum.
Feierten den ersten Jahrestag „Fairtrade-Town“: Josef Rehbaum, Samija Badi, Renate Krause, Helga Michalski, Karla Grawinkel, Irmgard Supplie und Hety Rehbaum. Foto: Karl Heidelberg

Im Weltladen an der Gerichtsstraße duftet es am Mittwoch nach frisch zubereitetem Kaffee. Auf jeden Kunden wartet am Vormittag eine Gratis-Tasse.

Warum denn das? Der Weltladen, der ausschließlich Fairtrade-Produkte verkauft, feiert den Jahrestag der Auszeichnung Ahlens als „Fairtrade Town“. Seit einem Jahr darf sich die Stadt mit diesem Siegel schmücken.

Der Weltladen möchte in Zukunft noch mehr Menschen anregen, sich für nachhaltige und fair gehandelte Produkte zu entscheiden. „Wir müssen den Gedanken einfach weiter in der Stadt verbreiten“, meint Mitarbeiterin Hety Rehbaum . „Wir sollten uns bewusst werden, dass wir eine Fairtrade-Stadt sind.“

Derselben Meinung ist Josef Rehbaum, der regelmäßig in die Weltladen-Regale greift. „Mir ist es sehr wichtig, dass alle Personen, die bei der Herstellung eines Produktes beteiligt gewesen sind, einen Mindestlohn erhalten, um ihre Familien ernähren zu können“, meint der Ahlener. Damit ein Produkt jedoch als fair gehandelt gilt, muss es den internationalen Qualitätsstandards entsprechen.

Die besagen, dass für Produzenten des Produkts ein Mindestlohn festgelegt werden muss. Außerdem ist Zwangs- und Kinderarbeit untersagt und Pestizide sowie Chemikalien dürfen nur eingeschränkt benutzt werden.

Den Mitarbeiterinnen des Weltladens Renate Krause, Karla Grawinkel, Hety Rehbaum, Irmgard Supplie und Helga Michalski geht es nicht um Profit. Vielmehr kommt es ihnen darauf an, möglichst viele Kunden von nachhaltigeren und fair gehandelten Artikeln zu überzeugen. Die Gratis-Tasse hochwertigen Kaffees könnte einigen Kunden Fairtrade-Lebensmittel bereits ein Stückchen nähergebracht haben.

Um als „Stadt des fairen Handels“ zu gelten, müssen Städte einige Kriterien erfüllen: Per Ratsbeschluss muss die Kommune der Förderung zustimmen, Einzelhandel und Gastronomie müssen Fairtrade-Produkte anbieten und die örtlichen Medien die Aktivitäten verfolgen und verbreiten.

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