Löschzug Vorhelm
Ersatz für „LF 20“ in Aussicht

Vorhelm -

Voll im „Soll“ lag der Feuerwehr-Löschzug, wie die Statistik 2018 zeigt. Sie stand neben den Auszeichnungen im Mittelpunkt der Jahresdienstversammlung.

Sonntag, 20.01.2019, 17:30 Uhr
Zugführer Raphael Eustermann mit Steffen Hoppe, Hubertus Beier, Martin Förster, Tim Schlautmann, Sebastian Sydow, Moritz Rose, Ron Kunze, Julius Schlautmann und Sebastian Schroer sowie Christoph Faust und Walter Wolf (v.l.) als Vertreter der Ahlener Wehrführung.
Zugführer Raphael Eustermann mit Steffen Hoppe, Hubertus Beier, Martin Förster, Tim Schlautmann, Sebastian Sydow, Moritz Rose, Ron Kunze, Julius Schlautmann und Sebastian Schroer sowie Christoph Faust und Walter Wolf (v.l.) als Vertreter der Ahlener Wehrführung. Foto: Christian Wolff

Seine erste Jahresdienstversammlung in Eigenregie absolvierte Vorhelms Löschzugführer Raphael Eustermann , der im Vorjahr die Nachfolge von Hubertus Heimann angetreten hatte, am Freitagabend mit Bravour. Gute Noten gab es aber nicht nur für ihn und seinen Führungsstil, sondern für die Kameraden aller Abteilungen – untermauert durch Urkunden und Auszeichnungen.

Im Mittelpunkt des Abends stand wie gewohnt die Statistik. Und da lag der Löschzug Vorhelm voll im „Soll“. 42 Einsätze waren 2018 zu verzeichnen, darunter Prägnantes wie Orkantief „Friederike“ oder schwere Verkehrsunfälle, zuletzt der tödliche Zusammenprall eines Fußgängers mit einem Pkw auf der Münsterstraße (wir berichteten). „Wir hatten sechsmal Zugalarm und 36 Gruppenalarme, acht Brandeinsätze und 34 technische Hilfeleistungen“, zählte Eustermann auf. Auch die weiteren Zahlen können sich sehen lassen: 1250 Stunden verbrachten die Wehrmänner bei Übungen, 827 bei Einsätzen. Hinzu kommen noch 320 Stunden der Jugendfeuerwehr und 230 vom Maschinistendienst. Zusammen etwa 2340 Stunden. „Nicht erfasst sind die Zeiten, in denen Lehrgänge und Schulungen absolviert wurden, oder die Übungsstunden der Leistungsgruppe“, so Eustermann. „Mit unseren Fahrzeugen wurden im vergangenen Jahr rund 4150 Kilometer zurückgelegt, rund 700 mehr als im Jahr 2017.“

Zum Stichtag 1. Januar verfügte der Löschzug Vorhelm über 32 aktive Kameraden. Die Jugendfeuerwehr zählt 14 Mitglieder mit steigender Tendenz. 16 Kameraden bilden die Ehrenabteilung. Daneben werden die Vorhelmer Blauröcke durch viele fördernde Mitglieder unterstützt.

„Ein Löschzug funktioniert nur im Team“, weiß Wehrführer Walter Wolf, der Grüße von Ehrenstadtbrandmeister Herbert Faust bestellte und sich auch über ein „Sorgenkind“ des Vorhelmer Fahrzeugparks informiert zeigte: Das Löschfahrzeug „ LF 20“ – über 30 Jahre alt – verbringe inzwischen mehr Zeit in der Werkstatt als bei Einsätzen, hatte Raphael Eustermann in seinem Jahresbericht skizziert. Für das abgängige LF stellte Wolf bereits Ersatz in Aussicht. Doch auch baulich tue sich einiges: „Das Gerätehaus ist natürlich nicht mehr das Neuste. Aber es ist in den Vorjahren eine Menge investiert worden und es folgen auch noch weitere Maßnahmen“, sagte der Wehrführer. „Die Wertigkeit wird erhalten.“ Raphael Eustermann berichtete den Kameraden außerdem von der Erneuerung der Elektroverteilung in der Wache sowie von einem erfolgreich behobenen Wasserschaden. „Kaum waren wir mit diesen Arbeiten fertig, trat in der Küche der nächste Rohrbruch auf“, lenkte der Zugführer den Blick auf die kommende Baustelle. „Leider sind wir dadurch nun seit 91 Tagen ohne Küche.“ Doch auch hier gehe es bald weiter voran.

Personell gibt es zum neuen Jahr Veränderungen im Team. Kassierer Sebastian Schröer, der sein Amt im Jahr 2007 von Jürgen Fleuter übernommen hatte, zog sich aufgrund Zeitmangels von seinem Posten zurück, bleibt dem Löschzug nach eigenen Angaben jedoch erhalten. Mit der Berufung von Sebastian Sydow fand sich ein Nachfolger. „Da müssen wir uns nicht mal einen neuen Vornamen merken“, flachste da ein Kamerad. Christian Angsmann wurde neuer Kassenprüfer. Peter Thegelkamp und Tim Schlautmann wurden als Vertreter im Zugvorstand bestätigt.

In seinem Grußwort lobte der Ortsausschussvorsitzende Hubertus Beier das Engagement des Löschzugs, das ihm auch vielfach im Alltag begegne. Dennoch wünschte er den Aktiven, dass sie in den kommenden Monaten mehr zu Ausflügen als zu Einsätzen aufbrechen. Denn am besten sei es für Vorhelm immer, wenn nichts Schlimmes geschehe.

Mit unseren Fahrzeugen wurden im vergangenen Jahr rund 4150 Kilometer zurückgelegt.

Raphael Eustermann
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6333586?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Der seelische Schaden ist schlimmer als der materielle
Auch auf dieser Grabstelle wurde eine Engelsfigur zerschmettert – gut erkennbar sind auch noch die Spuren des Verursachers, die von der Polizei gesichert wurden.
Nachrichten-Ticker