Neues Logistikzentrum
Direkter Gleisanschluss für Haver

Ahlen -

Im März soll der erste Zug rollen – bis zu den ehemaligen Blomberg-Hallen, die jetzt unter der Regie der Firma Haver stehen. Für die Direktanbindung werden 1200 Meter Schienenstrecke erneuert.

Mittwoch, 23.01.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 23.01.2019, 11:50 Uhr
Gewusst, wie: So einfach schaffen es die neuen Schwellen unter die alten Schienen.
Gewusst, wie: So einfach schaffen es die neuen Schwellen unter die alten Schienen. Foto: Ulrich Gösmann

„Schienen top, Schwellen Schrott!“ Vorarbeiter Gerald Horn reichen an diesem klirrend kalten Dienstagmorgen abseits von Bahn-Hauptstrecke und Industriegebiet Ost 1200 Meter marode Gleisstrecke, um aus schierer Begeisterung auf Betriebstemperatur zu kommen. Für Unternehmer Wilhelm Haver , der die ehemaligen Blomberg-Werke übernommen hat und das Areal jetzt als Logistikzentrum reaktiviert, schafft die Firma Rose Gleisbau aus Kassel direkten Bahnanschluss.

Gleisanbindung Haver

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  • Die Firma Haver wird ans Gleisnetz angeschlossen. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Firma Haver wird ans Gleisnetz angeschlossen. Foto: Ulrich Gösmann
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  • Die Firma Haver wird ans Gleisnetz angeschlossen. Foto: Ulrich Gösmann
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  • Die Firma Haver wird ans Gleisnetz angeschlossen. Foto: Ulrich Gösmann
  • Die Firma Haver wird ans Gleisnetz angeschlossen. Foto: Ulrich Gösmann

Horn hat die Zahl 77 an rostbraunem Stahl entdeckt. Für ihn zweifelsfrei das Jahr, an dem die Trasse verlegt wurde. 42 Jahre später ist das Holz darunter morsch, der Stahl darüber „noch wie neu“. Heißt für ihn und sein Team: halbe Arbeit – und den Tausch von 2000 Schwellen samt Schotter. Mit dem Zwei-Wege-Bagger, der auch auf eigenen Schienenrädern übers Gleis rollen kann, ein Leichtes. Schaufel gegen Schwellenwechsler getauscht, fasst der Greifer Stück für Stück nach brüchigem Holz, dreht es leicht nach links, um es dann schmal zwischen den Stahlstreben anzuheben. Und sollte es darunter mal klemmen, löst der Bauleiter Blockaden – mit dem Gleisheber. Schotter schafft der Schwellenwechsler mit Schaufel schließlich auch noch raus. Und dann: beim Einbringen der neuen Betonkörper die ganze Prozedur rückwärts. Mit einem Automatismus, mit dem 100 Schwellen am Tag zu schaffen sind. Am Ende fehlen nur noch Schotterfüllung und Feinjustierung. Das erledige demnächst die Gleis­stopfmaschine, lässt Gerald Horn noch wissen. Und dann: Bahn frei für den ersten Zug, der die Waggons von der Hauptstrecke über das Nebengleis ins Ausziehgleis ziehe. Bis hinter die Weiche, die von Hand umzustellen sei. Dort bekomme der Zug die Kurve Richtung Haver und werde bis zum Ziel geschoben.

Wir wollen die Warenströme, die auf Ahlen zufließen, über die Bahn leiten.

Wilhelm Haver

„Wir wollen die Warenströme, die auf Ahlen zufließen, über die Bahn leiten“, erklärt Unternehmer Wilhelm Haver und nennt Blech und Stahl, teils als Coils. Die Auslieferung werde später über den Lkw-Verkehr abgewickelt. Für die Revitalisierung der Bahntrasse gebe es eine hohe Förderung, die Differenz trage die Westfälische Landeseisenbahn. Die wiederum über Nutzungsentgelte abrechne. Erste Anlieferungen würden ab März bis zum Bahnhof gebracht. „Die letzte Meile übernimmt dann die WLE“, so Haver.

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