Kurs „Finnisch kochen“
Vorweg den „Lappland-Zauber“

Ahlen -

Zwar gibt es in diesem Jahr keine „Politisch-Kulturellen Wochen“ im üblichen Sinne. Aber die landeskundliche Reihe über Skandinavien war Anlass genug für einen Kurs „Finnisch kochen“ in der Familienbildungsstätte.

Mittwoch, 23.01.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 23.01.2019, 17:30 Uhr
Wie faltet man am besten Karelische Piroggen? Köchin Bettina Paus (3. v. r.) macht es vor. Die Kochinseln in der Küche der Familienbildungsstätte ermöglichen dabei ein enges Zusammenarbeiten.
Wie faltet man am besten Karelische Piroggen? Köchin Bettina Paus (3.v.r.) macht es vor. Die Kochinseln in der Küche der Familienbildungsstätte ermöglichen dabei ein enges Zusammenarbeiten. Foto: Ralf Steinhorst

Ab an den Herd: In jedem Jahr bietet Bettina Paus in der Familienbildungsstätte (fbs) einen Kochkurs passend zu dem Land an, das aktuell bei den „Politisch-Kulturellen Wochen“ thematisiert wird. Diese fielen zwar dieses Jahr aus, dafür aber steht Finnland in einer kleinen länderkundlichen Veranstaltungsreihe im Mittelpunkt. Also wurde am Dienstagabend trotzdem gekocht – und zwar auf finnische Art.

Für Kochkursleiterin Bettina Paus war das eine anspruchsvolle Aufgabe, nicht nur weil der Bezug von bestimmten Zutaten nicht ganz einfach war. Lakritz in Pulverform etwa hatte sie zufällig in Stuttgart entdeckt, beim Rentierbraten war Flexibilität angesagt: „Rentier war nicht zu bekommen, Reh ist aber vergleichbar“. So war die Alternative dann doch gefunden und die Zubereitung konnte starten.

Sieben Rezepte von der Finnischen Lachssuppe als Vorspeise über Rentierbraten mit Honig-Gemüse und Karelische Piroggen als Hauptspeise bis hin bis zum Finnischen Beerenschaum „Vispipuuro“ standen auf dem Kochplan. Elf Teilnehmer und sieben Gerichte: Die Menükarte stand vorher fest, so durfte sich jeder für das Kochen seines bevorzugten Rezepts entscheiden.

Kurs „Finnisch kochen“

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  • Die finnische Küche ist sehr vielseitig. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die finnische Küche ist sehr vielseitig. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die finnische Küche ist sehr vielseitig. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die finnische Küche ist sehr vielseitig. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die finnische Küche ist sehr vielseitig. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die finnische Küche ist sehr vielseitig. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die finnische Küche ist sehr vielseitig. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die finnische Küche ist sehr vielseitig. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die finnische Küche ist sehr vielseitig. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die finnische Küche ist sehr vielseitig. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die finnische Küche ist sehr vielseitig. Foto: Ralf Steinhorst
  • Die finnische Küche ist sehr vielseitig. Foto: Ralf Steinhorst

„Ich habe geschaut, dass von allem was dabei ist – ein bisschen Fleisch, ein bisschen Fisch, ein bisschen Gemüse“, erklärte Bettina Paus zum Einstieg noch schnell. Damit alles auch atmosphärisch gut gelang, gab’s als Aperitif den Longdrink „Lapplandzauber“ – von der Chefköchin Paus höchstpersönlich zubereitet.

An den Rote-Bete-Salat mit Apfel wagte sich Hans-Jörg Heller. „Wir haben den Kurs von den Kindern zu Weihnachten geschenkt bekommen“, verriet er. Weil er und seine Frau halt gerne kochen. Finnische Küche? Die war für den Hobbykoch bislang eher unbekannt. Er fand sie aber nach dem Kennenlernen „sehr vielfältig“.

Am anderen Ende der Kochinsel trennte Ursula Günnewig gleichzeitig die Haut vom frischen Lachs ab: „Geht gut“, befand sie. Frank Mehrings­kötter kam unterdessen etwas ins Grübeln: „Wir kennen uns doch irgendwoher?“, fragte er sein Gegenüber. Die Antwort lag dann ganz nah: Es war der Spanisch-Kochkurs im Vorjahr zu den „Politisch-Kulturellen Wochen“. Die Neugier auf die finnische Küche trieb ihn zurück in den Kochkurs – und nicht nur ihn.

Mit Jörg Eberschneider und Dirk Bormann standen ebenso zwei Hobbyangler am Herd und richteten den Rentierersatz an – das Reh. „Wir waren mal in Norwegen, die ist fischlastiger“, stellte Bormann fest. Skandinavisch ist also nicht gleich skandinavisch.

Nach gut zwei Stunden waren auch der Finnische Pilzkuchen und die Lakritz-Cookies angerichtet. Die wichtige Frage, ob‘s schmeckt, musste am großen Esstisch nicht mehr gestellt werden, denn die zunächst genießerische Stille sagte alles. Um dann von begeisterten „Mmms“ und „Lecker“ unterbrochen zu werden. Unbekannte finnische Küche? Jetzt nicht mehr!

Wir haben den Kurs von den Kindern zu Weihnachten geschenkt bekommen

Hans-Jörg Heller

 

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