Führerschein-Kontrolle mit Folgen
Polizei fragt: Wer kennt Kranien?

Ahlen -

Wo liegt Kranien? Dieses Rätsel versuchte die Polizei in Ahlen im Kreis Warendorf zu knacken - allerdings erfolglos. Dem Mann, der einen Führerschein aus eben jenem „Kranien“ vorgelegt hatte, droht jetzt mächtig Ärger…

Donnerstag, 07.02.2019, 10:20 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 10:31 Uhr
Führerschein-Kontrolle mit Folgen: Polizei fragt: Wer kennt Kranien?
Wo liegt Kranien? Foto: Coloubox.de / Ann-Kathrin Schriever

Weil der 40-Jährige aus Ahlen mit einem Auto unterwegs war, das mit einem auffällig hellen Abblendlicht ausgestattet war, rief das die Polizei auf den Plan. Bei der Kontrolle, so berichtete jetzt die Kreispolizeibehörde in Warendorf, händigte der Fahrer den Beamten einen fremdsprachigen, internationalen Führerschein aus. Zum besseren Verständnis übergab er ihnen zudem ein Buch mit der Übersetzung.

Auf Nachfrage gab der Mann an, dass er den Führerschein aus „Kranien“ habe. Den Beamten war das Land völlig unbekannt. Sie fragten den Autofahrer, wo sich das Land befinde und wie die Landesflagge aussehe. Dummerweise wusste selbst der „Kranier“ darauf keine Antwort. Die Beamten ließen nicht locker, nutzten sogar noch „die ein oder andere Suchmaschine im Internet“, wurde hier aber auch nicht fündig.

 Ganz offensichtlich handelte es sich bei dem vorgelegten Führerschein um eine Fälschung - oder wie die Polizei es etwas poetischer ausdrückte - „um ein Fantasiedokument“. Die Beamten stellten den Schein sicher und leiteten gegen den Autofahrer ein Ermittlungsverfahren ein.

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