Drei Bauabschnitte geplant
Osttangente wird immer konkreter

Ahlen -

Gegen die Stimmen der Grünen hat der Betriebsausschuss die Weiterführung der Planungen der Ahlener Osttangente ausgesprochen. Sie würde Verbindung schaffen – zwischen Beckumer und Guissener Straße – querfeldein.

Donnerstag, 07.02.2019, 13:00 Uhr
So weit der Plan für die Osttangente 
So weit der Plan für die Osttangente  Foto: Stadt Ahlen

Die Realisierung der Osttangente nimmt immer konkretere Züge an. In seiner Sitzung am Dienstag kassierte der Betriebsausschuss seinen früheren Beschluss, auf die Bauabschnitte zwei und drei zu verzichten und stattdessen die kleine Lösung zur Erschließung des Zechengeländes anzustreben. Darüber hinaus beschloss das Gremium, auf der Grundlage des bestehenden Planfeststellungsbeschlusses und dessen weiterer Bestandskraft sowie der Klärung noch offener Liegenschaftsfragen die weitere Planung voranzutreiben. Zudem soll die Verwaltung kontinuierlich über das Projekt informieren.

Stadtbaurat Andreas Mentz stellte die Ausbauplanung vor, die in drei Stufen erfolgen soll. Der Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, Bernd Döding , ergänzte, dass zuerst der Abschnitt ab der Guissener Straße gebaut werden soll. Der sieht auch ein Brückenbauwerk über die Werse mit einer Spannweite von 48 Metern vor. „Wir müssen wegen des Un­tergrunds tief gründen“, erläuterte Döding und bezifferte auf Nachfragen die Tiefe mit 12,95 Meter. Die Frage, ob man auch mit dem Abschnitt an der Beckumer Straße beginnen könne, um das Wohngebiet zu entlasten, verneinte Döding mit dem Hinweis auf den noch nicht getätigten Grunderwerb.

„Völlig überdimensioniert!“

Dieter Bröer

„Völlig überdimensioniert!“, ereiferte sich Dieter Bröer für die Bündnisgrünen. Die kleine Lösung hätte man längst haben können, schimpfte er, und zur Erschließung des Zechengeländes sei die geplante Straße völlig überzogen. Zudem warf er der Verwaltung vor, mit veralteten Zahlen zu arbeiten. Wenn man diese Zahlen zugrunde lege, müsste man noch sechs weitere Umgehungsstraßen bauen, allen voran zur Entlastung der Walstedder Straße. „Der Schwerlastverkehr wird noch weiter zunehmen“, prognostizierte dagegen Andreas Mentz.

Für die SPD signalisierte Karl-Heinz Meiwes Zustimmung, nachdem man dem Projekt zunächst kritisch gegenübergestanden habe. Aber nachdem das Land honoriere, wenn fertige Pläne vorlägen, stimme seine Partei zu. Dagegen votierten Dieter Bröer und Dirk Tutat.

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