Evangelische Männerarbeit
Bis auf Weiteres in Ruhestellung

Ahlen -

Zu wenig Mitglieder: Die Evangelische Männerarbeit lässt ihre Aktivitäten ruhen. Das Treffen zum Männersonntag soll allerdings Bestand haben.

Freitag, 08.02.2019, 14:32 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 16:26 Uhr
Pfarrer Martin Frost (l.) bedauerte, dass die Männerarbeit mit Eugen Reif, Wilfried Niederschirp, Günter Schwalgin, Josef Silbernagel und Wigand Busse deutlich kürzertreten muss.
Pfarrer Martin Frost (l.) bedauerte, dass die Männerarbeit mit Eugen Reif, Wilfried Niederschirp, Günter Schwalgin, Josef Silbernagel und Wigand Busse deutlich kürzertreten muss. Foto: Ralf Steinhorst

Ganz auflösen wollte sich die Männerarbeit der Evangelischen Kirchengemeinde am Donnerstagabend noch nicht, dazu sind die Bande der verbliebenen Mitglieder noch zu eng. Aber deutlich kürzertreten muss die Gruppe der Senioren dann doch.

„Wir wollen nicht Abschied nehmen, sondern die Männerarbeit ruhen lassen“, begrüßte der stellvertretende Vorsitzende Wilfried Niederschirp die fünf weiteren Mitglieder im Restaurant „Zur Langst“. Am 6. September vergangenen Jahres habe er in einer dreiköpfigen Gruppe beim Vorsitzenden Hans Schmies gesessen und sich um die Zukunft der Gruppe Gedanken gemacht. Eine Auflösung habe im Raum gestanden, allerdings habe dann die Leitung der Männerarbeit im Kirchenkreis Hamm darum gebeten, die Ahlener Gruppe nicht aufzulösen. Zu viele Männerarbeiten hätten zuvor schon den Schlussstrich gezogen. Daher habe man entschieden, die Arbeit ruhen zu lassen.

Das bedeutet, dass die monatlichen Treffen, die schon seit September nicht mehr stattfanden, eingestellt werden. Die Zusammenkünfte wurden zuletzt durchschnittlich von nur noch drei Mitgliedern besucht. Eine ernüchternde Zahl – zuletzt beim Besuch des stellvertretenden Bürgermeisters Karl-Heinz Meiwes. Im vergangenen Jahr sei zudem erstmals die traditionelle Adventsfreizeit in Elversberg mit Ehepartnern ausgefallen. Der Grund liege auf der Hand: „Wir hatten in den letzten drei Jahren acht Todesfälle“, resümierte Wilfried Niederschirp, die Zahl der Mitglieder sank auf den aktuellen Stand von acht. Und von denen sind auch noch einige schwer erkrankt. „Damit kann man keine Männerarbeit mehr machen“, befand Wilfried Niederschirp. Der Männersonntag im Oktober und der traditionelle Waldbühnenbesuch im August in Hamm-Heessen sollen allerdings feste Treffpunkte bleiben.

Die Männerarbeit wurde im Jahr 1984 von den damaligen Presbytern Heinz Steinhoff und Wigand Busse initiiert. Heinz Steinhoff ging damals in die Anpassung bei der Zeche Westfalen und konnte weitere Kumpel für die Gruppe begeistern. In den 1990er Jahren zählte der Kreis dann sogar 28 Mitglieder. „Das war für Jungsenioren ein guter Pool“, blickte Pfarrer Martin Frost, der als Vertreter von Pfarrerin Martina Grebe an der Versammlung teilnahm, zurück. Doch diese Zeiten sind schon seit einigen Jahren vorbei, so dass der Seniorenkreis nun die Bremse ziehen musste.

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