Baugebiet „Hases Wiese“ in Dolberg
Reservefläche für neue Kita

Ahlen / Dolberg -

Die überar­beiteten Pläne für das Neubaugebiet „Hases Wiese“ in Dolberg stellte die Verwaltung am Donnerstag in einer gemeinsamen Sitzung des Ortsausschusses mit dem Stadtplanungs- und Bauausschuss vor. Eingeflossen sind darin auch die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung.

Samstag, 09.02.2019, 19:22 Uhr
Bei ihrer gemeinsamen Sitzung im Ratssaal ließen sich der Ortsausschuss Dolberg und der Stadtplanungs- und Bauausschuss die Pläne für das Baugebiet „Hases Wiese“ vorstellen.
Bei ihrer gemeinsamen Sitzung im Ratssaal ließen sich der Ortsausschuss Dolberg und der Stadtplanungs- und Bauausschuss die Pläne für das Baugebiet „Hases Wiese“ vorstellen. Foto: Peter Harke

Eine „wesentliche Änderung“ gegenüber dem ersten Entwurf betrifft nach den Worten von Stadtplaner Markus Gantefort die Verkehrserschließung. Entgegen der ursprünglichen Absicht, die Planstraße als Tempo-30-Zo­ne auszubauen, soll sie nun als Mischverkehrsfläche (Spielstraße) deklariert werden. Hierzu habe es ein „deutliches Votum“ in der Bürgerversammlung am 12. Juli in der Mehrzweckhalle gegeben, so Gantefort. Als Argumente würden – auch aufgrund der negativen Erfahrungen im Baugebiet „Lange Wand“ – eine höhere Aufenthaltsqualität und Sicherheitsaspekte angeführt. Obendrein ergäben sich wirtschaftliche Vorteile bei einer von 8,55 auf sieben Meter reduzierten Fahrbahnbreite – einerseits geringere Ausbaukosten, andererseits mehr vermarktbare Grundstücksfläche. Von einer Einbahnstraßenregelung, wie Heinrich Artmann (FWG) sie ins Gespräch brachte, riet Stadtbaurat Andreas Mentz ab, diese würde zu höheren Geschwindigkeiten als bei Begegnungsverkehr führen.

An der Option, neben Einzel- und Doppelhäusern auch zwei Mehrfamilienhäuser im Plangebiet zu errichten, will die Verwaltung grundsätzlich festhalten, diese Grundstücke aber vorerst nicht an den Markt bringen, wie Andreas Mentz mitteilte. Man wolle die Fläche zunächst in der Hinterhand behalten, um gegebenenfalls dort eine Kindertagesstätte errichten zu können, sollte sich die Notwendigkeit abzeichnen. Der Auffassung von Heinrich Artmann, in Dolberg gebe es keinen Bedarf für Mehrfamilienhäuser, schloss sich Mentz nicht an, es sei abzuwarten, wie groß die Nachfrage nach dieser oder jener Bebauung sein werde. Denkbar wäre überdies auch eine Kombination aus Kita im Erdgeschoss und Wohnungen darüber, was eine flexible Nutzungsänderung zu ei­nem späteren Zeitpunkt ermöglichen würde. Denn die sich abzeichnenden „Bedarfsspitzen“ bei den Kitaplätzen würden „mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht von Dauer sein“. Harald Krämer (SPD) lenkte den Blick noch auf das heutige Feuerwehrgerätehaus an der Twieluchtstraße als möglichen Alternativstandort für einen Kindergarten.

Die geplante Fuß- und Radwegeverbindung zur Alleestraße hält die FWG für überflüssig, wie Arne Engelbrecht einwendete. Zur Anbindung an das Regenrückhaltebecken muss sie aber ohnehin hergestellt werden, klärte Markus Gantefort auf. Ein zweiter Fuß- und Radweg im nordöstlichen Bereich (Tulpenstraße) soll Bestandteil des Bebauungsplans bleiben, seine Realisierung scheitert jedoch einstweilen an der Verkaufsunwilligkeit eines Grundstückseigentümers.

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