Pauluskirche
Wippen und Grooven bei „Latin Jazz Mass“

Ahlen -

Bei der „Latin Jazz Mass“ in der Pauluskirche ruhig sitzenbleiben? Ein unmögliches Unterfangen.

Montag, 11.02.2019, 17:09 Uhr aktualisiert: 11.02.2019, 17:12 Uhr
Eine beeindruckende Vorstellung lieferten die Chöre, die Solistenund die Kantoren Larissa Neufeld und Andreas Blechmann.
Eine beeindruckende Vorstellung lieferten die Chöre, die Solistenund die Kantoren Larissa Neufeld und Andreas Blechmann. Foto: Dierk Hartleb

Die Pauluskirche bebte am Samstagabend nicht nur einmal in ihren Grundfesten. Dafür sorgten über 70 Sängerinnen und Sänger, die auf Deutsch und Englisch Gott priesen, und eine vierköpfige Band, die „The Latin Jazz Mass“ des in der Schweiz lebenden Komponisten Martin Völlinger instrumentierte.

Der Aufforderung von Pfarrer Martin Frost, „Lassen Sie sich in Bewegung bringen“, hätte es gar nicht bedurft, denn schon das instrumentale Opening war wie ein Versprechen für ein Konzert, das die knapp 300 Besucher kaum auf ihren Sitzplätzen hielt. Beim Kyrie und dem anschließenden Gloria zeigte die Gemeinschaft aus Projektchor von Kantorin Larissa Neufeld und der Chorgemeinschaft der katholischen Kirchengemeinde St. Bartholomäus mit Leiter Andreas Blechmann , dass sich die Liturgie eines Gottesdienstes mit Gotteslob und der Bitte um göttlichen Segen vortrefflich auch gesanglich darstellen lässt.

Unterstützt durch die vier Solistinnen Isabell Buschnach, Christina Branner-Jepsersen, Annegret Strickmann und der kurzfristig eingesprungenen Allison Hart gestalteten die Ausführenden Lieder und Gospels zu einem wahren Feuerwerk, dessen Funkenflug das Publikum nach jedem einzelnen Satz Applaus spenden ließ.

Immer wieder unterstrich auch das Instrumentalisten-Quartett, bestehend aus Andreas Blechmann (Klavier), Ralf Lohmann (Bass), Stefan M. Sagurna (Drums) und Wim Wollner (Saxofon), seine Qualitäten mit groovigen Passagen und ließ dabei Bossa Nova, Samba und Rumba oder gelegentlich auch den Tango durchschimmern. Wobei vor allem Wim Wollner mit einfühlsamen solitischen Passagen glänzte.

Die Fröhlichkeit und Freude des Chores bei der Gestaltung der Gospel wirkte ansteckend und übertrug sich auf die Zuhörerschaft, die mitwippte und groovte, so weit es die begrenzten Platzverhältnisse zuließen. Und allen voran eine sehr engagiert und souverän dirigierende Larissa Neufeld, die den Chor auch sicher durch die schwierigen gesanglichen Passagen lotste.

Besonders eindrucksvoll waren das „Agnus Dei“ und das „Ave Maria“ nach dem „Vater unser“ und die beiden Songs „I ­looked ­up“ und „Peace, I give you“. Bei dem Lied „Singt das Lied der Freude über Gott“ klatschten die Besucher begeistert rhythmisch mit und bedankten sich dann für die musikalische Vorstellung mit stehenden Ovationen. Selbstredend, dass sie die Musiker anschließend nicht ohne Zugabe ziehen ließen. Diese Art von Musik wünscht man sich häufiger.

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