Erdgasleitung
Rückbau der Schützenhalle läuft

Vorhelm -

Die Zeit läuft: Bis zum nächsten Vorhelmer Schützenfest muss die Festhalle im Nachtkamp so weit zurückgebaut worden sein, dass kein Bauteil mehr über einer Erdgasleitung steht, die unterhalb des Platzes verläuft. Am Wochenende begannen die Aktiven des Allgemeinen Schützenvereins mit den Arbeiten.

Montag, 11.02.2019, 17:58 Uhr
Als die Schützenhalle im Nachtkamp 1974 erweitert wurde, ahnte niemand, dass der Anbau genau über eine Erdgasleitung errichtet wurde. Auf Anweisung des Versorgers erfolgt nun der Rückbau.
Als die Schützenhalle im Nachtkamp 1974 erweitert wurde, ahnte niemand, dass der Anbau genau über eine Erdgasleitung errichtet wurde. Auf Anweisung des Versorgers erfolgt nun der Rückbau. Foto: Privat

„Wir haben keine andere Wahl“, sagte Vorsitzender Friedrich Eilert . Er hatte die Mitglieder bei einer Versammlung im Oktober vorigen Jahres über die für alle Seiten überraschende Forderung von „ Open Grid Europe “ (früher Ruhrgas , später Eon-Gastransport) informiert. Auch er sei verwundert gewesen, dass der unerlaubte Zustand offenbar über Jahrzehnte nicht bemerkt worden war, gestand der Schützen-Chef. Es habe sich herausgestellt, dass eine Ferngasleitung des Gas-Transportnetzbetreibers aus Essen unter einem Trägerfundament und in nicht erlaubter Nähe des hinteren Hallenteils, der 1974 angebaut wurde, entlang führt (die „AZ“ berichtete).

Die Informationen hatten unter den Mitgliedern für heiße Diskussionen gesorgt. Unter anderem kam die Frage auf, ob nach mehr als 40 Jahren nicht so eine Art Bestandsschutz für die Anlage gelte. Doch da gebe es aus Sicherheitsgründen kein Pardon, hieß es aus Essen.

Die Gasleitung hat einen Durchmesser von 600 Millimetern und wurde im Jahr 1964 einen Meter tief in den Boden verlegt. Im Bereich des hinteren Hallenteils verläuft sie nicht gerade, wie auf den bislang bekannten Plänen des Eigentümers von Haus Vorhelm zu sehen, sondern macht einen Knick – vermutlich, weil sie den Wurzeln einer jahrhundertealten Eiche ausweichen musste.

Jetzt machten sich die Schützen also ans Werk. „Nachdem sich ,Open Grid Europe‘ bereiterklärt hat, einen Großteil der Kosten zu übernehmen, bauten Mitglieder des Festausschusses den Versorgungsraum der Halle ab“, so Eilert gegenüber unserer Zeitung. „Strom- und Wasseranschlüsse wurden gekappt und müssen in einigen Wochen an anderer Stelle neu verlegt werden – alles ehrenamtlich.“ Mindestens vier Meter zu beiden Seiten der Gasleitung dürfe kein Gebäude stehen. Der Gasnetzkonzern werde über den Fortgang der Arbeiten informiert.

Christi Himmelfahrt, wenn die Grünröcke wieder zum klingenden Spiel auf den Nachtkamp marschieren, können sich dann auch die auswärtigen Gäste vom neuen Zuschnitt der Schützenhalle überzeugen. Aber es gibt neben aller Arbeit im Vorfeld auch angenehme Seiten des Vereinslebens: So brechen die Schützen am kommenden Wochenende zu ihrer traditionellen Winterwanderung auf. „Unsere Throngesellschaft, in diesem Jahr um Kaiser Andreas Demski und Kaiserin Sabine Pabst, hat sich eine familienfreundliche Strecke mit Pause und Abschluss überlegt“, freut sich Friedrich Eilert und hofft auf rege Teilnahme. Start ist am Samstag, 16. Februar, um 14 Uhr am „Dorfpilz“, Pankratiusstraße.

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