Multivision in der Stadthalle
Ein Königreich zwischen den Welten

Ahlen -

Mal pulsierend-modern, mal gemächlich-traditionell – das ist Marokko, wie Fotograf Kay Maeritz am Dienstag in der Ahlener Stadthalle mit seinen beeindruckenden Bildern bewies.

Mittwoch, 13.02.2019, 15:32 Uhr aktualisiert: 13.02.2019, 17:18 Uhr
Fes – eine der pulsierenden Großstädte Marokkos. Auf den Basaren gibt es alles, was das Herz begehrt.
Fes – eine der pulsierenden Großstädte Marokkos. Auf den Basaren gibt es alles, was das Herz begehrt. Foto: Kay Maeritz

Fast 2000 Kilometer Atlantikküste, atemberaubendes Hochgebirge und die unendlichen Weiten der Wüste. Wenn es ein Land gibt, das zurecht den Titel „Königreich zwischen den Welten“ tragen darf, dann ist es Marokko. Und genau in dieses spannende und sehr facettenreiche Königreich führte am Dienstagabend die fünfte Etappe der „AZ“-Multivisionsreihe die 301 Zuschauer in der Stadthalle.

Eine Reise zum westlichen Zipfel des Orients? Das ist immer auch ein Eintauchen in eine „völlig fremdartige Welt“, die doch nur eine kurze Flugreise entfernt ist. Einer, der diese Welt erforscht hat, wie kaum ein anderer, ist Kay Maeritz . Das Resultat: eine Multivision, die durch die Vielfalt ihrer Bilder beeindruckt.

Gerade auch in Marokko sind immer auch europäische Einflüsse gut sichtbar. So kann man an der Küste frühere portugiesische Stützpunkte noch gut erkennen. Ein Paradebeispiel hierfür ist die Küstenstadt Asilah. Hier fand Kay Maeritz auch eine riesige Freiluftgalerie vor.

Emsiges Treiben herrscht hingegen in der Hauptstadt Marokkos, Rabat, einer alten Königsstadt mit teils engen Gassen und unübersehbaren modernen Einflüssen. „Es ist in Marokko keine islamische Kleiderordnung festgeschrieben“, berichtete Maeritz. In Rabat pulsiert das Leben insbesondere auf den zahlreichen Basaren, wo der Besucher alles bekommen kann, was das Herz begehrt. Vorausgesetzt, er findet sich in dem engen Gassengewirr zurecht.

Aber auch ein kurzzeitiges Verlaufen ist eigentlich gar nicht schlimm. Denn dann findet man als kleine Stärkung quasi an jeder Ecke das marokkanische Nationalgericht Tajine – eine Art Eintopf mit Gemüse und Fleisch oder Fisch, der im traditionellen Tontopf zubereitet wird. „Sehr lecker“, konnte Kay Maeritz auch einen kulinarischen Tipp abgeben.

Kay Maeritz übernahm in der Pause selbst den Merchandisingstand.

Kay Maeritz übernahm in der Pause selbst den Merchandisingstand. Foto: Martin Feldhaus

Als wirtschaftliches Zentrum des Landes gilt hingegen Casablanca, wo die zweitgrößte Moschee der Welt steht und für ein absolutes architektonisches Highlight sorgt. „Das ist eine schöne Verbindung traditioneller islamischer Motive mit moderner Architektur“, erklärte Maeritz, während imposante Bilder über die Leinwand liefen.

Im Gegensatz zu dem Leben in den großen Städten steht das Leben in den zahllosen kleinen Bergdörfern wie zum Beispiel Agouti im Hohen Atlas. In einer rauen, lebensfeindlichen Umwelt behaupten sich die Bewohner hier unter extremen Bedingungen. Zuflucht bieten lediglich einfach Lehmhütten, die auf jeglichen Luxus verzichten.

Ein Ausflug in ein solches Bergdorf? „Hierfür sind Maultiere und Esel unverzichtbar“, berichtete Maeritz, dass dort noch ursprüngliche Fortbewegungsmittel angesagt sind. Gerade in den ländlichen Regionen Marokkos ist die Tradition in Form der Kleidung und auch anderer Bräuche, wie beispielsweise das Herstellen von Keramikwaren in Handarbeit, noch tief verwurzelt.

Ebenfalls rau ist das Klima auch in der Region Marokkos, in der die Sahara beginnt. Doch auch hier sorgt die faszinierende Umwelt dafür, dass beispielsweise die kleine Oasenstadt M’Hamid sich als Hotspot für Touristen etabliert hat. Von dort aus kann man an organisierten Wüstentrips jeder Art teilnehmen und sich vorher oder nachher in einem gemütlichen Café am Rande der Sahara stärken.

Ein Königreich zwischen den Welten? Das trifft auf ein Marokko zwischen Tradition und Moderne zwischen Gebirge, Meer und Großstädten in jedem Fall zu.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6388826?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
463 neue Plätze in Kitas und Tagespflege - weiterer Ausbau nötig
Bei der Betreuung der unter dreijährigen Kinder muss die Stadt die Betreuungsquote weiter nach oben schrauben.
Nachrichten-Ticker