Kinsky und Mockridge
Eine Ehe wie eine Schachpartie

Ahlen -

Wie ihre Ehe solange funktioniert, das verrieten Margie Kinsky und Bill Mockridge am Freitag in der Stadthalle auf amüsante Weise.

Sonntag, 17.02.2019, 21:12 Uhr aktualisiert: 18.02.2019, 11:34 Uhr
Na, wenn das keine Überraschung war: Das Gold-Ehepaar Elke und Fred Meusch bekam vom Comedy-Ehepaar Bill Mockridge und Margie Kinsky ein Buch geschenkt.
Na, wenn das keine Überraschung war: Das Gold-Ehepaar Elke und Fred Meusch bekam vom Comedy-Ehepaar Bill Mockridge und Margie Kinsky ein Buch geschenkt. Foto: Angelika Knöpker

„Gegensätze ziehen sich an“, sagt der Volksmund. Wenn das stimmt, dann sind Margie Kinsky und Bill Mockridge ein Paradebeispiel dafür: sie, die temperamentvolle Italienerin, er der bedächtige Kanadier, von seiner Frau „Der Holzfäller“ genannt. Seit 33 Jahren verheiratet, sechs Söhne, die mittlerweile aus dem Haus sind, und jetzt beide allein in ihrem Haus in Bonn.

Fürs stundenlange Fernsehen, Kreuzworträtsel lösen oder Chillen bleibt den beiden keine Zeit. Sie reisen von Auftritt zu Auftritt und lassen die Welt wissen, wie sie es hinbekommen haben, bis heute zusammenzubleiben. „Hurra, wir lieben noch“, heißt ihr Programm, mit dem sie am Freitagabend in der Ahlener Stadthalle Station gemacht haben.

Mit ihrer großen Spielfreude und den „Szenen einer Ehe“ zum Schmunzeln begeisterten Margie Kinsky und Bill Mockridge das Publikum. Vor ihrem Auftritt und in der Pause nahmen sie Tuchfühlung zu den Besuchern auf und stimmten sie positiv auf das ein, was da kommen sollte. Freuen durften sich dabei besonders Elke und Fred Meusch aus Ahlen über das brandaktuelle Buch des Comedy-Paares, denn als „Gold-Eheleute“ haben sie bereits 53 gemeinsame Jahre verlebt.

Wenn ich einen Elch sehen will, reicht mir die Quittung von Ikea.

Margie Kinsky

Der Funke sprang von der Bühne direkt über, denn die beiden Schauspieler entfachten schnell ein Feuerwerk der guten Laune. Bei ihrem Rückblick auf die vielen Ehejahre warfen sie sich charmant die Bälle zu, die gefüllt waren mit den kleinen und großen Geschichten des Alltags und den kleinen und großen Schwächen des Partners.

Margie liebt das Shoppen und kann gar nicht genug bekommen, Bill ist lieber im Kanu mutterseelenallein unterwegs. „Wenn ich einen Elch sehen will, reicht mir die Quittung von Ikea “, kommentiert Margie seinen Hang zur Natur, die auch die Insektenplage nicht trüben kann.

Ihr Vergleich mit einem Schachspiel passt ins Bild: Er, der König darf nur auf ein Feld springen, sie die Hofdame darf alles. „Das ist unsere Ehe auf den Punkt gebracht“, kommentiert Bill. Margie sage ihm sogar im Schlaf, wo es langgeht und nerve mit ihrem außergewöhnlichen Organisationstalent. Organisieren kann sie, und das muss sie auch bei einer so großen Familie mit sechs Kindern.

„Hört mal, Mädels“, ist der wohl am häufigsten benutzte Ausspruch des Abends, mit dem Margie den weiblichen Besuchern so manchen Tipp für den Umgang mit Männern mit auf den Weg gibt. Und so bleibt am Ende die Erkenntnis, dass die Ehe nur funktionieren kann, wenn man als Team durchs Leben geht.

„Wir kommen aus einer Generation, in der man nichts wegwirft“, untermauert Bill diese These und sehnt den Tag der Eisernen Hochzeit herbei – wenn da nur nicht die Eisenkugel am Fuß wäre, die das Fortbewegen so schwierig macht. . .

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