Ende der Behinderten-Sportgemeinschaft
Restvermögen kommt dem Hospiz zugute

Ahlen -

Ein stolzer Betrag von 4661,30 Euro war übriggeblieben, als sich die Behinderten-Sportgemeinschaft vor einiger Zeit auflöste. Der ehemalige Verein spendete diese Summe am Dienstagmorgen der Hospizbewegung im Kreis Warendorf.

Mittwoch, 20.02.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 20.02.2019, 16:04 Uhr
Das Restvermögen der Behinderten-Sportgemeinschaft findet bei der Hospizbewegung eine sinnvolle Verwendung: Iris Richter und Hans-Jürgen Fürstenau vom Hospiz dankten Heinz Schulte, Else Sewing und Elisabeth Fröhlich (v.l.).
Das Restvermögen der Behinderten-Sportgemeinschaft findet bei der Hospizbewegung eine sinnvolle Verwendung: Iris Richter und Hans-Jürgen Fürstenau vom Hospiz dankten Heinz Schulte, Else Sewing und Elisabeth Fröhlich (v.l.). Foto: Ralf Steinhorst

Wehmut schwang mit bei der Spendenübergabe in den Räumen des Hospiz im Nonnengarten mit. „Der Verein wurde 1958 gegründet und bestand somit 58 Jahre“, rechnete der ehemalige Kassierer Heinz Schulte vor. Denn Ende 2016 habe die Mitgliederversammlung die Auflösung beschlossen, nachdem kein neuer Vorstand mehr gefunden werden konnte. Das bisherige Führungsteam wollte aus Altersgründen in den Ruhestand gehen, auch wenn die Herzen noch sehr am Verein hingen.

Da die noch verbliebenen 90 Mitglieder ebenfalls entweder zu betagt oder aber behindert sind, war es schwer, Nachfolger zu finden. Der alte Vorstand wickelte daher den Verein noch ab, die Liquidation war dann am 6. Oktober 2018 abgeschlossen. Die Mitgliederversammlung beschloss, das Vereinsvermögen dem Hospiz zu spenden.

Im Jahr 1958 war der Verein von kriegsbeschädigten Menschen als Versehrten-Sportgemeinschaft gegründet, später dann in Behinderten-Sportgemeinschaft umbenannt worden. Im Laufe seiner Geschichte wurden unter anderem Faustball und Sitzball angeboten, sogar eine Boßelgruppe gab es. Am Ende hatte die Sportgemeinschaft einmal in der Woche ihre Trainingsstunden für Gymnastik in der Sporthalle der Paul-Gerhardt-Schule genauso wie die Schwimmstunde im Parkbad. In Spitzenzeiten gehörten über 200 Mitglieder dem Verein an.

Am Ende versuchte der Vorstand noch eine Fusion mit anderen Ahlener Sportvereinen, was aber nicht gelang. Umso erleichterter sind die ehemalige Vorsitzende Else Sewing , Kassierer Heinz Schulte und Schriftführerin Elisabeth Fröhlich, dass der TV „Einigkeit“ wenigstens die Schwimmsparte übernahm und so ein Großteil der Mitglieder dort weiter sportlich aktiv sein kann. Auch die Trainer, die eine besondere Ausbildung für Behindertensport haben, wechselten dorthin. „Uns hat es wehgetan. Die Behinderten sind für Sport sehr dankbar“, war auch Else Sewing froh, dass eine für alle gute Lösung gefunden worden sei, von der auch viele Behinderte aus den Freckenhorster Werkstätten profitierten.

Heinz-Jürgen Fürstenau, stellvertretender Vorsitzender der Hospizbewegung, und Beisitzerin Iris Richter dankten der Sportgemeinschaft für die Spende. Der Betrag wird unter anderem für die Schulung von Ehrenamtlichen, Trauerbegleitungen und ehrenamtliche Projekte verwendet.

Der Verein wurde 1958 gegründet und bestand 58 Jahre.

Heinz Schulte
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6405761?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Ermittler schalten größte deutsche Filesharing-Plattform ab
Ermittler haben bei einer internationalen Razzia gegen die Betreiber einer Filesharing-Plattform Wohnungen und Geschäftsräume in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden durchsucht.
Nachrichten-Ticker