60 Jahre Standortgeschichte in Ahlen
Kaserne hatte anfangs keinen Namen

Ahlen -

Sechs Jahrzehnte ist es her, dass die ersten Soldaten in die „Westfalen-Kaserne“ einzogen, die damals noch schlicht „Kaserne Ahlen“ hieß. Unsere Zeitung begleitet den runden Geburtstag, der unter anderem mit einem Tag der offenen Tür gefeiert wird.

Donnerstag, 21.02.2019, 11:00 Uhr
Vor 60 Jahren nahm die heutige „Westfalen-Kaserne“ unter dem schlichten Namen „Kaserne Ahlen“ ihren Betrieb auf.
Vor 60 Jahren nahm die heutige „Westfalen-Kaserne“ unter dem schlichten Namen „Kaserne Ahlen“ ihren Betrieb auf. Foto: Archiv

Auf eine Feststellung legte Oberst Otto Fondermann am 10. April 1959 besonderen Wert: „Diese Kaserne liegt in Ahlen, also ist Ahlen auch Garnisonsstadt.“ Die Tatsache, dass der vor 60 Jahren eröffnete Bundeswehr-Standort zum Teil auf Heessener Gebiet liegt, hatte wohl damals zu Irritationen bei der Deutschen Bundespost geführt, wie im Archiv unserer Zeitung nachzulesen ist.

Tatsächlich mussten die Soldaten und ihre Familien damals „Kaserne Ahlen“ auf Briefe und Postkarten schreiben, denn einen offiziellen Namen bekam die Anlage auf dem einstigen Von-Boeselager-Besitz erst später. Diese und andere Anekdoten werden im Laufe dieses Jahres mit Sicherheit wieder zur Sprache kommen, wenn die „Westfalen-Kaserne“ ihr 60-jähriges Bestehen feiert.

Für Ahlen stehen vor allem zwei Großveranstaltungen rund um den Geburtstag an: Zunächst gibt es ein Feierliches Gelöbnis gemeinsam mit anderen Rekruten aus der Region, anschließend ist die Bevölkerung am Samstag, 25. Mai, zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Gastgeber ist das Aufklärungsbataillon 7, seit August 2016 Hausherr an der Hammer Straße.

Bis dahin dürfte auch das neue „Trio-Gebäude“ zur Truppenversorgung fertiggestellt sein, das seit seinem ersten Spatenstich vor rund fünf Jahren als Dauerbaustelle Schlagzeilen macht. Dennoch: Oberst Fondermann, erster Kommandeur der damaligen Panzergrenadier-Brigade 19, hatte es vor sechs Jahrzehnten deutlich schwerer, seine Kameraden und Gäste zu beköstigen. Weil die Kantinen noch nicht fertiggestellt waren, speiste man damals in einer Baracke, die zuvor den Bauarbeitern vorbehalten war.

Gut einen Monat, bevor sich die ersten Soldaten offiziell im Festumzug durch die Ahlener Innenstadt in die neue Kaserne schlängelten, bezog am 6. März 1959 das sogenannte Vorkommando den ersten fertigen Block im Heessener Busch. Über diese besonders spannende Zeit hat die „Ahlener Zeitung“ zum Auftakt ihrer Serie „60 Jahre Bundeswehr in Ahlen“ mit einem Zeitzeugen gesprochen: Heinrich Romer (heute 81), damals als „Gefreiter aus dem Schwabenländle“ sogar in der Presse abgelichtet. Er gehörte zu den ersten Soldaten des Panzergrenadierbataillons 192 in der späteren „Westfalen-Kaserne“. . .  

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