Hansjürgen van de Loo
Faszinierende Tiere im ewigen Eis

Vorhelm -

Beinahe 18 000 Kilometer – von Pol zu Pol – ging am Donnerstagabend die Diareise von Hansjürgen van de Loo in der Nicolaikirche.

Samstag, 23.02.2019, 14:42 Uhr
Die Weltkarte kennt er gut: Hansjürgen van de Loo bereiste den Nord- und den Südpol.
Die Weltkarte kennt er gut: Hansjürgen van de Loo bereiste den Nord- und den Südpol. Foto: Peter Schniederjürgen

Zugunsten des Fördervereins des Gotteshauses berichtete der Globetrotter mit dem Vortrag „Faszination Eis: Der 80. Breitengrad am Nord- und Südpol“ von den Enden der Welt. Für den Vorhelmer Weltreisenden ging es dabei auch um die Liebe zu einem besonderen Schiff.

„Bereits 2009 habe ich auf dem damals noch russischen Eisbrecher die Tour zur Antarktis unternommen. Das Schiff war so toll, dass ich es im vergangenen Jahr in die Arktis gebucht habe“, sagte Hansjürgen van de Loo.

Keine Reise für Sonnenhungrige: „Zwar waren wir immer im Sommer unterwegs, doch dann sind dort maximal fünf bis zehn Grad über null“, schmunzelte der Globetrotter. Denn in Spitzbergen, Ausgangspunkt der ersten Reise, wird es zwar im Sommer nicht dunkel, aber auch nicht wärmer. Hier ging van de Loo an Bord der „Marina Swetajeva“. „Dieser Eisbrecher ist ein relativ komfortables Schiff und wir waren nicht so viele Passagiere.“

Liegt der Ort Longyearbyn auch in unfassbarer Tristesse, auf den Bildern steht über der ganzen Region ein zart blauer Schimmer – die Reflexion des nahen Polareises. Denn von hier sind es „nur“ noch knapp über 1000 Kilometer zum Nordpol. Die zerklüftete Landschaft mit ihren Fjorden bot die Kulisse für Bootsausflüge und Blicke auf gewaltige Gletscherwände. Robben, Bären und eine verlassene Walfängersiedlung boten Stoff für Berichte an die Daheimgebliebenen. Eine überraschende blühende Tundra mit Rentieren und einem wahren Blütenmeer hatte in diesen hohen Breiten der Frühling hervorgebracht.

Das gleiche Schiff, aber unter anderer Flagge und anderem Namen, „Ortelius“, brachte Hansjürgen van de Loo ans andere Ende der Welt. „Der siebte Kontinent, spät entdeckt und noch immer menschenleer, lockte mich schon lange.“ Mit dem Schiff ging es von Neuseeland aus zu den subantarktischen Inseln Auckland, Campell und Macuarie. „Diese unfassbare Tierwelt hat mich begeistert“, strahlte der Vorhelmer. Wale – natürlich immer gerade auf der anderen Seite des Schiffes –, jede Menge Pinguine, Robben, Seelöwen und Seeleoparden bekam er zu Gesicht. Trockentäler auf dem Festland des Kontinents waren ebenso faszinierend. Besonders die berühmten großen Kaiserpinguine haben es van de Loo angetan. „Bei extremer Kälte brüten hier die Männchen die Eier aus.“

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