Rosenmontag könnte es stürmisch werden
Zug-Absage nicht ausgeschlossen

Ahlen -

Sturm am Rosenmontag? Dann fiele der Ahlener Festumzug ins Wasser. Und würde zur Halbzeit der Fastenzeit nachgeholt. Wieder auf einem Sonntag.

Freitag, 01.03.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 02.03.2019, 15:16 Uhr
Rosenmontag 2016: Die Fußgängerzone wie leergefegt in den Minuten, in denen der Zug durch sie hindurchrollen sollte.
Rosenmontag 2016: Die Fußgängerzone wie leergefegt in den Minuten, in denen der Zug durch sie hindurchrollen sollte. Foto: Ulrich Gösmann

Ereilt Stadtprinz Uwe I. das gleiche Schicksal, wie Vor-Vor-Vorgänger Ralf I. im Februar 2016? Und: Wird Bürgermeister Dr. Alexander Berger ein zweites Mal in seiner noch jungen Amtszeit einen Rosenmontagsumzug wegen drohenden Sturms abblasen müssen? Es wäre der vierte Ausfall in der närrischen Geschichte Ahlens.

Wetterdienste treten am Freitag vereint auf die Spaßbremse. „ Jecken müssen bangen: Kräftige Sturmböen am Rosenmontag immer wahrscheinlicher“, titelt „wetter.com“ am Mittag und zieht seinen Radius auch um den Westen der Republik. Zeitgleich tagt OPA im Rathaus. Die Runde der verantwortlichen Ordnungspartner des Ahlener Lindwurms.

Das beobachten wir.

Stadtsprecher Frank Merschhaus

Stadtsprecher Frank Merschhaus hat das Wetter auf dem Schirm: „Das beobachten wir.“ Und: „Je nachdem, wie es sich entwickelt, werden wir nach Absprache mit den entscheidenden Stellen eine Entscheidung treffen.“ Das „rechtzeitig!“ Sollte der Deutsche Wetterdienst für Ahlen die Warnungen auf Rot oder Violett setzen, werde natürlich abgesagt.

Wir werden abwarten und selbstverständlich reagieren.

BAS-Boss Christian Weirowski

Christian Weirowski, Vorsitzender des Bürgerausschusses, hat an der OPA-Sitzung nicht teilgenommen, weiß aber: Ums Wetter ging‘s weniger. Mehr um die Absperrungen. Nichtsdestotrotz: „Wir werden abwarten und selbstverständlich reagieren.“ Seinerzeit – im Februar 2016 – sei die KG ACC federführend gewesen – und jetzt auch, erinnert der BAS-Boss. Sollte es wirklich so weit kommen, dass abermals abgesagt werden müsste, stände der Nachholtermin doch eigentlich schon fest: zur Halbzeit der Fastenzeit am Sonntag. Und der fällt auf den 31. März.

Rückblick auf den 8. Fe­bruar 2016: Der begann heiter bis wolkig. Und windfrei. Eine trügerische Ruhe, die eine Warnung der Unwetterzentrale von Meteomedia durchbrach. Die Wetterfrösche hatten Ahlen rot eingefärbt, landesweit orkanartige Böen mit Tempo 110 Spitze vorausgesagt. Die dann kurz vor 14 Uhr die Innenstadt erreichten. Schlagartig mit einem kurzen, aber heftigen Hagelschauer. Zu diesem Zeitpunkt war die Eilmeldung der Zugabsage längst raus. Der abrupte Wetterumschwung überzeugte letzte Skeptiker. Die, die dennoch an der Strecke standen, suchten fluchtartig Schutz. Zurück blieben von Sturmtief „Ruzica“ verformte Schirme – und die Gewissheit, dass es richtig gewesen war, den Zug nicht durch dieses (Un-)Wetter ziehen zu lassen.

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