Hausbesuch bei Uwe I. (Beyer)
Ein Prinz zum Anfassen

Ahlen -

Seit November pendelt Stadtprinz Uwe I. (Beyer) nun schon zwischen Wohnung, Arbeit und den Sälen und Gaststätten der Narhalla Ahlensia hin und her. Für den Sessionsendspurt hat er sich aber Urlaub genommen, denn in diesen tollen Tagen ist der Terminkalender nicht nur abends und am Wochenende voll.

Samstag, 02.03.2019, 15:16 Uhr
Eingespieltes Team: Stadtprinz Uwe I. (Beyer) mit Adjutant Dieter Matz, Standartenträgerin Martina Matz, Adjutant Ralf Mersch und Fahrer Ludger „Lucki“ Sudholt (v.l.). Foto: jüo
Eingespieltes Team: Stadtprinz Uwe I. (Beyer) mit Adjutant Dieter Matz, Standartenträgerin Martina Matz, Adjutant Ralf Mersch und Fahrer Ludger „Lucki“ Sudholt (v.l.). Foto: jüo

Gefühlt geht es für Uwe I. , seine Adjutanten Ralf Mersch und Dieter Matz sowie Standartenträgerin Martina Matz jetzt erst richtig los. Zwar liegen schon um die hundert Auftritte hinter dem Quartett, doch nun will es der Ahlener Stadtprinz endlich richtig krachen lassen. Und er freut sich ganz besonders auf den morgigen Sonntag – nicht, weil er dann Bürgermeister Dr. Alexander Berger die Stadtkasse abnimmt und ihn in die Wüste jagt. Nein, der Grund ist ein ganz anderer: „Ich freue mich auf den Einzug in mein Wohnzimmer, beim 65. Karnevalsfest der DJK Vorwärts.“

Hier begann die närrische Laufbahn des heutigen Stadtprinzen im Jahre 2007 als Vereinsprinz der Vorwärtsler. Dass daraus einmal eine Regentensession als Oberjeck der Wersestadt werden sollte, konnte damals niemand ahnen. Uwe Beyer geriet immer mehr in den Sog der Narretei, machte sich mit Ralf Mersch auf zu „Nord-West-Humor“ und wurde dort endgültig mit dem Bazillus Carnevalitis infiziert. Aus einem Nebensatz – „Ich könnte mir auch vorstellen, Stadtprinz zu sein“ – entwickelte sich schließlich eine steile Karriere. Kaum war er Mitglied im „Ahlener Carneval-Club“ ( ACC ), da stand vor gut eineinhalb Jahren dessen Präsident Rolf Grinsch auf der Matte. Er habe gehört, dass ...

Richtig gehört. Uwe Beyer gab Grinsch keinen Korb. Einzige Bedingung: Ralf Mersch als DJK’ler sollte sein Terminadjutant werden. Für den ACC kein Problem, kamen ja auch noch Dieter Matz als zweiter Adju und Martina Matz als Standartenträgerin hinzu. Der Vierte im Bunde war auch bald gefunden: Ex-Vorwärts-Vereinsprinz Ludger „Lucki“ Sudholt. Und der sollte als Fahrer agieren, aber auch im Verhinderungsfalle für die Standartenträgerin (die in dieser Woche tatsächlich für ein paar Tage mit Grippe flachlag) oder für ei­nen Adju einspringen können. Komplett war die Jeckenkombo. Und die fünf freuen sich nun gemeinsam auf die Höhepunkte der Session.

Da gehen alle im Publikum mit, es bleibt niemand sitzen.

Uwe I. über sein Prinzenlied

Uwe Beyer wusste mit Übernahme des Amtes genau, was er wollte, nämlich ein „Prinz zum Anfassen“ sein. Rhetorikseminar? „Haben wir gemacht, aber es wäre auch ohne gegangen“, meinen Ralf Mersch, Dieter Matz sowie Heike Beyer unisono. An die Vorgabe der Kostümschneiderin, das Gewicht nicht allzu sehr zu verändern, hat sich Uwe I. auch gehalten. Bislang jedenfalls. Und das mit „Happy-Trumpets“-Chef Ralf Doodt abgestimmte Prinzenlied „Hulapalu“ von Andreas Gabalier ist dem nicht singenden Stadtprinzen quasi auf den Leib geschneidert: „Da gehen alle im Publikum mit, es bleibt niemand sitzen“, ist der Prinz begeistert.

Uwe I. versteht es, die Narren in seinen Bann zu ziehen. Beeindruckt hat ihn in den letzten Tagen vor allem der „PoKiKa“: „Es war schön zu sehen, wie behinderte und nicht behinderte Menschen zusammen feiern können.“ So ging es gestern morgen im Anschluss an den Pressetermin auch zu den Freckenhorster Werkstätten.

Doch zunächst gilt es jeden Morgen, den Bürger Uwe Beyer in den Stadtprinzen Uwe I. zu verwandeln – und dabei helfen ihm seine Adjutanten unter dem kritischen Blick von Ehefrau Heike Beyer und Standartenträgerin Martina Matz: Umhang, Regentenkette, Narrenkappe auf und dann noch die Schuhe zubinden – Adjutant Ralf Mersch verneigt sich doch gerne vor seinem Narrenfürsten.

Es reicht noch soeben für ein Küsschen von Ehefrau Heike, und schon ist der Stadtprinz in seiner fahrbaren Sänfte unterwegs zum ersten Termin.

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