Vorhelmer Narren stürmen die „AZ“
Gloria bringt als Mariechen Festhalle mit

Ahlen / Vorhelm -

Zu einer Vorhelmer Exklave entwickelte sich am Rosensonntag die Ahlener Ostenmauer. Zunächst stürmte die Karnevalsgesellschaft „Klein-Köln“ zum närrischen elften Mal die Redaktion der „Ahlener Zeitung“, um direkt im Anschluss gegenüber im „Café Canapé“ weiterzufeiern.

Sonntag, 03.03.2019, 20:15 Uhr aktualisiert: 03.03.2019, 20:20 Uhr
Auch beim elften Sturm der „Klein-Kölner“ durften gerahmte Erinnerungen an die Session nicht fehlen, die Redaktionsleiter Peter Harke (l.) und „Vorhelm-Korrespondent“ Christian Wolff (4.v.l.) an Dennis I. (Leinkenjost), Annabell I. (Brockhues), Nick I. (Fährenkemper) und Pauline I. (Siebert), v.l.) übergaben.
Auch beim elften Sturm der „Klein-Kölner“ durften gerahmte Erinnerungen an die Session nicht fehlen, die Redaktionsleiter Peter Harke (l.) und „Vorhelm-Korrespondent“ Christian Wolff (4.v.l.) an Dennis I. (Leinkenjost), Annabell I. (Brockhues), Nick I. (Fährenkemper) und Pauline I. (Siebert), v.l.) übergaben. Foto: Ralf Steinhorst

Ein närrisches Jubiläum begingen die „Ahlener Zeitung“ und die KG „Klein-Köln“ am Sonntag: Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Narren das Verlagshaus an der Ostenmauer mit großem Aufgebot. Im Jahr 2008 wurde diese Tradition aus der Taufe gehoben.

„Wir kapitulieren, wir ergeben uns widerstandslos“, begrüßte Redaktionsleiter Peter Harke die närrische Truppe unter Führung der amtierenden Prinzenpaare Dennis I. (Leinkenjost) und, Annabell I. (Brockhues) sowie Nick I. (Fährenkemper) und Pauline I. (Siebert).

„Seit eurem letzren Besuch am 11. Februar 2018 ist viel passiert“, erinnerte Peter Harke nicht nur an den plötzlichen Tod des KG-Präsidenten Helmut Krainski, sondern auch an die Schließung des Vereinslokals Pelmke. „Ihr musstet also über euren Schatten springen und mit Gala-Prunksitzung wie Kinderkarneval nach Ahlen ausweichen. Das hat aber, glaube ich, nicht wehgetan“, stekllte Harke fest. Dennoch, so der Lokalchef, sei der Zustand unbefriedigend. „Spätestens jetzt rächt es sich auf jeden Fall, dass die Stadt die Hellbachhalle aufgegeben hat. Ich finde es schon witzig, dass teilweise dieselben, die damals für den Verkauf gestimmt haben, jetzt vorschlagen, eine neue Mehrzweckhalle für Vorhelm zu bauen.“

Unter kurzem Zwischenapplaus der „Klein-Kölner“ hatte Peter Harke gleich eine Alternativlösung parat: „Ich denke da zum Beispiel an die ,Alte Schänke‘ in Tönnishäuschen.“ Gut, der Saal wäre zu klein, aber Anbau oder Zelt wären auch dort möglich. Und er wisse auch schon, wer das finanzieren könnte. Der Verweis galt Fürstin Gloria von Thurn und Taxis , die im Vorjahr die Schirmherrschaft für das Projekt „Kulturgut Samson“ übernommen hat. Sie sei schließlich bekannt dafür, auch gerne zu feiern, und für ihre schrillen Outfits. „Wie wäre es, wenn ihr der Fürstin anbietet, im kommenden Jahr euer Prinzenmariechen zu werden?“, schlug Peter Harke den Vorhelmern vor. Wäre nur noch zu klären, wer der Mann an ihrer Seite sein könnte. „Freiwillige vor!“

Mit einem Lob an die beiden „schmucken Prinzenpaare“ vom Hellbachstrand schloss Harke sein Grußwort. „Schade, dass dieser Anblick dem närrischen Volk auf dem Marktplatz gleich beim Rathaussturm entgehen wird.“

Vize-Präsident Detlef Kahl, der das Amt des Sitzungspräsidenten inzwischen an den Nagel gehängt hat, bedankte sich im Namen seines stattlichen Gefolges für die Gastfreundschaft der Presse. Die Vorhelmer Bäckerei Düchting hatte extra eine Stunde eher angefangen und im Akkord Berliner gebacken, damit sich die hungrigen Abteilungen an einem schmackhaften Büfett laben konnten. „Hier ist es jetzt auch um einiges gemütlicher, als im strömenden Regen durch die Stadt zu marschieren“, meinte Kahl beim Blick aus dem Fenster.

Redaktionssturm der KG „Klein-Köln“

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  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
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  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
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  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
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  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst
  • Zum elften Mal stürmten die Vorhelmer Karnevalisten das Verlagshaus der „Ahlener Zeitung“. Foto: Ralf Steinhorst

Die Prinzenpaare bedankten sich ihrerseits bei den anwesenden Redaktionsmitarbeitern mit ihren Prinzenorden und dreifach kräftigem „Klein-Köln, helau“. Und wie es ebenfalls seit elf Jahren Tradition ist, erhielten die Tollitäten vom Hellbachstrand gerahmte Erinnerungsbilder aus ihrer Prinzensession.

Nach einem gut zweistündigen Intermezzo bei Karnevalsmusik und lockerem Austausch – nicht nur über Karnevalsthemen – zog der närrische Tross weiter, wenn auch nur wenige Meter. Im „Café Canapé“ überbrückte „Klein-Köln“ die Zeit bis zum „Tanz in den Rosenmontag“, der als inoffizieller Abschluss der Vorhelmer Karnevalstage gilt. Denn jetzt folgt nur noch das obligatorische Versenken des Patrons „Simplicissimus“.

Spätestens jetzt rächt es sich, dass die Stadt die Hellbachhalle aufgegeben hat.

Peter Harke

 

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