Ahlener Porzellanhaus bei Fachmesse
Meisterstücke von Walter Gropius

Ahlen / Münster -

Mit von bekannten Künstlern gestalteten Rosenthal-Kaffee-Services präsentiert sich das Porzellanhaus Ostermann erstmals auf der Masterpiece-Messe „Art & Antik“ in Münster.

Mittwoch, 06.03.2019, 10:06 Uhr
Josef Ostermann präsentiert auf der „Art & Antik“ in der Halle Münsterland ab heute Design-Porzellan-Gebrauchsgegenstände bekannter Künstler.
Josef Ostermann präsentiert auf der „Art & Antik“ in der Halle Münsterland ab heute Design-Porzellan-Gebrauchsgegenstände bekannter Künstler.

Rosenthal meets Bauhaus“ – unter dieder Überschrift präsentiert sich das Ahlener Porzellanhaus Ostermann auf der Messe „Art & Antik Masterpiece Münster“ Messe, die am heutigen Mittwoch in der Halle Münsterland beginnt.

„Wir sind schon seit Langem regelmäßiger Besucher der Messe“, unterstreicht Josef Ostermann. In diesem Jahr habe er sich zum ersten Mal entschlossen, auch als Aussteller teilzunehmen. Dafür kann der Inhaber des Ahlener Fachgeschäftes gute Gründe anführen. Seit den 1950er Jahren führt Ostermann Porzellan von Philip Rosenthal in seinem Programm. Der innovative Unternehmer (1916 bis 2001), der das Programm des bereits bekannten Porzellanhestellers um die Tisch- und Wohnkultur erweiterte, suchte bei der Gestaltung seiner Produkte die Zusammenarbeit mit so bekannten zeitgenössischen deutschen Künstlern wie Günther Uecker oder Otto Piene und auch internationalen Stars wie Tom Wesselman, Andy Warhol, James Rizzi oder Marcello Morandini. „Die von ihnen gestalteten Objekte führen wir bis heute“, freut sich Josef Ostermann, der im Tagesgeschäft auch immer noch von seinem Vater Theo unterstützt wird.

Ein Beispiel aus der Ausstellung.

Ein Beispiel aus der Ausstellung. Foto: Dierk Hartleb

Noch ein weiterer Name fällt im Zusammenhang mit den Künstlern: der von Walter Gropius, Gründer des Bauhauses und dessen erster Direktor. In die Zusammenarbeit mit Philip Rosenthal brachte Walter Gropius sein Bostoner Büro „The Architects Collaborative“, kurz TAC genannt, ein, welches das bis heute als Klassiker gehandelte „Gropius-Service“ mit vielfältigen Dekors entwickelte. Es verkauft sich immer noch gut, wie Josef Ostermann verrät.

Gern erzählt er die Geschichte über die Wette, die Philip Rosenthal mit Gropius bei einem Rundgang durch die Fabrik 1967 in Selb einging. Der bekannte Architekt war sich sicher, dass der schwarze Rand eines Tellers auch beim Brand schwarz bleibt, während sein Kontrahent behauptete, dass daraus Gold wird. Und der Porzellanhersteller behielt Recht.

Die Wettschuld bestand in einem Schweinestall, den der Architekt für das Haus „RoRo“ zeichnen muss. Das Ergebnis ist ein kubisches Flachdachgebäude, das der Rosenthal-Fabrik am Rothbühl in Selb stilistisch sehr ähnlich sieht. Zwei hochangesetzte Fensterbänder und ein kreisrunde Bullauge lassen eher an einen Bungalow als an einen Stall denken. Zur Ausführung ist der luxuriöse Schweinestall dann aber nicht gekommen,.

Seine Raritäten und Kostbarkeiten präsentiert Josef Ostermann auf der Messe auf Rosenthal-Originalregalen aus den 1950er-und 1960er Jahren. Parallel zu Porzellan und weiteren Wohn- und Einrichtungsaccessoires zeigt er an seinem Stand auch Werke des bekannten Bauhaus-Künstlers Fritz Winter, dessen Elternhaus in Ahlen steht und mit dem Fritz-Winter-Haus eine namhafte Einrichtung birgt. Ausgestellt sind Grafiken und Zeichnungen.

Die Vernissage (gesonderte Einladung) findet am heutigen Mittwoch statt.

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„Art & Antik“, Messe- und Con­gress-Centrum Halle Münsterland, bis zum 10. März; Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag 11 bis 19 Uhr, Sonntag 11 bis 18 Uhr.

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