121 Unterzeichner pro Rathaus
„ruhrmoderne“ macht sich stark für den Erhalt

Ahlen -

Die „ruhrmoderne“ macht sich mit 121 Unterschriften stark für den Erhalt des Ahlener Rathauses. Die Unterzeichnenden sind Vertreter aus Architektur, Kunstgeschichte, Denkmalpflege, Städtebau sowie Regional- und Wirtschaftsgeschichte.

Donnerstag, 07.03.2019, 18:02 Uhr aktualisiert: 07.03.2019, 19:19 Uhr
Dr. Alexandra Apfelbaum und Stefan Rethfeld überreichten den Offenen Brief an Dr. Alexander Berger und Andreas Mentz
Dr. Alexandra Apfelbaum und Stefan Rethfeld (r.) überreichten den „Offenen Brief“ an Dr. Alexander Berger und Andreas Mentz. Foto: Privat

Für den Erhalt des Ahlener Rathauses plädieren 121 Unterzeichner aus Architektur, Kunstgeschichte, Denkmalpflege, Städtebau sowie Regional- und Wirtschaftsgeschichte in einem Offenen Brief. Dr. Alexandra Apfelbaum , Vorsitzende des Vereins „ruhrmoderne“, und Stefan, Architekt aus Münster, haben das Schreiben an Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Stadtbaurat An­dreas Mentz überreicht.

In dem Brief, der auch an die für den Denkmalschutz in Nordrhein-Westfalen zuständige Ministerin Ina Scharrenbach adressiert ist, verweisen die Unterstützer auf den besonderen Stellenwert des Gebäudes. „Das Kultur- und Verwaltungszentrum ist ein wichtiges Zeugnis bürgerlichen Selbstbewusstseins, städtischer Kultur und Architektur in der Bundesrepublik Deutschland“, heißt es. Die Unterzeichner gestehen zu, dass „aufgrund gravierender Unterhaltungsmängel“ eine Sanierung absehbar notwendig sei. Diese müsse unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten erfolgen.

Bürgermeister Berger zollte den Initiatoren des Briefes Anerkennung für das Engagement, sich mit Geschichte und Architektur der Stadt Ahlen zu befassen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Erhalt der Baukultur sei für die Stadt ein hochrangiges Thema. So habe der seit sieben Jahren installierte Gestaltungsbeirat bei wichtigen Stadtbild prägenden Projekten seine unumstrittene Expertise gewinnbringend eingebracht. Bei Neuerrichtung von öffentlichen Bauten, Platzflächen oder Parkanlagen sei es in Ahlen inzwischen selbstverständlich, „qualifizierende Verfahren“ wie beispielsweise Wettbewerbe durchzuführen.

Kernaufgabe bei Rathaus und Stadthalle sei es nun, so Andreas Mentz, „für die Verwaltung akzeptable Arbeitsbedingungen zu schaffen.“ Es müsse ein Ort der Bürger entstehen, der Kultur, Bildung und städtische Dienstleistungen viel stärker zusammenbringe, als das heute der Fall sei.

Die Übergabe des Offenen Briefs erfolgte nur wenige Stunden vor Veröffentlichung der ministeriellen Entscheidung, dem Ahlener Rathaus keinen Denkmalwert zuzubilligen.

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