7. Ahlener Ausbildungsmesse
Von Metallbearbeitung bis zur Pflege

Ahlen -

Es werden immer mehr Firmen, die sich bei der Ahlener Ausbildungsmesse vorstellen wollen. Dementsprechend voll war es am Samstag im Autohaus Ostendorf.

Sonntag, 10.03.2019, 17:00 Uhr
Nicht nur theoretisch, sondern auch mit praxisnahen Aktionen präsentierten sich die Unternehmen bei der Ausbildungsmesse – hier beispielsweise die RWE.
Nicht nur theoretisch, sondern auch mit praxisnahen Aktionen präsentierten sich die Unternehmen bei der Ausbildungsmesse – hier beispielsweise die RWE. Foto: Peter Schniederjürgen

Yahia Darwish sucht eine Ausbildung zum Metallbauer, Marie Pokorny hat ihre Bestimmung schon gefunden – als Zahnmedizinische Fachangestellte. Beide kamen am Samstag zur siebten Ahlener Ausbildungsmesse im Autohaus Ostendorf – um sich selbst und andere zu informieren.

Bürgermeister Dr. Alexander Berger eröffnete die Messe pünktlich und nicht weniger als 67 Aussteller drängten sich buchstäblich in den wirklich nicht gerade kleinen Verkaufsraum des Autohauses. Dabei hatte die Organisatoren zu ihrem größten Bedauern noch zahlreiche Unternehmen ablehnen müssen. „Wir haben gequetscht, gedrückt und geschoben, mehr geht wohl nicht“, stellte Jörg Hakenesch, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft fest.

Die Messe ist die Bühne für die Unternehmen der Region, um sich den Bewerbern zu präsentieren. „Der Ausbildungsmarkt hat sich sehr zu den Bewerbern hin verschoben“, erklärte Joachim Fahnemann, Chef der Arbeitsagentur Münster-Ahlen. Aber: „Das heißt für die Berufswahl nicht, abwarten bis die Unternehmen kommen. Der Bewerber muss schon auf sie zugehen.“

Wir haben gequetscht, gedrückt und geschoben, mehr geht wohl nicht.

Jörg Hakenesch

Dazu bot die Messe die optimale Gelegenheit. Praktisch jede Branche der Region war vertreten und bot einmalige Informationsmöglichkeit. Das Charmante daran: Viele Unternehmen stellten ihre Azubis an die Stände. Die berichteten und informierten nicht nur aus erster Hand, sie sprachen auch auf Augenhöhe. Und das in fast allen Branchen.

„Das Finanzamt bietet zahlreiche Möglichkeiten, so ist auch ein Studium ohne Abitur bei uns möglich“, erklärte Saskia Pradelski. Sie schwärmte mit ihren Kollegen Robin Marre, Niklas Schlautmann und Christian Schumacher von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.

Marie Pokorny (r.) informierte über die Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellte.

Marie Pokorny (r.) informierte über die Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellte. Foto: Peter Schniederjürgen

„Metallbearbeitung ist das Rückgrat der Wirtschaft, da stelle ich mir gute Möglichkeiten vor“, überlegte Yahia Darwish im großen Infotruck der Metallindustrie. Mit seinem Berufswahlpaten Theo Frielinghaus ließ er sich von Claudio Schmickler informieren. „Später werden wir dann die Stände der Metallunternehmen gezielt aufsuchen“, so der Pate.

Das war für Marie Pokorny nicht mehr nötig. „Die Arbeit ist unfassbar vielfältig und abwechslungsreich, wir haben viel Technik und viel Menschliches“, erzählte die junge Frau von ihrem Beruf. Und schließlich, zwinkerte sie, sei auch die Bezahlung sehr erfreulich.

Die Pflegeschule des St.-Franziskus-Hospitals hat etwas Neues gestartet. Nämlich den ersten Teilzeitkurs für Krankenpflege über gut vier Jahre, wie Schulleiter Dirk Siedenhans berichtete. Die Erfahrungen seien bis jetzt sehr gut und er erinnerte daran, dass die nächsten Kurse am 1. August und 1. Oktober beginnen: „Wer will, sollte sich jetzt bewerben.“

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