Pferdesportgemeinschaft Alt-Ahlen
Der Bulle ist schon zickiger als ein Pferd

Ahlen -

Was für ein irrer Gewinn: Die PSG Ahlen durfte sich über ein Bullriding freuen und veranstaltete einen Wettbewerb. Bullenreiten ist allerdings gar nicht so leicht.

Montag, 11.03.2019, 16:27 Uhr aktualisiert: 11.03.2019, 16:52 Uhr
Stilecht waren im Saloon nicht nur die Whiskeyflaschen, sondern auch die Verkleidung der Organisations-Sheriffs Friederike Schulze Henne, Ina Northoff und Christine Krieter.
Stilecht waren im Saloon nicht nur die Whiskeyflaschen, sondern auch die Verkleidung der Organisations-Sheriffs Friederike Schulze Henne, Ina Northoff und Christine Krieter. Foto: Ralf Steinhorst

Im November hatte die Pferdesportgemeinschaft Alt-Ahlen (PSG) in einem Videowettbewerb beim Kreisreiterball den ersten Platz belegt und ein Rodeo-Bullriding gewonnen. Und dabei ging es jetzt so richtig rund: In der Reithalle von Haus Küchen schmiss ein elektronischer Bulle seine Reiter reihenweise ab.

Die PSG nutzte das Bullriding, um einen Rodeowettbewerb zu veranstalten. Eingeladen waren alle Vereine des Kreisreiterverbands, die in Teams mit je fünf Reitern antraten. Die besten vier Reiter eines Teams kamen in die Mannschaftswertung. Zudem gab es eine Einzelwertung.

„Weil es Reiter sind, fangen wir bei Stufe drei an“, erklärte Ina Northoff vom Organisationsteam das Reglement, wobei der Bulle von Minute zu Minute seinen Schwierigkeitsgrad bis hin zur achten Stufe erhöhte. Je länger der Ritt, desto höher die Chance zu gewinnen.

„Der Jubel nach dem Sieg im Videowettbewerb war riesig“, blickte Friederike Schulze Henne zurück, die Planungen für das Event seien danach zügig angegangen worden. Mit Sponsorenhilfe wurde aus dem Gemeinschaftsraum ein Saloon, in dem es stilecht auch einen Whiskeyausschank gab. Zusammen mit Christine Krieter war das Orgateam komplett, insgesamt 30 Helfer hatten tatkräftig mit angepackt.

Jette Schouwstra hatte schon mit den ruckartigen Bewegungen zu kämpfen.

Jette Schouwstra hatte schon mit den ruckartigen Bewegungen zu kämpfen. Foto: Ralf Steinhorst

Wie exklusiv der Gewinn des Rodeo-Bullridings war, beschrieb Betreiber Peter Spitzer : „Mehr als 20 gibt es davon in Deutschland nicht.“ So ist der Bulle an jedem Wochenende im Einsatz, trotzdem hatte der Auftritt in Ahlen für ihn etwas Neues. Denn erstmals war Peter Spitzer auf einem Reiterhof zu Gast.

Bis zur siebten Stufe seien die Bewegungsabläufe des Bullen elektronisch gesteuert, erklärte der Fachmann, die höchste Stufe acht regelt er manuell mit einem Joystick. Aber er war auch sicher: „Die wenigsten werden Stufe sieben erreichen.“

Die wenigsten werden Stufe sieben erreichen.

Peter Spitzer

Bei den ersten Wettbewerbsteilnehmern war aber nicht nur die reitertechnische Haltung auf dem sich ruckartig bewegenden Bullen ein Problem. „Mir ist von den Richtungswechseln ganz schön schwindelig geworden“, beschrieb Jette Schouwstra aus Drensteinfurt die neue Reiterfahrung und blieb damit nicht allein.

Einzelsieger Nico Hollenbeck schaffte es am Ende, sich bei Stufe acht 24 Sekunden zu halten. Bestes Team wurden die „Crazy Riders“ vom RV Albersloh.

Um die Rodeoveranstaltung auch optisch ansprechend zu gestalten, hatte die PSG Kostümwettbewerbe angesetzt. Die am schönsten verkleidete Kindermannschaft waren die „Ahlener Young Stars“ vom RV Ahlen, bei den Erwachsenen begeisterten die „Torfis“ vom RV St. Hubertus aus Füchtorf die Jury besonders.

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