Förderung bürgerschaftlichen Engagements
Geld für Pflaster und Stelen

Ahlen -

Zwei Anträge auf Förderung bürgerschaftlichen Engagements bewilligte am Montag der Ausschuss für Ordnung, öffentliche Einrichtungen und Anregungen – allerdings wurde erst scharf diskutiert.

Mittwoch, 13.03.2019, 18:27 Uhr aktualisiert: 13.03.2019, 18:30 Uhr
Mit dem Flatterband ist jetzt Schluss. Der Förderverein Haldenkreuz – hier Vorsitzende Martina Jotzeit beim Kreuzweg 2017 – stellt künstlerische Kreuzwegstelen auf.
Mit dem Flatterband ist jetzt Schluss. Der Förderverein Haldenkreuz – hier Vorsitzende Martina Jotzeit beim Kreuzweg 2017 – stellt künstlerische Kreuzwegstelen auf. Foto: Peter Schniederjürgen

Über die Förderung zweier bürgerschaftlicher Projekte im Stadtgebiet hat der Ausschuss für Ordnung, öffentliche Einrichtungen und Anregungen am Dienstag entschieden: 5000 Euro bekommt der Förderverein Elisabeth-Tombrock-Haus für die Herstellung einer gepflasterten Fläche zur Nutzung eines Aktionszelts, mit 2500 Euro wird der Förderverein Haldenkreuz für den neuen künstlerische gestalteten Haldenkreuzweg unterstützt.

Bei beiden Projekten gab es allerdings Diskussionsbedarf. Die Pflasterung einer Fläche am Elisabeth-Tombrock-Haus sahen weder Heinrich Artmann (FWG) noch Martin de Kunder (BMA) als „bürgerschaftliches Engagement“ an: „Das ist ein abgeschlossener Bereich und nicht für die Gesamtstadt“, kritisierte Artmann – woraufhin er sich sowohl durch den Ausschussvorsitzenden Thomas Kozler als auch CDU-Vertreter Ralf Marciniak an die Förderung des Hallenbodens in Dolberg erinnern lassen musste: „Da haben Sie nicht diskutiert“, so Marciniak scharf.

Fördervereinsvorsitzender Erhard Richard hatte zuvor noch einmal den Sachverhalt kurz dargelegt: Eine gepflasterte Fläche sei notwendig, damit auch gebrechliche Seniorenheimbewohner mit Rollator oder Rollstuhl das Aktionszelt bequem benutzen können: „Bewohner und ihre Gäste“, betonte Richard. Der Ausschuss stimmte mehrheitlich zu, Gegenstimmen kamen von FWG, BMA und Grünen.

Für den Förderverein Haldenkreuz sprach dessen Vorsitzende Martina Jotzeit, die noch einmal auf die Geschichte des Haldenkreuzwegs einging und berichtete, dass nun der Wunsch nach festen Stationen erfüllt werde. Hier sah der FWG-Vorsitzende wiederum andere in der Pflicht: „Ich finde es hervorragend, dass da christlich was bewegt wird“, so Heinrich Artmann. Allerdings sollte für solche Dinge die Kirche ihre Töpfe öffnen und nicht die Stadt.

BMA-Sprecher Martin de Kunder kündigte an, der Förderung zwar zuzustimmen, sah aber eine Aufweichung der Richtlinien. Es sei ja auch schon mit der Maßnahme begonnen worden. Lutz Henke, Leiter der Strukturförderung der Stadt, erklärte das mit einem gewissen Zeitdruck: Der Kreuzweg solle schließlich im April fertig sein. Der Förderung wurde zugestimmt bei einer Enthaltung durch die FWG und gegen die Stimme von Dieter Bröer (Bündnis 90/Grüne).

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