Verbraucherschutz Thema im Ausschuss
Handyverträge bleiben Dauerbrenner

Ahlen -

Über ihre Arbeit in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale sprachen Judith Spittler und Daniela Kreickmann im Ausschuss für Ordnung, öffentliche Einrichtungen und Anregungen.

Donnerstag, 14.03.2019, 08:36 Uhr
Verbraucherschutz Thema im Ausschuss: Handyverträge bleiben Dauerbrenner
Foto: Sabine Tegeler

Nein, einen Jahresbericht so wie in der Tagesordnung angekündigt, könne sie noch nicht geben, erklärte Judith Spittler am Montag in der Sitzung des Ausschusses für Ordnung, öffentliche Einrichtungen und Anregungen (AfÖ). Wohl aber einen kleinen Rückblick und einen Ausblick.

Zusammen mit Daniela Kreickmann schaute die Leiterin der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale auf die Zahl der Ratsuchenden und die Inhalte der Beratungen. 4045 Frauen und Männer suchten demnach 2018 Un­terstützung in der Beratungsstelle im Rathaus, 2022 stammten aus Ahlen, 1699 aus dem Kreisgebiet und 324 aus anderen Orten. Hinzu kamen 776 Menschen, die die Energieberatung in Anspruch genommen haben.

Die Rechtsberatungen, so Judith Spittler, machten den Löwenanteil aus und davon drehten sich etwa 30 Prozent um Handy- und Internetverträge. Starke Nachfrage herrsche auch, wenn es ums Mietrecht gehe, auf Platz drei stehen Fragen ums Kaufen und Gewährleistung.

Brandaktuelles Thema, so führte Daniela Kreickmann aus, sei auch die Datenschutzgrundverordnung. Die Verbraucherberatung beschäftige sich eben auch mit Themen wie Digitaler Nachlass, Online-Shopping und Datenschutz allgemein.

Und noch ein Thema sorge bei Verbrauchern für Nachfragen: das Energiemarktrecht. Noch immer müssen sich die Berater mit an der Haustür untergeschobenen Verträgen herumschlagen.

Judith Spittler ging abschließend noch auf die Verbraucherberatung der Zukunft ein: „Auch wir müssen uns dem demografischen Wandel anpassen.“ Es gebe viel mehr Zielgruppen und auch die Digitalisierung mache vor der Beratungsstelle nicht halt: „Wir hatten über 5000 Zugriffe nur auf unsere Ahlener Homepage.“

Zwischenzeitlich hatte sich FWG-Vorsitzender Heinrich Artmann zu Wort gemeldet: „Bis ins Detail muss ich das nicht wissen“, zeigte er sich ungeduldig und hörbar genervt von dem Vortrag. Die anderen Kommunalpolitiker im Sitzungssaal sahen das offenbar anders, dankten den Referentinnen ausdrücklich. Erhard Richard (CDU): „Mir ist die Zeit für dieses Thema nicht zu schade.“

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