Feuerwehr-Löschzug Hauptwache
Um den Nachwuchs ist es gut bestellt

Ahlen -

Großbrände gibt es glücklicherweise nur noch selten. Dafür nimmt bei den Einsatzkräften die Zahl der Technischen Hilfeleistungen und die Unterstützung bei Unwetterlagen zu. Das merkt auch der Feuerwehr-Löschzug Hauptwache, wie am Mittwochabend bei der Jahresdienstversammlung deutlich wurde.

Donnerstag, 14.03.2019, 16:00 Uhr
Zu ihren Beförderungen gratulierten Jens Schüsseler (l.), Christoph Faust (2.v.l.), Marcel Reifel (r.), Peter Strickmann (2.v.r.), Susanne Faust (3.v.r.) und Robert Pottgüter (4.v.r.) als Vertreter von Zug- und Wehrführung diesen Damen und Herren bei der Jahresdienstversammlung des Löschzugs Hauptwache.
Zu ihren Beförderungen gratulierten Jens Schüsseler (l.), Christoph Faust (2.v.l.), Marcel Reifel (r.), Peter Strickmann (2.v.r.), Susanne Faust (3.v.r.) und Robert Pottgüter (4.v.r.) als Vertreter von Zug- und Wehrführung diesen Damen und Herren bei der Jahresdienstversammlung des Löschzugs Hauptwache. Foto: Christian Wolff

Zugführer Jens Schüsseler berichtete von 86 Brandeinsätzen, 112 Technischen Hilfeleistungen und neun Alarmierungen für die „First-Responder“-Gruppe im Jahr 2018. „Wir hatten also insgesamt 207 Einsätze“, sagte er. „Das ist etwas mehr als 2017. Bei einigen haben wir durchaus kritische Situationen gehabt, zum Beispiel bei Orkan ,Friederike‘.“ Da sei aus Sicherheitsgründen auch mal der geordnete Rückzug gewählt worden, wenn „die Bäume knackten“. Als weiteren signifikanten Einsatz erwähnte Schüsseler den Bombenfund am Güterbahnhof am 14. September. Aktuell verfüge der Zug Hauptwache über 75 Aktive in den einzelnen Gruppen wie Maschinisten, Umweltschutzzug oder Tauchergruppe.

Ein beachtliches Pensum an ehrenamtlich geleisteten Stunden notierte Peter Strickmann als Vertreter der Wehrführung im Laufe der Versammlung. „Ich habe mal die Stunden aller Gruppen, die hier zu Wort kamen, addiert und komme auf 12 500“, rechnete er in seinem Grußwort vor. Demnach habe jeder Einzelne mindestens drei Stunden pro Woche für die Feuerwehr gearbeitet. „Der eine oder andere sicherlich noch mehr. Die zusätzlichen Besprechungen und Lehrgänge habe ich gar nicht mitgezählt.“ Da komme er schon jetzt auf 165 Einsatzstunden im Jahr. Dafür bedankte sich Strickmann auch im Namen des Wachleiters Walter Wolf. „Wir können in unserem Ehrenamt auf ganz verschiedene Berufe zurückgreifen“, hielt er fest. Das helfe im Dienstalltag sehr, genauso wie der Teamgedanke und die öffentliche Wahrnehmung.

Jens Schüsseler bedankte sich in diesem Zusammenhang auch bei den vielen Ahlener Firmen, die der Feuerwehr Zeit und Raum für Übungen gegeben haben. „In heutiger Zeit, wo die Produktion an erster Stelle steht, ist das nicht mehr selbstverständlich“, betonte er. Lob gab es auch für die Helfer rund um den „Tag der offenen Tür“, der alle Erwartungen übertroffen habe – und das trotz des WM-Spiels am selben Abend.

Für erfolgreich absolvierte Lehrgänge und Seminare zeichneten Zug- und Wehrführung am Mittwochabend zahlreiche Kameraden mit Urkunden ausgezeichnet.

Für erfolgreich absolvierte Lehrgänge und Seminare zeichneten Zug- und Wehrführung am Mittwochabend zahlreiche Kameraden mit Urkunden ausgezeichnet. Foto: Christian Wolff

Die „First-Responder“-Gruppe ist aktuell 24 Mitglieder stark und wird von Kai Hölters und Pascal Berheide geleitet. Die Gruppe um den Einsatzleitwagen umfasst 19 Aktive. Großes Interesse weckten dort vor allem die Übungen mit der Drohne. Für die Maschinistengruppe berichtete Andreas Krätzig von 39 Aktiven mit einer Dienstbeteiligung von 44,28 Prozent, die sich in den Vormonaten insbesondere um Fahr- und Pumpenausbildung gekümmert haben. Unterstützung leisten hier auch Hubert Kokenkemper und Michael Morisse in der Leitung. „Für 2019 sind unser neues Schneidlöschsystem ,Cobra‘, der Abrollbehälter Wasser sowie Gelenkmast und Drehleiter unsere Schwerpunkte“, so Krätzig. Sein erstes Jahr in neuem Zuschnitt hat der Umweltzug Süd hinter sich, wie Christoph Faust berichtete. „Kameraden aus acht Gemeinden im Kreis sind daran beteiligt“, sagte er. Rainer Pottgüter und Marcel Reifel betreuen indes seit September einen neuen Grundausbildungslehrgang mit zwölf Teilnehmern.

Überhaupt sieht es mit der Nachwuchsgewinnung derzeit sehr gut aus: Stadtjugendfeuerwehrwartin Nadine Helbeck berichtete davon, dass bei den vier Jugendfeuerwehrgruppen derzeit ein Aufnahmestopp verhängt und eine Warteliste eingerichtet wurde, weil der Zustrom erfreulich gut ist. Auf der Wunschliste der Nachwuchsbrandbekämpfer steht noch ein Schlafzelt.

Wir hatten insgesamt 207 Einsätze.

Jens Schüsseler
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