„Dimi & the Firesuckers“ in der Schuhfabrik
Es gab „einiges nachzuholen“

Ahlen -

„All right, Ahlen! Willkommen zu Hause!“, ruft Dimi Kassiouris dem Publikum zur Begrüßung zu und fragt: „Seid ihr bereit?“ Die Zuhörer im beinahe ausverkauften Saal der Schuhfa­brik sind es natürlich.

Sonntag, 17.03.2019, 19:46 Uhr
„Mister Hilly Billy“ Wolfgang Hillmann und Dimi Kassiouris (v.l.) mit den „Firesuckers“ in Aktion.
„Mister Hilly Billy“ Wolfgang Hillmann und Dimi Kassiouris (v.l.) mit den „Firesuckers“ in Aktion. Foto: Christian Feischen

Zuvor hat die erste Gruppe des Abends schon ihren allerersten Gig überhaupt absolviert. „Ape One“ aus Warendorf und Umgebung wissen am Freitag zum Auftakt des Doppelkonzerts mit hardrockigen Stücken zu unterhalten – mal mit treibenden Rhythmen, die gleich zu Anfang einige Besucher zum Tanzen animieren, und mal dominiert von sphärisch gebrochenen Akkorden vom Gitarristen Jan Tuschen , was zuweilen an progressiven Rock der 1970er bis 90er Jahre erinnert. Für die knapp einstündige Live-Premiere der Band spenden die bis dahin rund 150 Besucher je­denfalls reichlich Beifall. Und haben sichtlich Spaß, als die Musiker von „Ape One“ um Frontmann Gjevdet Zeciri sie und sich selbst nach neun Songs per Selfie von der Bühne aus fotografieren.

Zum Konzert von „Dimi & the Firesuckers“ füllt sich der Saal nach kurzer Umbaupause dann noch mal um rund zwei Dutzend Zuhörer mehr. Und die sind überwiegend begeistert, als das Quartett den musikalisch bluesrockigen Whiskey-Cola-Country-Mix mit dem druckvoll präsentierten neuen Song  „Bleed“ aus Dimis eigener  Feder über bekannte „Firesucker“-Stücke wie „Midnight Lady“ aus der aktuellen CD „Sleeping With The Devil“ bis zu Coverversionen anreichert.

Zwischendurch kündigt der Vollblutmusiker ganz in Rock‘n‘Roll-Manier in englischer Sprache den virtuos aufspielenden Wolfgang Hillmann alias „Mister Hilly Billy“ beim Dylan-Klassiker „All Along The Watch­tower“ an: „Der gibt euch den Hendrix “, sagt der mit agiler Bühnenpräsenz auftretende Dimi in Anspielung darauf, dass Jimi Hendrix Bob Dylans Song zu Woodstock-Zeiten so richtig populär machte. „Watch­tower“ setzen „Dimi & The Firesuckers“ dabei genauso authentisch und in eigener Bluesrock-Interpretation um wie David Bowies „Heroes“ – - nach einer jener launigen Ansagen, wie sie Dimi-Fans so mögen.

Dass die Abmischung indessen bei beiden Bands durchweg sehr basslastig gerät, stört offenbar nur die wenigsten Besucher. Die bemerken allerdings, dass Pascal Cherounys souveränes Spiel an den tiefen Gitarrensaiten – er wirkt bei beiden Gruppen des Abends mit – zuweilen deutlich wummernd hörbarer ist als der Gesang.

Neben den bodenständigen, temporeichen Rock‘n‘- Roll-Songs schlägt Dimi mit seinen „Firesuckers“ zwischendurch aber auch ruhigere, nachdenkliche Töne an: „Dancing In The Rain“ sowie der jüngst geschriebene und seiner Mutter gewidmete „Mom‘s Song“ zeigen die sensiblere Seite des Musikers.

„Einmal im Jahr spiele ich hier. Das letzte Mal war es vor zwei Jahren“, scherzt Dimi. Grund genug sei das, „einiges nachzuholen“. Während sich die ersten schon am Merchandising-Stand für CDs oder T-Shirts interessieren, belohnen die „Firesuckers“ das längst in sichtlich beste Stimmung gespielte Publikum unter dem Motto „Keep On Rocking“ und viel Beifall mit zwei Zugaben. „All right“.

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