Ideensammlung
Wie ruhig soll der Stadtpark sein?

Ahlen -

Wie sollte der Stadtpark nach einer Neugestaltung aussehen? Diese Frage war Inhalt des Bürger-Workshops am Samstagmorgen im Rathaus. Daran nahmen zahlreiche Bürger teil, die an den Tischen mit den Vertretern der vier eingeladenen Planungsbüros ihre Ideen und Wünsche austauschten.

Sonntag, 17.03.2019, 22:00 Uhr
Von den Planern wurden viele Ideen und Wünsche der Bürger für die künftige Gestaltung des Stadtparks notiert, sie sollen nun in deren Konzepte einfließen, die sie bis Mitte April vorlegen sollen.
Von den Planern wurden viele Ideen und Wünsche der Bürger für die künftige Gestaltung des Stadtparks notiert, sie sollen nun in deren Konzepte einfließen, die sie bis Mitte April vorlegen sollen. Foto: Ralf Steinhorst

„Das ist hier eine große Ideenbörse“, zeigte sich Ratsmitglied Rudolf Jaschka begeistert vom Input, den die Planungsbüros von den Bürgern erhielten. Einen ersten Vorgeschmack hatte es ja schon beim Auftakt-Infoabend am 19. Februar im Ratssaal gegeben. Dem Workshop war am Freitag ein Rundgang der Planungsbüros bbz Landschaftsarchitekten aus Berlin, DTB Landschaftsarchitekten aus Essen, Scape Landschaftsarchitekten aus Düsseldorf und Sowatorini Landschaft aus Bochum im Stadtpark vorausgegangen, um sich mit der Lokalität vertraut zu machen.

Im Workshop ging es an den Stationen der Planungsbüros ohne Ansprache sofort zur Sache, die Bürger konnten ungezwungen von Tisch zu Tisch wandeln und mit den Planern diskutieren. Eines der großen Themen war hierbei die Werse, die vielen Teilnehmern im jetzigen Zustand zu abgeschottet ist und offener erreichbar und einsehbar sein sollte, zum Beispiel durch Stege. Auch die Beschaffenheit der Wege sollte verbessert werden, das fand auch Landschaftsarchitektin Hiltrud Lintel: „Das war dort gestern ein Pfützenhüpfen.“ Einer Pflasterung oder Asphaltierung wollte sie damit aber keinen Freibrief geben. Dafür kam für sie eine Neugestaltung der Parkeingänge in Betracht.

Eine Bühne für Kleinkunstaufführungen?

Dass der Park ein Rückzugsgebiet sein soll, fanden viele Bürger. Doch wie ruhig darf er sein, vielleicht sogar ohne Kinderspielplatz? Ganz so ruhig dann bitte doch nicht, vielleicht könnten die beiden Spielplätze in einem zusammengefasst werden. Nicht nur der Wunsch nach WLAN kam auf, sondern auch der nach einer Bühne zum Beispiel für Kleinkunstaufführungen. Oder sollte gar über Außengastronomie in der grünen Lunge der Stadt nachgedacht werden? Dass der Park barrierefrei, gerade im Bereich des St. Franziskus-Hospitals sein sollte, erschien dagegen unzweifelhaft. Auch mehr Sitzmöglichkeiten sollten vorhanden sein. Ein weiterer Wunsch war, den Baumbestand zu erhalten und Blühpflanzen zu installieren – schließlich soll dem Park auch buntes Leben eingehaucht werden.

Die vielen Ideen müssen die Planungsbüros nun in ihre Konzepte einarbeiten, bis Mitte April sollten sie diese anonym abgegeben haben, eine Jury wird sie dann beurteilen. Daraufhin wird eine Arbeitsgrundlage erstellt, um bis Herbst zu einer Entscheidung zu kommen und noch in diesem Jahr Fördermittel zu beantragen. Die Neugestaltung könnte dann verfahrensabhängig ab 2020 umgesetzt werden.

Ein dickes Lob bekamen derweil die Bürger vom Verfahrensbetreuer Stefan Schopmeyer: „Wenn ich die Diskussionskultur hier sehe, bin ich total begeistert!“

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