Besichtigung des neuen Bauhofs
Niemand redet dieses Bauvorhaben schlecht

Ahlen -

„Von meinem Küchenfenster aus habe ich einen guten Blick auf den Baubetriebshof, sehe täglich, was dort los ist“, sagt Werner Sprung. Der 78-jährige Anwohner der Beckumer Straße ist am Samstag einer von rund 40 Interessierten, mit denen er eine Führung über den neuen Baubetriebs- und Wertstoffhof unternimmt. Danach ist er beeindruckt von dem durchdachten Bauvorhaben, das kurz vor dem Richtfest steht.

Montag, 18.03.2019, 19:00 Uhr
Der Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, Bernd Döding (r.), führte am Samstag mit Kollegen wieder zahlreiche interessierte Bürger über die Baustelle am ehemaligen Güterbahnhof.
Der Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, Bernd Döding (r.), führte am Samstag mit Kollegen wieder zahlreiche interessierte Bürger über die Baustelle am ehemaligen Güterbahnhof. Foto: ak

Projektleiter Jan Hintemann vom Zentralen Gebäudemanagement und Betriebsleiter Bernd Döding erwiesen sich als kompetente Ansprechpartner. Sie vermittelten ihr Wissen für jedermann verständlich und nahmen sich viel Zeit für die Fragen der Teilnehmer. „Es war niemand dabei, der das Bauvorhaben schlecht geredet hat“, freuten sie sich über die große Akzeptanz in der Bevölkerung.

Am alten Standort sei man an die Kapazitätsgrenze gestoßen, erinnerte Döding. Fünf Dependancen zur Materiallagerung hätten erschlossen werden müssen. Auf dem rund 40 000 Qua­dratmeter großen Brachgelände des ehemaligen Güterbahnhofs entstehe der Neubau mit Verwaltungsgebäude, Lagerhallen, Fahrzeughallen und Reparaturwerkstatt, Waschhalle, Wertstoffhof und weiteren Einrichtungen. „Alles unter einem Dach,“ freut sich der Betriebsleiter über die zen­trale Unterbringung. 185 Mitar­beiter seien für die Abfallbeseitigung, Straßenreinigung, den Winterdienst, das Grünflächenamt und die Verwaltung zuständig. Über eine zentrale Einfahrt am Ostberg mit Einbahnstraßenregelung kann der Bürger künftig mit seinem Pkw von Container zu Container fahren, um zum Beispiel Gartenabfälle oder Elektroschrott loszuwerden.

Mit der Fertigstellung wird im ersten Quartal 2020 gerechnet. Das Gelände sei inzwischen absolut frei von Altlasten und Kampfmitteln, versichert der Betriebsleiter. Durch die Räumung habe es leider zeitliche Verzögerungen gegeben. Die Kosten für das Bauvorhaben belaufen sich mittlerweile auf rund 23 Millionen Euro. Die Errichtung eines dritten Obergeschosses für das Zentrale Gebäudemanagement habe unter anderem zur Kostensteigerung geführt. Trotz des Zwangs einer europaweiten Ausschreibung hätten die Gewerke überwiegend an heimische Firmen vergeben werden können.

Bis zur endgültigen Fertigstellung werde es noch weitere öffentliche Führungen für interessierte Bürger geben, kündigte Döding an, der nächste Termin ist am 25. Mai. Im Kreis der Handwerker und Mitarbeiter wird aber nun erst einmal am Freitag, 29. März, das Richtfest gefeiert.

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