Ausstellung „Der Ofen ist aus“
Kokerei bleibt in Bildern lebendig

Ahlen -

Vor 30 Jahren endete die Geschichte der Kokerei Westfalen. Der „Jupp-Foto-Club“ lässt sie nun in Impressionen wieder lebendig werden – und schuf zugleich die optische Imitation eines Kokereiofens.

Montag, 01.04.2019, 14:32 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 16:40 Uhr
vWolfgang Brand, Marc Senne, Bernd Tümmler Josef „Jupp“ Hesse, Bernhard Stratmann, Ulrike und Bernd Weiner sowie Klaus Müller (v.l.) eröffneten gemeinsam die Kokerei-Ausstellung.
vWolfgang Brand, Marc Senne, Bernd Tümmler Josef „Jupp“ Hesse, Bernhard Stratmann, Ulrike und Bernd Weiner sowie Klaus Müller (v.l.) eröffneten gemeinsam die Kokerei-Ausstellung. Foto: Peter Schniederjürgen

Sonntag vor 30 Jahren war „der Ofen aus“. Die Kokerei der Zeche Westfalen wurde damit Geschichte. Geblieben sind viele Geschichten – und Bilder. Daraus hat der „Jupp-Foto-Club“ nun die Ausstellung „Der Ofen ist aus – 30 Jahre Stilllegung der Kokerei Westfalen“ im Gebäude der Bundesknappschaft am Glückaufplatz eingerichtet.

Auf 150 Quadratmetern erzählen 99 großformatige Bilder die Geschichte der Anlage, von den Anfängen 1910/12 bis zur Schließung am 31. März 1989 um 7.25 Uhr.

Sehr stimmungsvoll eröffnete Clubchef Marc Senne die Bilderschau im Glückaufheim. Ebenfalls anwesend war Josef „Jupp“ Hesse. Er stellte seine über 10 000 Bilder umfassende Sammlung dem Club zur Verfügung und legte damit den Grundstein zu den Bilderausstellungen und für den gesamten Verein, der sich seitdem darum kümmert, die historischen Fotos nicht nur zu digitalisieren, sondern sie nach besten Möglichkeiten zu erforschen, um herauszufinden, wen und was sie exakt zeigen.

Ein Ausschnitt der Fotoausstellung.

Ein Ausschnitt der Fotoausstellung. Foto: Peter Schniederjürgen

„Und nun haben die Clubmitglieder den Ausstellungsraum in einen Kokereiofen verwandelt“, erklärte Senne. Denn tatsächlich erweckt der „Raum im Raum“ mit Ofentüren, dunklen Wänden und geschickten Lichtführungen den Eindruck eines Kokereiofens. Darin und drum herum sind die Bilder zu betrachten. Das nutzen zahlreiche Ex-„Westfalener“, um sich über die Erinnerungen auszutauschen. Derer gibt es schließlich unzählige. So konnte auch der unbedarfte Besucher einen lebendigen Eindruck von der für den Pütt so wichtigen Anlage erhalten.

Für die Mitglieder dankte Marc Senne den vielen Sponsoren, die überhaupt erst die Ausstellung ermöglichten. „Es ist wunderbar, wie wir hier in vielen Bereichen unterstützt werden“, freute sich der Vorsitzende. Danach trug er einiges aus der Geschichte der Kokerei vor. In ihr produzierten zuletzt 242 Mitarbeiter neben dem Koks noch eine umfangreiche Palette an anderen chemischen Produkte (siehe Infokasten). Die waren zwar alles andere als umweltverträglich, aber für die Wirtschaft und Industrie ein unverzichtbarer Rohstoff.

Die Einführung in die neue, inzwischen dritte Ausstellung endete natürlich stilecht mit dem Steigerlied.

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Zu sehen ist die Schau jeden Dienstag im Knappschaftsgebäude am Glückaufplatz zwischen 16 und 18 Uhr – bis auf Weiteres.

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Nun haben die Clubmitglieder den Ausstellungsraum in einen Kokereiofen verwandelt.

Marc Senne

 

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