Schlagabtausch zum Rathaus
Pähler-Paul: Zeit vertrödelt – jetzt Zeitdruck

Ahlen -

Zuerst Zeit vertrödelt, jetzt ginge es unter Zeitdruck weiter. Schärfste Kritikerin zum weiteren Zeitplan in der Beantwortung der Ahlener Rathausfrage war in der Sitzung des Hauptausschusses die Grüne Petra Pähler-Paul. Sie fühle sich regerecht vera...t

Dienstag, 02.04.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 11:58 Uhr
Das Ahlener Rathaus mit Stadthalle. Im Hauptausschuss sorgte der weitere Zeitplan für Zündstoff.
Das Ahlener Rathaus mit Stadthalle. Im Hauptausschuss sorgte der weitere Zeitplan für Zündstoff. Foto: Ulrich Gösmann

Zu einem harten Schlagabtausch ist es am Montagnachmittag in der Sitzung des Hauptausschusses gekommen. Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Stadtbaurat Andreas Mentz stellten den Zeitplan für die weitere Beratung der Rathaus- und Stadthallenfrage vor, der drei „Bürgerdialoge“ unter dem Oberthema „Kultur“ vorsieht. Zeitgleich arbeite die Fachverwaltung „unter Hochdruck“ an der Erarbeitung der Unterlagen, um noch vor den Sommerferien eine Entscheidung über eine Sanierung von Rathaus und Stadthalle oder einen Neubau treffen zu können, so Mentz.

Der Feststellung, darüber habe in der Rathauskommission vor einer Woche Einvernehmen bestanden, widersprach Rolf Leismann. Die BMA habe anfangs der Sitzung ihre Bedenken geäußert. Heftiger Widerspruch kam auch von Petra Pähler-Paul Bündnis 90 / Die Grünen). Sie kritisierte, dass sie auf viele Fragen in den zurückliegenden Wochen keine oder nur unzureichende Antworten erhalten habe und ihr Einblick in Gutachten erst gewährt worden sei, nachdem sie mit rechtlichen Schritten gedroht hatte. Die Zeit bis zur Ministerinnen-Entscheidung habe man verstreichen lassen, ohne inhaltlich zu diskutieren mit dem Ergebnis: „Jetzt haben wir einen straffen Zeitplan.“

Ich fühle mich ehrlich gesagt vera . . .t

Petra Pähler-Paul

Konkret vermisse sie, so Pähler-Paul, Zahlen für eine Sanierung oder einen Neubau der Stadthalle, Fakten über Auslastung, die Wirtschaftlichkeit von Veranstaltungsformaten und die Herkunftsorte der Besucher. Zu der Forderung nach einer Marktanalyse sei ihr verwaltungseitig beschieden worden, dass die erst nach der Grundsatzentscheidung angegangen werde. „Ich fühle mich ehrlich gesagt vera . . .t“, sagte Pähler-Paul.

Unverständnis an Generalkritik

Unverständnis für diese Generalkritik äußerten Peter Lehmann, Ralf Marciniak (beide CDU), Gabi Duhme, Karl-Heinz-Meiwes (beide SPD) und Eric Fellmann (FDP). Die Bürgerbeteiligung könne doch nur auch in ihrem Sinn sein. Zudem wiesen Marciniak und Meiwes die Unterstellung, keine weitergehenden Fragen zu haben, zurück. „Wir laden den Bürgermeister und Stadtbaurat in die Fraktion ein“, erklärte Duhme. Fellmann begrüßte die Beteiligung der Bürger am Planungsprozess.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6513713?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Nachrichten-Ticker