Pähler-Paul (Grüne) fordert:
„Den Bürgerdialog aussetzen“

Ahlen -

Als Konsequenz aus der ersten Veranstaltung zur Kultur und zur Stadthalle fordert Grünen-Fraktionschefin Petra Pähler-Paul, den Bürgerdialog auszusetzen. Das weitere Vorgehen sollte zunächst im zuständigen Fachausschuss beraten werden.

Dienstag, 09.04.2019, 08:00 Uhr
Im Bürgerdialog: Schüler Leon, Nadine Köttendorf (VHS), Ewa Salamon (Stadtbücherei) und Moderator Reinhart Richter
Im Bürgerdialog: Schüler Leon, Nadine Köttendorf (VHS), Ewa Salamon (Stadtbücherei) und Moderator Reinhart Richter Foto: Dierk Hartleb

Eine Aussetzung der Bürgerdialoge zum Thema Kultur und Stadthalle verlangt Petra Pähler-Paul. In einem Schreiben an Bürgermeister Dr. Alexander Berger bemängelt die Vorsitzende der Ratsfraktion der Grünen, dass nicht klar geworden sei, um was es sich „bei dieser Veranstaltung eigentlich handelt“. Bei einer Kulturplanung hätte ihrer Meinung nach der zuständige Fachausschuss beteiligt werden müssen. Ihr Resümee: „Die Veranstaltung am Samstag war in vielerlei Hinsicht unbefriedigend und das öffentliche Echo ist verheerend.“ Sie fordert Berger auf, den Bürgerdialog – der nächste ist für den 8. Mai geplant – auszusetzen und den Schul- und Kulturausschuss damit zu beschäftigen, der wieder am 16. Mai tagt.

Pähler-Paul betont, nicht gegen eine Beteiligung der Bürger zu sein, wohl aber gegen die gewählte Form. Für zwingend notwendig hält sie es, an künftigen Veranstaltungen im Rahmen des Bürgerdialogs Kulturin­stitutionen und Kulturschaffende zu beteiligen. Der bislang mit der Durchführung beauftragte Kulturplaner Reinhart Richter sollte zurückgezogen werden. Stattdessen sollten sich in der Sitzung des Schul- und Kulturauschusses geeignetere Planungsbüros vorstellen, um abschließend beauftragt zu werden.

Scharfe Kritik übt auch der ehemalige Musikschulleiter Dr. Wolfgang König . „Der gesamte Bereich der klassischen Kultur scheint in Ahlen zu fehlen. Es geht um Kultur, und bei den Arbeitsgruppen taucht der Begriff Kultur gar nicht mehr auf. Kein Musikverantwortlicher oder aktiver Musiker waren eingeladen oder gar auf dem Podium.“ Wenn es um die Themen Rathaus und Stadthalle gehen solle, sei das doch „komisch“. Immerhin habe die Stadthalle, „was die Kultur betrifft, ein Alleinstellungsmerkmal im Kreis Warendorf, und ließe sich mit Sicherheit viel besser vermarkten.“ König weiter: „Keine Kommune hat solch eine semiprofessionelle Büh­ne mit einem Saal in dieser Größenordnung. Für die Zukunft wäre die Frage, wie kann ich das für Ahlen auswerten? Was muss ich anbieten, um Menschen nach Ahlen zu ziehen, so dass auch die Gastronomie und die Geschäfte in Ahlen davon profitieren, solch eine Halle vorzuhalten? Es ist für mich kein Konzept erkennbar.“

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