Kunstverein Ahlen
Ruppe Koselleck kündigt Rückzug an

Ahlen -

Der Kunstverein Ahlen wird sich in absehbarer Zeit auf die Suche nach einem neuen künstlerischen Leiter machen müssen.

Donnerstag, 11.04.2019, 22:00 Uhr
Die Vorsitzenden Gerd Buller und Sandro de Marco blickten mit dem künstlerischen Leiter Ruppe Koselleck (v.l.) auf ein ereignisreiches Jubiläumsjahr des Kunstvereins zurück.
Die Vorsitzenden Gerd Buller und Sandro de Marco blickten mit dem künstlerischen Leiter Ruppe Koselleck (v.l.) auf ein ereignisreiches Jubiläumsjahr des Kunstvereins zurück. Foto: Dierk Hartleb

Auf der Mitgliederversammlung am Mittwochabend im Forum des Restaurants „Chagall“ hat Ruppe Koselleck bekräftigt, sich zum kommenden Jahr zurückziehen zu wollen. „Ich kann das auf Dauer nicht leisten“, begründete der 51-jährige Münsteraner seinen Entschluss. Er sei als Künstler selbstständig und es sei auf lange Sicht für beide Seiten nicht vorteilhaft, wenn ein Künstler die künstlerische Leitung des Kunstvereins wahrnehme.

Ansonsten konnte Gerd Buller , der den Kunstverein seit 2017 als gleichberechtigter Vorsitzender mit Sandro de Marco führt, auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken. Mit der Vergabe des mit dem symbolträchtigen Betrag von 1968 Euro dotierten Kunstpreises für das goldbedampfte Schamhaar des Ex-Kommunarden Rainer Langhans von Evelyn Möcking und Daniel Nehring in der Ausstellung „68 wird 50 – ein Mythos in der Midlife Crisis“ habe der Verein im 30. Jahr seines Bestehens bundesweit Schlagzeilen gemacht.

Ich kann das auf Dauer nicht leisten.

Ruppe Koselleck

Chronologisch hatte das Jahr mit dem Förderpreis für Junge Bildende Kunst 2017/18 begonnen. In seiner Power-Point-Präsentation er­innerte Buller an die Beteiligung des Kunstvereins an dem vom Kultursekretariat Gütersloh aufgelegten Programm „Stadtbesetzung“ mit dem Auftakt am Internationalen Museumstag. Zwei weitere Aktionen hatte Koselleck selbst durchgeführt.

Nach der Sommerpause hatte das Düsseldorfer Künstler-Duo Möcking und Nehring mit der Ausstellung „Excuse me for my Exudate“ in der Stadt-Galerie seinen zweiten Auftritt. Eine Premiere stellte die Einladung an drei Kunstvereine aus der Region dar, bei dem sich deren Vertreter über das Thema Jahresgaben und ihre Verwendung als Anlage oder Ablage austauschten.

Mit der vielbeachteten Ausstellung „Malerei 18“ mit vier jungen Studierenden der Kunstakademie Münster, kuratiert von den Professoren Erich Franz und Ferdinand Ullrich, endete ein ereignisreiches Jubiläumsjahr. Das aktuelle hat mit der neunten Auflage des Jugendförderpreises und ei­nem neuen Besucherrekord sowie einer Parallelausstellung in der Hauptstelle der Sparkasse Münsterland Ost mit Arbeiten der fünf Preisträger, die sich zum Kunststudium entschlossen haben, ebenfalls vielversprechend begonnen.

Dennoch plagen den Verein einige Sorgen, wie Gerd Buller einräumte. So sei es nicht gelungen, weitere Mitglieder für die Vorstandsarbeit zu gewinnen. Den durch natürliches Ausscheiden bedingten Rückgang der Mitgliederzahl nahm Hans Suntrup zum Anlass, auf eine verstärkte Mitgliederwerbung zu drängen und durch Veranstaltungen wie Ausstellungs- oder Sammlungsbesuche die Attraktivität des Vereins zu erhöhen. Ein Verein, der seine Organe nicht mehr besetzen könne, sei langfristig in seiner Existenz gefährdet, warnte Hermann Mense. Er machte sich vergeblich stark für eine Beitragserhöhung, um die Ausfälle bei den Einnahmen zu kompensieren. Derzeit hat der Kunstverein noch 360 Mitglieder und steht finanziell noch auf sehr soliden Füßen steht, wie Sandro de Marco in seinem Kassenbericht aufzeigte. Die Kassenprüfer bescheinigten ihm eine einwandfreie Buchführung. (Weiterer Bericht folgt.)

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