Verbundprojekt „Betah II“
„Wir haben eine Brückenfunktion“

Ahlen -

Die Verbesserung der Lebenssituation von neuzugezogenen EU-Bürgern hat das Verbundprojekt „Betah II“ im Blick. „Betah“ steht für Beratung für Teilhabe in Ahlen und Hamm.

Freitag, 12.04.2019, 18:15 Uhr aktualisiert: 12.04.2019, 18:30 Uhr
Können das BeTAH-Projekt mit neuem Schwerpunkt fortführen: Heinrich Sinder, Berater Moritz Seipp und Eva Grams von der Caritas, Beraterin Dina Kühne und Heiko Sachtleber von der Arbeiterwohlfahrt und Barbara Noack von der Stadt Ahlen (v. l.).
Können das „Betah“-Projekt mit neuem Schwerpunkt fortführen: Heinrich Sinder, Berater Moritz Seipp und Eva Grams von der Caritas, Beraterin Dina Kühne und Heiko Sachtleber von der Arbeiterwohlfahrt und Daniela Noack von der Stadt Ahlen (v. l.). Foto: Ralf Steinhorst

Das Projekt läuft unter der Federführung des Caritasverbandes Ahlen, die Städte Ahlen und Hamm, der Arbeiterwohlfahrt im Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems (Awo), der Katholische Sozialdienst (KSD) Hamm und der Kreisverband Hamm des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind daran beteiligt.

Das Projekt „Betah I“ mit den gleichen Beteiligten lief schon von 2016 bis 2018 und wurde wie beim Nachfolgeprojekt von der Europäischen Union , dem Bund und einem Eigenanteil der Kooperationspartner finanziert. „Das Projekt ist ein voller Erfolg“, resümierte die Caritas-Projektkoordinatorin Eva Grams am Freitag beim Pressegespräch. Sollten im Förderantrag zu „Betah I“ 1320 Personen erreicht werden, waren es am Ende 2112. Schwerpunkt war da noch, zugezogenen Menschen – gerade aus dem südosteuropäischen Raum und Polen – Beratungen, Informationen und Vermittlungen in Angeboten des Regelsystems in lokale und regionale Netzwerke zu geben. „Wir haben eine Brückenfunktion“, verdeutlichte deshalb Eva Grams.

Nachdem das erste Projekt ausgelaufen war, erhielt der Verbund mit „Betah II“ vom 1. Januar an eine Nachfolgeförderung von Europäischer Union und Bund bis zum Jahr 2020. „Dass wir mit Ahlen und Hamm einen großen Sozialbereich abdecken, hat bei der Bewilligung sicher geholfen“, war sich Caritas-Geschäftsführer Heinrich Sinder sicher. Grundlage aber sei die europäische Dimension gewesen, die das Projekt hat, dass in seiner Neuauflage auch der Schwerpunkt etwas verlagert wurde. Waren in den ersten drei Jahren alle EU-Bürger im Fokus, sind es jetzt EU-Bürger in Familienverbänden mit Vorschulkindern. „Die frühkindliche Bildung ist das Thema unserer Gesellschaft“, erklärte Heiko Sachtleber vom Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems der Arbeiterwohlfahrt. Das komme auch bei den Kommunen positiv an, wie Daniela Noack von der Stadt Ahlen schilderte. Die unterstützt das Projekt unter anderem dadurch, dass sie darauf bei Neuanmeldungen neuer EU-Bürger hinweist und auch über Fragebögen versucht Bedarfe zu ermitteln, die das Netzwerk mit einbeziehen kann. Weil es gerade auch darum geht, die Situation in den Kindergärten auf den Nachwuchs dieser Familien ergänzend anzupassen, wird für Erzieher beispielsweise ein interkulturelles Training angeboten. „Wir wollen mit diesem Projekt Integration fördern“, hoffte Heinrich Sinder, dass es auch im Nachfolgeprojekt gut gelingt.

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