Auszeichnung in Ahlen
Martin Schulz jetzt Ehrenhauer

Ahlen -

Martin Schulz ist jetzt Ehrenhauer. Ehemalige Kumpel der Ahlener Zeche „Westfalen“ überraschten den prominenten Gast bei seinem Wahlkampfstopp mit einer schlagenden Auszeichnung...

Sonntag, 14.04.2019, 16:08 Uhr
Jetzt ist er Ehrenhauer. Martin Schulz verließ den „Jupp-Foto-Club“ mit Urkunde.
Jetzt ist er Ehrenhauer. Martin Schulz verließ den „Jupp-Foto-Club“ mit Urkunde. Foto: Reinhard Baldauf

Als Europäer mit Leib und Seele zeigte sich Martin Schulz bei seinem Wahlkampfabstecher am Samstagnachmittag auf dem Glückauf-Platz. Seine Ansprache fand viel Applaus. Im Anschluss nahm sich der SPD-Politiker viel Zeit für persönliche Gespräche. Dabei standen die Bedeutung von einem geeinten Europa für Frieden und Wohlstand im Vordergrund. Ganz klar zeigte der jetzige Bundestagsabgeordnete auf, dass die Bundesrepublik Europa viel zu verdanken habe.

Nach dem Schlagen zum Ehrenhauer im „Jupp-Foto-Club“ brauchte Martin Schulz auf dem Glückauf-Platz erst einmal eine Stärkung. Die Bratwurst vom „Roten Grill“ mundete dem Gast aus Würselen sichtlich. Danach begrüßten der SPD-Kreisvorsitzende Bernhard Daldrup (MdB) und die heimische Europakandidatin Sarah Weiser „Mr. Europa“. Beide betonten, dass es wichtig sei, die Menschen dazu zu bewegen am 26. Mai zur Europawahl zu gehen. Martin Schulz begrüßte seinen alten Freund Horst Jaunich besonders herzlich.

Martin Schulz im Bürgerdialog

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  • Auf dem Glückaufplatz kam Martin Schulz mit Bürgern ins Gespräch. Vorher war er Gast beim Jupp-Foto-Club. Foto: Reinhard Baldauf
  • Auf dem Glückaufplatz kam Martin Schulz mit Bürgern ins Gespräch. Vorher war er Gast beim Jupp-Foto-Club. Foto: Reinhard Baldauf
  • Auf dem Glückaufplatz kam Martin Schulz mit Bürgern ins Gespräch. Vorher war er Gast beim Jupp-Foto-Club. Foto: Reinhard Baldauf
  • Auf dem Glückaufplatz kam Martin Schulz mit Bürgern ins Gespräch. Vorher war er Gast beim Jupp-Foto-Club. Foto: Reinhard Baldauf
  • Auf dem Glückaufplatz kam Martin Schulz mit Bürgern ins Gespräch. Vorher war er Gast beim Jupp-Foto-Club. Foto: Reinhard Baldauf
  • Auf dem Glückaufplatz kam Martin Schulz mit Bürgern ins Gespräch. Vorher war er Gast beim Jupp-Foto-Club. Foto: Reinhard Baldauf
  • Auf dem Glückaufplatz kam Martin Schulz mit Bürgern ins Gespräch. Vorher war er Gast beim Jupp-Foto-Club. Foto: Reinhard Baldauf
  • Auf dem Glückaufplatz kam Martin Schulz mit Bürgern ins Gespräch. Vorher war er Gast beim Jupp-Foto-Club. Foto: Reinhard Baldauf
  • Auf dem Glückaufplatz kam Martin Schulz mit Bürgern ins Gespräch. Vorher war er Gast beim Jupp-Foto-Club. Foto: Reinhard Baldauf
  • Auf dem Glückaufplatz kam Martin Schulz mit Bürgern ins Gespräch. Vorher war er Gast beim Jupp-Foto-Club. Foto: Reinhard Baldauf
  • Auf dem Glückaufplatz kam Martin Schulz mit Bürgern ins Gespräch. Vorher war er Gast beim Jupp-Foto-Club. Foto: Reinhard Baldauf
  • Auf dem Glückaufplatz kam Martin Schulz mit Bürgern ins Gespräch. Vorher war er Gast beim Jupp-Foto-Club. Foto: Reinhard Baldauf
  • Auf dem Glückaufplatz kam Martin Schulz mit Bürgern ins Gespräch. Vorher war er Gast beim Jupp-Foto-Club. Foto: Reinhard Baldauf

Bei seiner Rede schaute Schulz zunächst auf die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert. Zu der Aufnahme der jungen Bundesrepublik in die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl meinte der Gast: „Ich finde, dass dies ein historisches Geschenk für unsere Nation war.“ Die Demokratie habe sich hier nur durch den Frieden entwickeln können. Die Bundesrepublik sei „heute ein weltoffenes, tolerantes Land“.

Auch die Hilfen zur sogenannten deutschen Einigung waren ein Thema. Damals hätten Willy Brandt und Helmut Kohl versichert: „Es wird keinen deutschen Sonderweg geben.“ Schließlich seien der Austritt aus der EU und dem Euro heute „gegen unsere Verfassung“.

Die EU ist eine Stärkung unserer Nation.

Martin Schulz

Für ihn, Martin Schulz, habe Europa stets bedeutet, dass er „mehr“ habe. So war klar: „Nichts ist im 21. Jahrhundert mehr durch nationale Staaten zu lösen.“ Natürlich – auch der „Brexit“ war ein Thema. Für Großbritannien gelte: „Den jungen Menschen wird da die Zukunft genommen.“ Für Schulz gar keine Frage: „Die EU ist eine Stärkung unserer Nation.“

China produziere zwar preiswerter Stahl, doch zu welchem Preis für die Menschen dort. Schutz für die Bundesrepublik sei „nur durch ein starkes Europa“ möglich. Es müsse „unsere Wirtschaft“ so organisiert werden, dass sie „ein Schutzschild für unsere Demokratie“ ist.

Martin Schulz erinnerte an die erste Regierungserklärung von Willy Brandt. Hier habe dieser gesagt: „Wir wollen ein Volk von guten Nachbarn sein.“ In den vielen Diskussionen führte er aus, dass dies gegenseitige Hilfe bedeute. Auch im militärischen Bereich. Da für die USA die Nato kaum noch Bedeutung habe, müsse Europa sich selbst verteidigen können. Den Vorwurf junger Leute, dass dies Aufrüstung bedeute, entkräftigte Martin Schulz mit dem Hinweis auf den Frieden.

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