FDP reagiert auf Kritik
Schutzstreifen noch mal überdenken

Ahlen -

Die öffentliche Kritik an den neuen Fahrradschutzstreifen auf der Südspange nimmt die FDP-Fraktion zum Anlass, das Radverkehrskonzept neu zu überdenken. Die Ängste der Radfahrer dürfe man nicht überhören.

Mittwoch, 17.04.2019, 11:30 Uhr
Neue Schutzstreifen auf der Südspange. Die FDP setzt ein Fragezeichen hinter diese Art der Konzeptumsetzung.
Neue Schutzstreifen auf der Südspange. Die FDP setzt ein Fragezeichen hinter diese Art der Konzeptumsetzung. Foto: Ulrich Gösmann

Die Umsetzung des Fahrradkonzepts, das von der Mehrheit der im Rat vertretenen Fraktionen befürwortet wird, stößt bei der Ahlener FDP-Fraktion auf wenig Zustimmung. Im Fokus der Kritik steht die in der vergangenen Woche begonnene Fahrbahnmarkierung für den Fahrradverkehr. „Wir stehen weiterhin hinter dem Konzept, Ahlen zu einer deutlich fahrradfreundlicheren Stadt zu machen. Wenn man allerdings merkt, dass etwas in die falsche Richtung läuft, muss man innehalten und den angestrebten Plan überdenken“, sagt Vorsitzender Eric Fellmann .

Dabei seien seiner Fraktion vor allem die Bedenken der Fahrrad- und Autofahrer ein Anliegen. Viele Bürger hätten den Liberalen ihre Sorgen mitgeteilt, dass sie sich auf der engen Straße nicht sicher fühlen. Die Angst, in einen Unfall verwickelt zu werden, sei sehr groß.

Es kann doch aber nicht auf Kosten der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gehen.

Thorsten Beiske

Die kürzlich veröffentlichte Studie über die fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands habe ergeben, dass sich Dreiviertel der Fahrradfahrer einen separaten Fahrradweg wünschen, konstatiert Thorsten Beiske , verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion: „Diese Zahl kann und darf uns nicht kalt lassen.“ Die FDP wolle den Individualverkehr mit dem Fahrrad stärken und somit einen Beitrag für den Klimaschutz leisten. Aber: „Es kann doch aber nicht auf Kosten der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gehen“, so Thorsten Beiske weiter. Am Vorhelmer Weg sei die Stadt Ahlen bereits aktiv geworden und habe die geplante Verlagerung des Radverkehrs auf die Straße zurückgenommen.

Der FDP-Fraktion sei es wichtig, dass die Umsetzung des Fahrradkonzepts auf die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger stößt. Dabei sieht sie die Verwaltung nun in der Verantwortung, Alternativen aufzuzeigen. Thorsten Beiske: „Ganz konkret wollen wir, dass die geplanten Baumaßnahmen für den Kreisverkehr am Bauamt und die Neuplanung der zusätzlich geplanten Schutzstreifen überdacht werden. Die Verwaltung muss die Sorgen ernst nehmen.“

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