Leonie Weigel
Das „kleine Abenteuer“ Kanada

Ahlen -

Im Ausland studieren? Machen doch viele. Leonie will ein bisschen mehr Abenteuer erleben. Deswegen tritt die junge Ahlenerin im Juni die Reise nach Kanada an.

Donnerstag, 18.04.2019, 12:21 Uhr
Vancouver ist im Juni das erste Ziel von Leonie Weigel. Dort entscheidet sich, wie es weitergeht.
Vancouver ist im Juni das erste Ziel von Leonie Weigel. Dort entscheidet sich, wie es weitergeht. Foto: Sabine Tegeler

Im Ausland studieren, das ist für viele junge Ahlener attraktiv. Oft nutzen sie Verbindungen und Angebote der eigenen Uni, um ein Auslandssemester einzulegen.

Leonie Weigel hat aber einen anderen Weg gewählt, um ihren Horizont zu erweitern. Die junge Ahlenerin geht zum Arbeiten ins Ausland. Nach Kanada nämlich. „Vom 12. Juni bis zum 24. August. Und dann schließe ich noch zwei Wochen Westküste in den USA an“, verkündet sie fröhlich beim Gespräch in der AZ-Redaktion.

Leonie ist Studentin, hat am St.-Michael-Gymnasium ihr Abi gemacht. Im Rahmen ihres Lehramtsstudiums Englisch muss sie sich gewisse Zeit in englischsprachigen Ländern aufhalten. „Da dachte ich, ich geh nach Kanada“, erzählt sie, dass sie nach einem Aufenthalt in New York und Washington DC auch gerne mal den anderen Part des nordamerikanischen Kontinents kennenlernen möchte. „Die USA haben mir gut gefallen. Jetzt will ich einfach mal den Vergleich haben.“

Leonie hat sich dazu gemeinsam mit ihrem Freund Lars Westhues das Programm Anbieters in Münster ausgesucht: „Wir fliegen nach Vancouver und bekommen erst dort eine Jobdatenbank.“ Aus der könne sie sich dann Arbeit aussuchen und ihr Freund natürlich auch. „Am meisten Lust hätte ich auf Nanny“, lächelt Leonie, die als Lehramtsstudentin garantiert keine Angst vor Kindern hat. Aber ob das klappt, das weiß sie vorher eben nicht.

Aufs Geld kommt es uns nicht an. Wir wollen Jobs machen, die uns Spaß machen.

Leonie Weigel

Und auch nicht, ob sie einen Lebenslauf einreichen, ein Bewerbungsgespräch führen muss oder tatsächlich einfach irgendwo anfangen kann. „Das ist ungewiss, das ist ein kleines Abenteuer für mich.“

Das einzige, was sie mit Sicherheit weiß: „Die ersten zwei Tage sind wir in Vancouver.“ Und dass sie und Lars auf jeden Fall an der kanadischen Westküste bleiben wollen. Kann es denn sein, dass die beiden nur Jobs in unterschiedlichen Städten bekommen? „Nein, man hat uns gesagt, dass wir sicher zusammenbleiben können.“ Das Angebot an Stellen sei entsprechend groß, weiß Leonie schon von anderen Deutschen. Es reiche vom Kellnern bis zur Arbeit auf der Baustelle, von Hotel bis Farm. Übrigens auch eine Alternative, für Leonie und ihren Freund. Vorausgesetzt, der Bauernhof liegt nicht in der absoluten Pampa: „Ich bin nämlich eigentlich ein Stadtmensch.“

Und deswegen möchte Leonie die Kultur Kanadas auch in erster Linie durch die Begegnungen mit den Menschen kennenlernen. Derer wird es viele geben, denn in den zehn Wochen kommen höchstwahrscheinlich mehrere Stationen auf die junge Ahlenerin zu: „Das hängt eben davon ab, für wie lange in den Jobs jemand gesucht wird. Das können mal vier, vielleicht auch nur mal zwei Wochen sein.“

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist der Verdienst: „Ich habe keine Ahnung, was dort für Löhne gezahlt werden“, lacht Leonie, die diesen Aspekt aber auch gar nicht im Vordergrund ihrer Arbeitsreise sehen will: „Aufs Geld kommt es uns nicht an. Wir wollen Jobs machen, die uns Spaß machen.“

Für ihre Eltern, sagt Leonie, sei es schon nicht leicht, die Tochter so lange so weit weg zu lassen. „Ich wohne ja auch noch zu Hause.“ Aber ihr älterer Bruder hätte schon angekündigt, gemeinsam mit seiner Freundin seinen Urlaub in Kanada verbringen und die kleine Schwester dort besuchen zu wollen.

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