„Besonders Anders Sein“
Fürs Publikum eine Achterbahn

Ahlen -

Die Ahlener Theaterpädagogin Andrea Kühn-Parciany hat mit behinderten und nicht-behinderten Menschen ein neues Stück entwickelt. Am 4. Mai hat es Premiere.

Donnerstag, 18.04.2019, 21:00 Uhr
Andrea Kühn-Parciany hat das Stück entwickelt.
Andrea Kühn-Parciany hat das Stück entwickelt. Foto: Sabine Tegeler

Andrea Kühn-Parciany ist berufstätig, Mutter von drei Kindern und seit drei Jahren „nebenher“ auch noch als Theaterpädagogin mit dem „Besonderen Kurs“ am Stadttheater Beckum aktiv. Wie kriegt sie das alles hin? Mit Leidenschaft für die Sache offensichtlich. Denn wenn die Ahlenerin vom neuen Theaterstück ihres Ensembles spricht, sprudelt es nur so aus ihr heraus. Mitschreiben wird zur Herausforderung, wenn sie mit einem breiten Lächeln berichtet, wie die Schauspielerinnen und Schauspieler manchmal spontan agieren. Und dabei viel bessere Einfälle hätten, als sie das Textbuch vorgibt. Oder wie sie als Gruppe zusammengewachsen sind und sich nicht aufteilen lassen wollten – obwohl die Bühne ganz schön voll ist, wenn alle da sind. „Die Gruppe wächst und wächst und wächst. . .“, freut sich die Regisseurin. Auch darüber, dass erneut Ahlener mit von der Partie sind: Maria und Uli Bomba , Mandy Jehne, Godo Bronstering, Katrin Meier und Simone und Neda-Lienne Kusar nämlich. Neda-Lienne ist mit elf Jahren die jüngste in der Gruppe, Uli Bomba mit 71 der älteste.

32 junge Frauen und Männer mit und ohne Handicap spielen zusammen das szenische Stück „Besonders Anders Sein“, das Andrea Kühn-Parciany zusammen mit dem Ensemble entwickelt hat. „Eigentlich wollte ich ,Alice im Wunderland‘ machen“, schmunzelt Andrea Kühn-Parciany, „aber das war schon das Weihnachtsstück hier am Stadttheater.“ Die Idee war damit erledigt, machte dafür aber Platz für eine andere: „Lasst uns wieder was Eigenes machen.“ Wie 2017, als sie mit der damals „nur“ 24-köpfigen Gruppe das selbst geschriebene Stück „Die Verlockung“ erfolgreich auf die Bühne gebracht hat.

Zwei Drittel der Schauspielerinnen und Schauspieler sind auch diesmal wieder dabei und verarbeiten das Thema Anders sein in szenischer und tänzerischer Darstellung. Dabei gehe es, so Andrea Kühn-Parciany, nicht nur um Behinderungen, sondern um alle möglichen menschlichen Vielfältigkeiten, denen Vorurteile entgegenschlagen: Homosexualität, Fremdsein. Oder auch frühe Schwangerschaften. Keine leichte Kost, wie die Ahlenerin erklärt: „Das ist manchmal auch provokant. Aber wir wollen das Publikum auf eine Achterbahn der Gefühle schicken.“

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„Besonders Anders Sein“ wird am 4. Mai (Premiere), 18. und 19. Mai jeweils um 18 Uhr im Stadttheater Beckum, Lippweg 4, aufgeführt. Karten gibt es unter Telefon 0 25 21 / 2 92 22 oder tickets.filou-beckum.de

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