Osterfeuer in Vorhelm
Winter musste nicht vertrieben werden

Vorhelm -

Sommerliche Temperaturen umrahmten in diesem Jahr das Osterfeuer von St. Pankratius. Mit der Folge, dass es die Menschen am Abend des Ostersonntags verstärkt zum Sportplatz zog, wo das Feuer traditionell stattfindet.

Montag, 22.04.2019, 15:55 Uhr aktualisiert: 22.04.2019, 18:46 Uhr
Leon Schwarte, Vorsitzender des Pfarreirats, übernahm dieses Mal die Aufgabe, die „Sündenkiste“ der Kommunionkinder im hohen Bogen in das Feuer zu werfen. Dank der Trockenheit fing das Holz schnell Feuer und brannte auch zügiger als sonst herunter..
Leon Schwarte, Vorsitzender des Pfarreirats, übernahm dieses Mal die Aufgabe, die „Sündenkiste“ der Kommunionkinder im hohen Bogen in das Feuer zu werfen. Dank der Trockenheit fing das Holz schnell Feuer und brannte auch zügiger als sonst herunter. Foto: Ralf Steinhorst

Eigentlich gehört es zu der weltlichen Symbolik eines Osterfeuers, damit endgültig den Winter zu vertreiben. „Vielleicht vertreiben wir damit dieses Mal den Sommer – vielleicht“, machte sich Pfarrer Michael Kroes augenzwinkend seinen eigenen Reim darauf, dass der Winter sich längst verabschiedet hatte und ohne den Umweg ins Frühjahr direkt in den Sommer überzugehen scheint.

Den christlichen Brauch setzten die 24 Kommunionkinder um, die zusammen mit Pfarrer Michael Kroes traditionell die Osterflamme in einer geschützten Laterne von der St.-Pankratius-Kirche zu Fuß zum Holzstoß brachten, um diesen damit zu entzünden. Das war in diesem Jahr bei dem trockenen Holz kein Kunststück; schnell brannte das Holz lichterloh.

Mit dabei war auch die „Sündenkiste“, in der sich die Beichtzettel der Kommunionkinder befanden. Der Pfarreiratsvorsitzende Leon Schwarte übernahm die Aufgabe, die kleine Holzkiste in hohem Bogen in das Feuer zu werfen, wo sie schnell verbrannte.

Pastor Michael Kroes zündete mit Kindern den großen Holzscheit an.

Pastor Michael Kroes zündete mit Kindern den großen Holzscheit an. Foto: Ralf Steinhorst

Für die Organisation zeichneten wie gewohnt die Messdiener von St. Pankratius verantwortlich, die mit Würstchen, Pommes Frites und Kaltgetränken fürs leibliche Wohl sorgten. Der sonst übliche Punsch entfiel, was bei den warmen Temperaturen niemand vermisste. Der Pavillon zum gemütlichen Sitzen mit wetterfestem Schutz wurde trotzdem aufgebaut und auch angenommen.

Die Erlöse aus den Verkäufen blieben bei den Messdienern. „Das Geld wird zur Renovierung des Messdienerraums im Pfarrheim verwendet“, hatte Messdiener-Sprecher Freddy Schlautmann gleich den Einsatzzweck parat.

Der Löschzug Vorhelm stand im Hintergrund mit einem Einsatzfahrzeug bereit, falls die Trockenheit doch noch ihre Tücken zeigen sollte. Das war aber nicht der Fall, so dass die Blauröcke wie alle Besucher ganz entspannt das Osterfeuer genießen konnten.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6558692?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Münster vor dem Klimanotstand
Künftig  sollen in Münster regelmäßig Berichte über die Auswirkungen der CO²-Emissionen verfasst werden.
Nachrichten-Ticker