Reise nach Bagamoyo
Bande noch enger knüpfen

Ahlen -

Eine zweiwöchige Studienreise nach Bagamoyo (Tansania / Ostafrika) findet in den Herbstferien vom 12. bis 26. Oktober statt. Anmeldeschluss für diese Reise in die Kreisstadt am Indischen Ozean, die mit Ahlen in einer Städtefreundschaft verbunden ist, ist bereits der 1. Mai. Reiseleiter ist Rudolf Blauth, Vorsitzender des Freundeskreises Bagamoyo.

Sonntag, 28.04.2019, 15:30 Uhr aktualisiert: 28.04.2019, 16:00 Uhr
Mutter mit Zwillingen auf der Entbindungsstation am Distriktkrankenhaus in Bagamoyo. Die Frühgeborenenstation wurde mit Spenden aus Ahlen eingerichtet.
Mutter mit Zwillingen auf der Entbindungsstation am Distriktkrankenhaus in Bagamoyo. Die Frühgeborenenstation wurde mit Spenden aus Ahlen eingerichtet. Foto: Carsten Krüger

Mit seinen rund 50 000 Einwohnern liegt Bagamoyo auf gleicher Höhe wie Sansibar. Bagamoyo, vom Vatikan als Wallfahrtsort anerkannt, zählt zu den geschichtsträchtigsten Orten Ostafrikas. In keiner anderen Stadt liegen die alten Zeugnisse des Islams und der christlichen Missionierung, der Fremdherrschaft der Perser und Araber, der Sklaverei, der großen europäischen Entdecker sowie des deutschen und britischen Kolonialismus so dicht beisammen wie hier. Die vorübergehende Hauptstadt der ehemaligen Kolonie Deutsch- Ost­afrika und Endpunkt der historischen Handels- und Sklavenroute – der Name Bagamoyo bedeutet „Leg nieder dein Herz“ – ist schon seit Jahren als Unesco-Weltkulturerbe im Gespräch.

An der südlichen Stadtgrenze ist heute der Bau des größten Containerhafens Afrikas geplant. China hat in Kooperation mit dem Oman für den Bau des Hafens und die Errichtung einer gigantischen Sonderwirtschaftszone mit geplanten 100 000 neuen Arbeitsplätzen etwa zehn Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt. Das Projekt ist Bestandteil der von China angestrebten neuen „Seidenstraße“ und soll der asiatischen Großmacht nicht nur den Zugang zu Tansania, sondern auch zu den Binnenländern Uganda, Ruanda, Burundi, Malawi, Ostkongo und Sambia eröffnen.

Bagamoyo ist in vielerlei Hinsicht mit Ahlen und dem Kreis Warendorf verbunden: Seit inzwischen 20 Jahren werden hier schulische, medizinische, kulturelle, sportliche und kirchliche Einrichtungen und Projekte unterstützt. So findet im Rahmen der Reise gemeinsam mit Helga Rohden ein Besuch in der Mwambao Grundschule statt, der Partnerschule der Ahlener Marienschule. Bernd Schäpers, ehemaliger Konrektor der Realschule, stellt ein Kooperationsprojekt mit der Katholischen Universität Bagamoyo vor. Ein weiteres Treffen ist im Bagamoyo College of Arts geplant, der einzigen Kunsthochschule in Ostafrika. Sie ist der Volkshochschule über einen Kooperationsvertrag eng verbunden und entsendet seit nunmehr 28 Jahren Dozenten wie Nkwabi zur jährlichen VHS-Projektreihe „Wie weit ist Afrika?“.

Im Kreiskrankenhaus von Bagamoyo sollen wiederum die aus Spendenmitteln renovierte Kinderstation offiziell ihrer Bestimmung übergeben und Vereinbarungen über die Renovierung der Frauenstation getroffen werden.

Eine weitere Station des Besuchsprogramms ist die Katholische Mission Bagamoyo, die als erste christliche Mission Ostafrikas von der Katholischen Kirchengemeinde St. Bartholomäus unterstützt wird. An die Jugendmannschaft des örtlichen Sportvereins SC Saadani sollen gespendete Sportartikel übergeben werden. Auch eine Begegnung der Reisegruppe mit der Verwaltungsspitze des Bagamoyo Districts ist vorgesehen.

Insgesamt stellt das Programm eine bunte Mischung dar aus Informations- und Besichtigungsprogrammen, Diskussionen und Möglichkeiten zur Teilnahme an Kurzworkshops und zum Kennenlernen fremder Kulturen. Eine Tagesfahrt in einen der weltberühmten Nationalparks Tansanias und ein Ausflug auf die legendäre Gewürzinsel Sansibar runden das Programm ab.

Weitere Infos und die Reiseausschreibung können per Mail angefordert werden unter bagamoyo@gmx.de.  

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