Gedenken zum 8. Mai
Auf dem Weg der Erinnerung

Ahlen -

Auf den „Weg der Erinnerung“ machen sich am 8. Mai, dem 74. Jahrestag des Kriegsendes, die Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen. Verteilt über die Stadt gibt es ein Netz von Erinnerungsstationen, die von den Jugendlichen angesteuert werden. Darüber informierten am Donnerstagnachmittag Vertreter des Arbeitskreises weiterführender Schulen in der Stadtbücherei. Der Arbeitskreis engagiert sich seit mittlerweile zehn Jahren für die Erinnerungsarbeit und hat in diesem Jahr auch die Bundeswehr und die Partnerschaft „Demokratie Leben, ein Stück vom Glück“ mit im Boot, die die Aktionen fördert.

Freitag, 03.05.2019, 14:12 Uhr aktualisiert: 03.05.2019, 16:56 Uhr
Erinnerung heißt Verantwortung: Das Motto setzt der Arbeitskreis weiterführender Schulen schon seit zehn Jahren um: Markus Beckmann, Rainer Legant, Lisa Kaldruschat, Daniel Gollmann, Thorsten Beste, Lisa Ameln, und Gülcin Yazicioglu.
Erinnerung heißt Verantwortung: Das Motto setzt der Arbeitskreis weiterführender Schulen schon seit zehn Jahren um: Markus Beckmann, Rainer Legant, Lisa Kalendruschat, Daniel Gollmann, Thorsten Beste, Lisa Ameln, und Gülcin Yazicioglu. Foto: Peter Schniederjürgen

„Es beginnt wie in den Vorjahren mit dem gemeinsamen Gedenken am Ostfriedhof um 10 Uhr“, kündigte der Arbeitskreissprecher Rainer Legant an. Von den Gräbern der sowjetischen Kriegsgefangen aus gehen die Schüler dann auf verschiedenen Wegen zu den Stationen.

Im Glückaufheim stehen Zeitzeugen für die Berichte aus der „Kindheit im Krieg“ bereit und erzählen von den Bombennächten über Ahlen. Nicht weit entfernt erwartet der „Garten der Erinnerung“ an der Fritz-Winter-Gesamtschule mit dem Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge auf die Mädchen und Jungen.

Am St.-Michael-Gymnasium berichtet Gerd Buller von der Stadtübergabe durch den Oberfeldarzt Dr. Paul Rosenbaum 1945. Der hatte als Stadtkommandant sein Hauptquartier in ebendieser Schule. Das Berufskolleg St. Michael kümmert sich um den jüdischen Friedhof auf dem Westfriedhof und hier besonders um das Grab der Holocaustüberlebenden Marga Spiegel. Am Städtischen Gymnasium informieren die „Krakaufahrer“ über ihre Erlebnisse und Empfindungen in der Auschwitz-Gedenkstätte. In der Volkshochschule schließlich informiert die Bundeswehr über den Friedenseinsatz in Mali.

Den Abschluss der Erinnerungsaktionen bilden die Kranzniederlegung durch Bürgermeister Dr. Alexander Berger und den stellvertretender Bataillonskommandeur Oberstleutnant Manuel Schwarzer um 12.30 Uhr am Ehrenmal auf dem Markt und die Eröffnung einer Ausstellung, die auf zehn Jahre Erinnerungsarbeit der Schulen in Ahlen zurückblickt, um 12.45 Uhr in der Stadtbücherei. Alle Bürgerinnen und Bürger sind zum Markt und in die Bücherei eingeladen.

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