Elisabeth-Tombrock-Haus
FSJ kommt den Jungen und den Alten zugute

Ahlen -

Der Freiwilligendienst im Elisabeth-Tombrock-Haus ist für junge Menschen ein guter Weg zur Berufsorientierung. Im August und September werden wieder Stellen frei.

Samstag, 04.05.2019, 20:02 Uhr aktualisiert: 04.05.2019, 20:40 Uhr
Zufriedene FSJler (v.l.): Kim-Marie Rische, Seda Alaca, Kerem Günöz, Vanessa Sparla und die Leiterin Hauswirtschaft Käthe Winkelmann. Nicht auf dem Bild: Darius Steinhorst, Hamed Malikzada, Mia Weischenberg-Schulz und Lukas Stebel.
Zufriedene FSJler (v.l.): Kim-Marie Rische, Seda Alaca, Kerem Günöz, Vanessa Sparla und die Leiterin Hauswirtschaft Käthe Winkelmann. Nicht auf dem Bild: Darius Steinhorst, Hamed Malikzada, Mia Weischenberg-Schulz und Lukas Stebel. Foto: Elisabeth-Tombrock-Haus/Richard

Im August dieses Jahres endet das Freiwillige Soziale Jahr für acht junge Leute, die sich entschlossen hatten, neue berufliche Wege zu erforschen und dabei auch viel über soziales Engagement zu erfahren. Im Elisabeth-Tombrock-Haus waren sie in den Bereichen Sozialer Dienst, Hauswirtschaft, pflegerischer Mithilfe sowie Verwaltung/Empfang eingesetzt.

Wenn die Orientierung zum Berufseinstieg oder Studienbeginn nach dem Schulabschluss noch nicht abgeschlossen ist, bietet das FSJ die Möglichkeit, etwas Geld dazuzuverdienen. Zum Taschengeld kommen Leistungen der Sozialversicherung, Verpflegung und Urlaub. Das FSJ ist aber auch ein soziales Bildungsjahr. Der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen in den insgesamt 25 Seminartagen, die selbstverständlich zur Arbeitszeit zählen, trifft auf aktuelle Themen aus Gesellschaft, Kultur, Religion und Politik.

Für Vanessa Sparla war es eine ganz spontane Entscheidung, nach einem vorausgegangenen Praktikum in der Neurochirurgie eines Krankenhauses, ihr Jahr im Seniorenheim zu durchlaufen. Im Alter von 21 Jahren, mit dem Fachabitur in der Tasche, steht ihre Entscheidung jetzt fest: Sie wird Krankenschwester und beginnt ihre Ausbildung im Oktober in Münster.

Es ist schon eine neue Welt, in die man hier von jetzt auf gleich eintritt.

Vanessa Sparla

„Es ist schon eine neue Welt, in die man hier von jetzt auf gleich eintritt. Leben und Tod stehen plötzlich nahe beieinander und am ersten Abend zu Hause war ich schon geplättet und auch etwas traurig“, erzählt sie von ihren Eindrücken in einer offenen und emphatischen Weise. „Wir werden hier von den Bewohnerinnen und Bewohnern als ganz normale Mitarbeiter wahrgenommen und mit deren Wünschen und Fragen konfrontiert. Da nimmt man auch die eigene Verantwortung wahr, wenn an einem Tag am Empfang zwischen Postannahme, Telefonaten und vielem mehr auch darauf geachtet werden muss, wer das Haus verlassen will und dann gleich draußen auf der Kapellenstraße steht. Flexibilität und Engagement sind hier schon gefragt und werden wertgeschätzt“.

Ihr FSJ-Kollege Darius Steinhorst, 22 Jahre und mit Fachabitur in Wirtschaft und Verwaltung, will sich nach dieser Zeit allerdings kaufmännisch orientieren und ist auch ganz offen und ohne spezielle Erwartungen an seine neuen Aufgaben herangegangen. „Mir war es wichtig, in der Zeit nach dem Schulabschluss, in der ich noch auf der Suche nach der beruflichen Zukunft war, etwas Sinnvolles und daher auch im sozialen Umfeld zu machen. Und da ich das auch noch in Ahlen und weiterhin bei Freunden und Familie erleben konnte, ist das so ok.“

Käthe Winkelmann, die die jungen Menschen des Freiwilligen Sozialen Jahres im Elisabeth-Tombrock-Haus seit vielen Jahren betreut, weiß um die unterschiedlichen Interessenlagen und die vielschichtigen Einsatzmöglichkeiten im Haus. „Wir haben bisher immer das Richtige für unsere jungen Mitarbeiter gefunden. Sie helfen uns in erfrischender und offener Weise dabei, das Leben im Elisabeth-Tombrock-Haus zu gestalten. Das ist uns wichtig für die Bewohnerinnen und Bewohner, ebenso wie das Stück weit mehr an Lebenserfahrung, mit der die jungen Menschen uns dann verlassen.“

Sie freue sich wieder auf FSJ-Bewerbungen für August oder September dieses Jahres.

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