BMA präsentiert Fassadenentwürfe
Neubaupläne fürs Rathaus treffen auf Skepsis

Ahlen -

Ahlens Rathaus mit grünen und blauen Lamellen? Diese Variante war Favorit bei einer Präsentation eigener Fassadenentwürfe, mit denen die BMA in die Fußgängerzone ging.

Montag, 06.05.2019, 17:40 Uhr aktualisiert: 06.05.2019, 19:03 Uhr
Rolf Leismann erläuterte interessierten Bürgern die Intention der BMA mit ihren Vorschlägen zur Rathausfassade.
Rolf Leismann erläuterte interessierten Bürgern die Intention der BMA mit ihren Vorschlägen zur Rathausfassade. Foto: Dierk Hartleb

136 Karten zählte Matthias Bußmann , als er am Samstagmittag die gläserne Box leerte. Vor der Marienkirche hatte die Bürgerliche Mitte Ahlen (BMA) über drei Stunden zwölf unterschiedliche Entwürfe für eine alternative Gestaltung der Rathausfassade vorgestellt und die Interessierten über sieben Vorschläge abstimmen lassen.

Am Ende kristallisierte sich die Nummer sieben mit grünen und blauen Lamellen als Favorit: 34 entschieden sich dafür und immerhin noch 20 für die Fassade in Regenbogenfarben.

„Wir wollen zeigen, was möglich ist“, wurden Martina Maury und ihre Mitstreiter von der BMA nicht müde zu betonen. Die Architektin möchte ihre Entwürfe lediglich als Diskussionsbeitrag verstanden wissen. „Eigentlich hätte ich das von der Verwaltung erwartet“, hielt Maury mit ihrer Kritik nicht zurück. Aber die hat sich bekanntlich gegen eine Sanierung des Rathauses ausgesprochen und befürwortet einen Neubau von Rathaus und Stadthalle.

Wir wollen zeigen, was möglich ist.

Martina Maury

Diese Absicht stieß am Samstagvormittag bei zahlreichen Besuchern des BMA-Stands auf Unverständnis. Vor allem die Summen von 92 Millionen, die am Freitag durchs Radio und über die sozialen Medien rasante Verbreitung gefunden hatten, sorgten für massiven Unmut. Dahinter wurde die Sorge deutlich, dass sich die Stadt ein so teures Projekt nicht leisten könnte. Einige Passanten bekannten auch, dass sie ihre Meinung im Laufe der öffentlichen Diskussion geändert hätten. „Ich war erst auch für Abriss“, hieß es, aber nachdem sich mehrere Architekten zu Wort gemeldet und sich für eine Sanierung des Rathauses ausgesprochen hätten, seien sie nachdenklich geworden. Im Übrigen sehe man hier, was man aus einer als hässlich empfundenen Fassade machen könne. Die Abstimmung hat übrigens keinerlei Einfluss auf die Entscheidung über das Rathaus. Auch im Fall einer Sanierung müsste ein Wettbewerb ausgeschrieben werden.

„80 Prozent der Bürger haben auf unsere Aktion positiv reagiert“, fasste Bußmann das Ergebnis zusammen, nur 20 Prozent hätten sich negativ geäußert. Die BMA fühlt sich ermutigt, nicht locker zu lassen.

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