Handyparken läuft fast rund
Dreimal wurde doppelt kassiert

Ahlen -

Eigentlich läuft‘s in Ahlen, wenn der Wagen gebührenpflichtig steht. Nur einmal wurde bei einem Nutzer des neuen Handyparkens doppelt abkassiert. Und das dreimal. Ein wohl technischer Übertragungsfehler.

Mittwoch, 08.05.2019, 15:30 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 17:22 Uhr
Steigende Zahlen beim Handyparken – und eine erste technische Panne.
Steigende Zahlen beim Handyparken – und eine erste technische Panne. Foto: Ulrich Gösmann

Jetzt machen doch alle mit. Allerdings gehen alle anfallenden Grundgebühren, die Anbieter des Handyparkens erheben, auf das Konto der Stadt Ahlen.

Gabriele Hoffmann , Leiterin der Rechts- und Ordnungsabteilung, brachte den Ausschuss für Ordnung, öffentliche Einrichtungen und Anregungen am Dienstagnachmittag auf den aktuellen Stand. Zum Start im Januar wurden 188 Parkvorgänge (152 Euro) über Smartparking abgewickelt, im Februar 301 (320 Euro), im März 404 (411 Euro) und im April 338 (366). Dass der Aufwärtstrend im vierten Monat gestoppt wurde, macht Hoffmann an den Osterferien und den Feiertagen fest. Darunter zwei, die auf gebührenstarke Tage gefallen seien.

15 bis 28 Prozent. Das ist ‘ne Hausnummer.

Heinrich Artmann

Die Abteilungsleiterin gestand, dass sich die Gespräche mit den Anbietern äußerst schwierig gestaltet hätten. Ziel sei es gewesen, sie in der Anlaufphase zur Kostenfreiheit für die Nutzer zu gewinnen. Doch Fehlanzeige. Nur einer habe sich bereiterklärt, in den ersten drei Monaten auf die Gebühren zu verzichten. Das angedachte Verfahren, Gutscheine über die „Ahlen App“ anzubieten, habe sich entgegen früheren Absprachen nicht umsetzen lassen. Im Wege der Verhandlungen sei es gelungen, dass die Stadt ab April bis Jahresende die Servicegebühren der inzwischen sechs Anbieter übernehme. Die werden monatlich von den erwirtschafteten Parkgebühren abgezogen und machen 15 bis 28 Prozent aus.

„15 bis 28 Prozent. Das ist ‘ne Hausnummer“, intervenierte Heinrich Artmann (FWG). „Wenn wir nur noch 75 Prozent der Einnahmen haben, muss man sich fragen, ob das noch sinnvoll ist?“ Hoffmann widersprach: „Wir wollen einen Anstoß geben.“ Die Resonanz sei bisher durchweg positiv. Nachfragen habe es keine gegeben. Wohl aber ein technisches Problem. Dreimal habe ein Buchungsvorgang nicht über das städtische System abgelesen werden können. Es habe immer wieder den gleichen Handynutzer getroffen. Der fand nach seiner Rückkehr ein Knöllchen an seiner Scheibe. Was da nicht funktionierte, so Hoffmann, werde gerade geprüft. Doppelt habe der Betroffene aber nicht zahlen müssen.

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