Zweiter Chefarzt für Kinderklinik
Leistungsspektrum wird erweitert

Ahlen -

Die Kinderklinik des St.-Franziskus-Hospitals hat jetzt eine Doppelspitze: Neben Dr. Carsten Krüger, der einen Ruf als Professor an die Hochschule für Medizin in Bochum erhalten hat, ist seit 1. April Dr. Matthias Endmann als Co-Chefarzt an der Klinik tätig.

Donnerstag, 09.05.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 10.05.2019, 10:58 Uhr
Begrüßten den neuen Co-Chefarzt der Kinderklinik, Dr. Matthias Endmann (4.v.l.): Pflegedirektor Werner Messink, die stellvertretende Bürgermeisterin Rita Pöppinghaus-Voss, Chefarzt Prof. Dr. Carsten Krüger, Franziskus-Vorstandsmitglied Dr. Daisy Hünefeld, Geschäftsführerin Anja Rapos sowie die Chefärzte Dr. Norbert-Wolfgang-Müller und Dr. Frank Klammer (v.l.).
Begrüßten den neuen Co-Chefarzt der Kinderklinik, Dr. Matthias Endmann (4.v.l.): Pflegedirektor Werner Messink, die stellvertretende Bürgermeisterin Rita Pöppinghaus-Voss, Chefarzt Prof. Dr. Carsten Krüger, Franziskus-Vorstandsmitglied Dr. Daisy Hünefeld, Geschäftsführerin Anja Rapos sowie die Chefärzte Dr. Norbert-Wolfgang-Müller und Dr. Frank Klammer (v.l.). Foto: Dierk Hartleb

„Wir sind froh, dass wir Sie noch an Bord behalten“, wandte sich Dr. Daisy Hünefeld, Vorstandsmitglied der Franziskus-Stiftung Münster, an Dr. Carsten Krüger , Chefarzt der Kinderklinik am St.-Franziskus-Hospital. Zum 1. April ist Krüger als Professor für Medizin mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedizin an die Hochschule für Medizin in Bochum berufen worden. Ihm zur Seite steht nun seit 1. April Dr. Matthias Endmann , der am Mittwoch von Hünefeld offiziell in sein Amt eingeführt wurde.

Sie würdigte den Lebenslauf des 49-jährigen gebürtigen Leipzigers, der sich erst nach einer Ausbildung zum Krankenpfleger und Tätigkeit im OP entschloss, sein Abitur nachzuholen und Medizin zu studieren. Die Stiftung sei froh, einen so „großartigen Pediater“, wie ihm seine Ausbilder bescheinigten, nach diversen Stationen in Frankfurt, Hagen, Witten, Arnsberg und zuletzt als Oberarzt am EVK in Lippstadt nach Ahlen bekommen zu haben.

Mit seiner Tätigkeit erweitere die Kinderklinik ihr medizinisches Versorgungsangebot um Bereiche wie spezielle Infektiologie, Antibiotic Stewardship und Ultraschall, die die bestehenden medizinischen Kompetenzen auf den Gebieten Neonatologie (Neugeborenen- und Frühgeborenenmedizin), Kinder- und Jugendlichen-Psychosomatik, Diabetes mellitus und Hormoner­krankungen, Gastroenterologie (Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts), Neu­ro­pädiatrie (neurologische Erkrankungen) sowie Asthma und Allergologie und Kinderkardiologie ideal ergänzten.

Damit weise die Ahlener Kinderklinik ein umfassenderes Portfolio auf als manche größere Einrichtung dieser Art. Die Spezialisierung sei heute dringend geboten, weil die Gesundheitspolitik zu sehr auf die Universitätskliniken setze, kritisierte Hünefeld. Als Chefarzt seien jedoch nicht nur fachliche, sondern auch menschliche Fähigkeiten wie die Mitarbeitermotivation, kollegialer Führungsstil und Teamfähigkeit gefragt.

Durchsetzungsfähigkeit werden Endmann und Krüger benötigen, um den geplanten Umzug der Kinderklinik in den Neubau durchzusetzen, den die stellvertretende Bürgermeisterin Rita Pöppinghaus-Voss in ihrem Grußwort thematisierte. Die CDU-Politikerin bekannte, dass sie ein besonderes Verhältnis zum Krankenhaus habe, weil sie hier 1975 ihre Ausbildung als Krankenschwester begonnen habe. Damals sei die Kinderklinik noch auf drei Stationen im Altbau verteilt gewesen. Pöppinghaus-Voss sagte für die Stadt zu, die Umzugspläne nach besten Kräften un­terstützen zu wollen. Der enge Schulterschluss habe sich erst in jüngster zeit bei dem gemeinsamen Protest gegen die beabsichtigte tageweise Schließung der Notfallpraxis im Krankenhaus bewährt.

Dr. Matthias Endmann bedankte sich für die zahlreichen guten Wünsche und bekräftigte, dass er sich von dem gesamten Mitarbeiterteam bestens aufgenommen fühle. Auch habe er schon festgestellt, dass manches als Chefarzt einfacher durchzusetzen sei als als Oberarzt.

Besonderen Dank richtete er an frühere Kollegen und seinen Lehrer, die in größerer Zahl an der Feier teilnahmen. In der kurzen Zeit seiner Tätigkeit in Ahlen habe er sich bereits von der Richtigkeit des geflügelten Wortes über die enge Verbindung der Ahlener zu ihrem Krankenhaus überzeugen können, das da laute: „Was den Briten ihr Königshaus, ist den Ahlenern ihr Krankenhaus.“

Der Einführung in der Caféteria war eine ökumenische Andacht in der Krankenhauskapelle durch Pater Hermann-Joseph Schwerbrock und Pfarrerin Katrin Naechster vorausgegangen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6600266?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Hochsaison für die Königin der Weihnachtsbäume
Ein Tag mit Laura Stegemann: Hochsaison für die Königin der Weihnachtsbäume
Nachrichten-Ticker