400 Gäste machen mit
Glückstherapie – Singen mit Frau Höpker

Ahlen -

Unfassbar! 400 Leute gehen ins Konzert, um zu singen und jeder von ihnen wird selbst zum Star. Jedenfalls fast alle. Die Frau, die das am Samstagabend in Ahlen fertig bringt, heißt Katrin Höpker.

Sonntag, 12.05.2019, 15:38 Uhr
Wie eine Entertainerin und Motivationstrainerin gibt Katrin Höpker die Freude, die sie selbst beim Spielen und Singen empfindet, an ihr Publikum weiter.
Wie eine Entertainerin und Motivationstrainerin gibt Katrin Höpker die Freude, die sie selbst beim Spielen und Singen empfindet, an ihr Publikum weiter. Foto: Dierk Hartleb

Seitdem die Pfarrerstochter aus Wulfen ihr Mitsing-Konzept zum Erfolgsrezept gemacht hat, fliegen ihr die Herzen ihrer Zuhörer zu. Auch am Sam­stagabend beim Konzert in der Stadthalle, zu dem sie 189 Titel aus ihrem Frühlingsprogramm II mitgebracht hat. Über die Auswahl entscheidet sie spontan nach Bauchgefühl und ruft dem Publikum zu: „Es ist Ihr Abend.“

400 Sängerinnen und Sänger sind gekommen, die meisten erleben die 1,80-Meter-Frau zum ersten Mal, wie eine Schnellumfrage ergibt. Die weiteste Anfahrt: „Düsseldorf“ ruft eine Frauenstimme in den Saal, in dem die meisten stehen. Nur für die Älteren gibt es vorn vor der Bühne eine Flügelbestuhlung. Links von der Bühne sitzt Gudrun Winkler (68) aus Neubeckum mit den Nachbarskindern Diana (9) und Doris Amanda (11). Die drei Neubeckumer waren vom ersten Konzert von Frau Höpker in Ahlen so begeistert, dass Wiederkommen quasi Pflicht war. Am besten gefallen den Mädchen die englischen Popsongs von Brian Adams, John Denver, Cat Stevens oder Boonie Tylers Reibeisenstimme.

Frau Höpker in Ahlen

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  • Die Gäste in der Ahlener Stadthalle sangen mit beim Gastspiel von Frau Höpker. Foto: Dierk Hartleb
  • Die Gäste in der Ahlener Stadthalle sangen mit beim Gastspiel von Frau Höpker. Foto: Dierk Hartleb
  • Die Gäste in der Ahlener Stadthalle sangen mit beim Gastspiel von Frau Höpker. Foto: Dierk Hartleb
  • Die Gäste in der Ahlener Stadthalle sangen mit beim Gastspiel von Frau Höpker. Foto: Dierk Hartleb
  • Die Gäste in der Ahlener Stadthalle sangen mit beim Gastspiel von Frau Höpker. Foto: Dierk Hartleb
  • Die Gäste in der Ahlener Stadthalle sangen mit beim Gastspiel von Frau Höpker. Foto: Dierk Hartleb
  • Die Gäste in der Ahlener Stadthalle sangen mit beim Gastspiel von Frau Höpker. Foto: Dierk Hartleb
  • Die Gäste in der Ahlener Stadthalle sangen mit beim Gastspiel von Frau Höpker. Foto: Dierk Hartleb
  • Die Gäste in der Ahlener Stadthalle sangen mit beim Gastspiel von Frau Höpker. Foto: Dierk Hartleb
  • Die Gäste in der Ahlener Stadthalle sangen mit beim Gastspiel von Frau Höpker. Foto: Dierk Hartleb
  • Die Gäste in der Ahlener Stadthalle sangen mit beim Gastspiel von Frau Höpker. Foto: Dierk Hartleb
  • Die Gäste in der Ahlener Stadthalle sangen mit beim Gastspiel von Frau Höpker. Foto: Dierk Hartleb
  • Die Gäste in der Ahlener Stadthalle sangen mit beim Gastspiel von Frau Höpker. Foto: Dierk Hartleb
  • Die Gäste in der Ahlener Stadthalle sangen mit beim Gastspiel von Frau Höpker. Foto: Dierk Hartleb

Das deutsche Volkslied und der Schlager bleiben deshalb nicht auf der Strecke. Keiner im Saal muckt auf, wenn die in cremefarbenes Weiß gekleidete Künstlerin auf der Bühne zur Verblüffung das Kinderlied vom Kuckuck und dem Esel anspielt, das aus der Feder von Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Autor der Nationalhymne, stammt. Oder das beliebte Wanderlied „Im Frühtau zu Berge“ erklingt. Bei Marianne Rosenbergs Kultschlager „Er gehört zu mit“, Drafi Deutschers „Marmor, Stein und Eisen bricht“, dem von Udo Jürgens eingeschenkten „Griechischen Wein“ und endgültig bei „Howies“ (Carpendal) „Hello again“ brechen bei den weiblichen Zuhörern die Dämme. Wildfremde Menschen haken sich bei ihren Nachbarinnen unter und schunkeln.

Als Frau Höpker das nahende Ende ankündigt, geht ein enttäuschtes „Oh“ durch die Reihen. Aber nach dem „Thank you for the Music“ ist noch lange nicht Schluss. Dem „Hoch auf Uns“ lässt sie „So ein Tag“ folgen und, um dann noch zweimal auf die Bühne zurückzukommen. Mit Beethovens „Ode an die Freude“, verbunden mit der klaren Botschaft, am 26. Mai zur Wahl zu gehen, und auf besonderen Publikumswunsch mit dem Bläck Fööss-Klassiker „Drink doch ene met“, alles mit Textunterstützung auf der großen Leinwand.

Der Weg zum Glück führt bei Frau Höpker über Musik und gemeinsames Singen. Und erst jetzt werden die Smartphones für Selfies wieder eingeschaltet.

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