Kammerjäger vor Ort
Neues Müllproblem im Rattenhaus

Ahlen -

Neuer Müll im Rattenhaus am Lütkeweg: Er befeuert den Befall von Neuem, wie sich bei einem Ortstermin mit Ordnungsamt und Kammerjäger am Wochenende zeigte.

Sonntag, 12.05.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 12.05.2019, 19:12 Uhr
Neue Müllsäcke hinter diesen diesem Tor.
Neue Müllsäcke hinter diesem Tor. Foto: Ulrich Gösmann

Die Köderboxen kamen am Mittwoch – der Kammerjäger am Samstag: Im Rattenhaus am Lütkeweg 28 tut sich was. Mary Kühn-Schrein , Nachbarin und von den Plagegeistern heimgesuchte, war beim Ortstermin dabei – und nahm neuen Ärger mit nach Hause.

„Es lagen schon wieder Müllsäcke im Gang. Alles angefressen“, sagt die 60-Jährige. Ihr Fazit: „So lange der Mittagstisch für die Ratten gedeckt ist, werden sie nicht an die Köder gehen.“

Es lagen schon wieder Müllsäcke im Gang. Alles angefressen.

Mary Kühn-Schrein

Der Kammerjäger hatte über die Facebook-Seite „Ahlener helfen Ahlenern“ den Hilferuf vernommen und sich in der Vorwoche bei Mary Kühn-Schrein gemeldet. Mit dem Angebot, sie unentgeltlich unterstützen zu wollen. Da zu diesem Zeitpunkt bereits ein anderer Schädlingsbekämpfer beauftragt worden war, ging seine Adresse weiter an die Stadt – und von da an den Besitzer des Rattenhauses. Über eine Stunde habe der Experte am Samstag Haus, Hof, Anbau und Umfeld inspiziert. Dabei, so Kühn-Schrein, seien Köder ausgelegt worden.

Mary Kühn-Schrein vor dem Rattenhaus.

Mary Kühn-Schrein vor dem Rattenhaus. Foto: Ulrich Gösmann

Die Rattenplage scheint auch einen angrenzenden Garagentrakt auf einem Nachbargrundstück inklusive eines geparkten Autos befallen zu haben. Andere Anwohner hatten Nager auf dem Spielplatz am Job-Center an der Roonstraße gesehen.

Mary Kühn-Schrein ging jetzt ein weiteres Tier in die Falle. Wie viele es bisher allein bei ihr waren, hat sie nicht gezählt. Es könnten zehn gewesen sein. Der Besitzer des Rattenhauses habe sich beim Ortstermin bei ihr entschuldigt und gesagt, dass es ihm leid tue, sagt die Ruheständlerin. Sie hofft, dass ihre Nachbarn nun das Müllproblem endlich in den Griff bekommen. Inzwischen seien sogar die Tonnen zerfressen. Der beauftragte Kammerjäger habe ihr gesagt, dass es drei bis vier Wochen dauern könnte, bis das Problem gelöst sei. Was allerdings voraussetze, dass nicht immer wieder neuer Müll nachgelegt werde.

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