Abschiedskonzert der „Los Tres Amigos“
Fans in Costa Rica und Ecuador trauern

Ahlen -

Feuchte Augen gab es nur vom Lachen. Beim Abschiedskonzert der „Los Tres Amigos“ im Büz herrschte ausgelassene Partystimmung.

Montag, 13.05.2019, 22:00 Uhr
Ein letztes Mal standen „Los Tres Amigos professionales incontinencia de la Casita de San Antonio“ am Samstagabend gemeinsam auf der Bühne. Foto: Peter Harke
Ein letztes Mal standen „Los Tres Amigos professionales incontinencia de la Casita de San Antonio“ am Samstagabend gemeinsam auf der Bühne. Foto: Peter Harke

„Das halbe Dorf“, hieß es in der Anmoderation zum Beitrag in der „Lokalzeit Münsterland“, habe mitgespielt. Das war vielleicht ein wenig übertrieben, denn ganz so klein ist Tönnishäuschen nun auch wieder nicht. Doch viele der Besucher des Abschiedskonzerts der „Los Tres Amigos“ in der ehemaligen „Fábrica de zapatos“, dem Bürgerzentrum Schuhfabrik, erkannten Freunde, Familienangehörige oder auch sich selbst auf der Leinwand wieder, als zu Beginn, ehe sich der Vorhang öffnete, der vor einigen Jahren vom WDR im Stil eines Spaghetti-Westerns gedrehte Film über die Band gezeigt wurde.

Die Einwohner der „Casita de San Antonio“ waren zahlreich nach Ahlen gekommen, um ih­ren berühmten Söhnen „Adios“ zu sagen, darunter auch jene zwei, „ohne die es uns überhaupt nicht gäbe“, wie Benjamin Jäger („El Chico Cazador“) noch einmal in Erinnerung rief. Denn nach dem Polterabend von Martin und Tina Stapel , bei dem die Ur-„Amigos“ 2006 ihren ersten Auftritt hatten, habe „das Elend seinen Lauf genommen“. Nun, 13 Jahre und rund 60 Konzerte später, soll dieses „Elend“ also ein Ende haben, worüber viele Fans – nicht nur in Tönnishäuschen – wirklich traurig sind.

„Los Tres Amigos“: Das Abschiedskonzert

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  • Im ausverkauften Saal der Schuhfabrik feierte die Kultband aus Tönnishäuschen zum Abschied mit ihren Fans noch einmal eine ausgelassene Party. Foto: Peter Harke
  • Im ausverkauften Saal der Schuhfabrik feierte die Kultband aus Tönnishäuschen zum Abschied mit ihren Fans noch einmal eine ausgelassene Party. Foto: Peter Harke
  • Im ausverkauften Saal der Schuhfabrik feierte die Kultband aus Tönnishäuschen zum Abschied mit ihren Fans noch einmal eine ausgelassene Party. Foto: Peter Harke
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  • Im ausverkauften Saal der Schuhfabrik feierte die Kultband aus Tönnishäuschen zum Abschied mit ihren Fans noch einmal eine ausgelassene Party. Foto: Peter Harke
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  • Im ausverkauften Saal der Schuhfabrik feierte die Kultband aus Tönnishäuschen zum Abschied mit ihren Fans noch einmal eine ausgelassene Party. Foto: Peter Harke
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  • Im ausverkauften Saal der Schuhfabrik feierte die Kultband aus Tönnishäuschen zum Abschied mit ihren Fans noch einmal eine ausgelassene Party. Foto: Peter Harke
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  • Im ausverkauften Saal der Schuhfabrik feierte die Kultband aus Tönnishäuschen zum Abschied mit ihren Fans noch einmal eine ausgelassene Party. Foto: Peter Harke
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  • Im ausverkauften Saal der Schuhfabrik feierte die Kultband aus Tönnishäuschen zum Abschied mit ihren Fans noch einmal eine ausgelassene Party. Foto: Peter Harke
  • Im ausverkauften Saal der Schuhfabrik feierte die Kultband aus Tönnishäuschen zum Abschied mit ihren Fans noch einmal eine ausgelassene Party. Foto: Peter Harke
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  • Im ausverkauften Saal der Schuhfabrik feierte die Kultband aus Tönnishäuschen zum Abschied mit ihren Fans noch einmal eine ausgelassene Party. Foto: Peter Harke
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  • Im ausverkauften Saal der Schuhfabrik feierte die Kultband aus Tönnishäuschen zum Abschied mit ihren Fans noch einmal eine ausgelassene Party. Foto: Peter Harke

Kreischalarm gab es allerdings nicht am Samstagabend und feuchte Augen nur vom Lachen. Die Musiker vermieden jeden Druck auf die Tränendrüsen, wollten dem Publikum und wohl auch sich selbst nicht den Spaß verderben, keinen trockenen Streuselkuchen auftischen, sondern eine gut gewürzte Paella mit den besten Zutaten der spanischen und lateinamerikanischen Musik und einer Prise Kölschem Karneval. Vom Lied über ei­nen kleinen störrischen Esel („Borriquito“) bis zur Hymne an den „großen“ Commandante Che Guevara („Hasta siempre“), von Mercedes Sosas Liebeserklärung an das Leben („Gracias a la Vida“) bis zum „Spanien Leed“ der „Bläck Fööss“. Und natürlich wurde auch mehrfach im „Buena Vista Social Club“ eingekehrt. Bei Ohrwürmern wie „Oye Como Va“ oder dem unverwüstlichen „Guantanamera“ wurden im seit Wochen ausverkauften Saal mal Fähnchen geschwenkt, mal Konfettikanonen abgefeuert, und es durfte kräftig mitgesungen werden. „Feliz navidad“ wünschten die „Professionales“ auch, jedoch anders als zunächst geplant erst mit der letzten Zugabe.

Routiniert, aber mit spürbarer Spielfreude rief die Band noch einmal ihr komplettes Repertoire ab, „alles, was wir jemals gespielt, geprobt oder versucht haben zu proben“, wie Benjamin Jäger erklärte, der bei seinen Ansagen immer wieder zwischen Deutsch und Pseudo-Spanisch wechselte. Dabei beherrscht er die Songtexte längst perfekt, auch das portugiesische „Minha Galera“ von Manu Chao, das sich irgendwann irgendwie ins Programm eingeschlichen hat. Es war „Schorsch“ Wewer, der die Band erst darauf aufmerksam machen musste. „Mookie“ hatte im Verlauf des Abends ebenso einen fulminanten Gastauftritt wie Arno Mejauschek am E-Piano und Simon Kamphausen mit dem Tenor-Saxofon.

Doch nicht nur musikalisch bot dieses „ultimo concierto“ beste Unterhaltung, die „undichten Freunde“ glänzten auch mit einigen originellen Einfällen. So steckte „Mötte“ Gerullis anfangs nach jedem Stück die Noten in einen Schredder, weil er die ja nun nicht mehr brauche. Als dann einige Señoras vor der Bühne die Schnipsel als Souvenirs einsammelten, kam „Don Gerullista“ auf ei­ne clevere Geschäftsidee und verkaufte fortan die Blätter gegen eine Spende von zehn Euro für die Flüchtlingshilfe. Die Notration Tequila, die er in einem kleinen Erste-Hilfe-Kasten aufbewahrt hatte, schenkte er kostenlos aus.

Auch für die Bandmitglieder gab es eine Überraschung, die der frühere VHS-Leiter Rudolf Blauth ausgeheckt hatte. Zusammen mit Paola aus Ecuador und Guillermo aus Costa Rica enterte er die Bühne. Die beiden Gäste aus Mittel- und Südamerika schilderten, welche Folgen ungeahnten Ausmaßes die Auflösung der „Los Tres Amigos“ in der spanischsprachigen Welt hatte: von Messis Torflaute im Halbfinale der Champions League bis zum Aufruhr in Venezuela. Doch der flammende Appell, es sich noch mal zu überlegen, kam, wie Bandleader Benjamin Jäger bedauerte, „demasiado tarde“ – zu spät.

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