Wiedersehen der Ahlener Panzergrenadiere
Friedenserhalt in Krisenzeiten

Ahlen -

Es ist eben eine Kameradschaft fürs Leben – die Interessengemeinschaft der Ahlener Panzergrenadiere. Am Samstagabend hatten die früheren Soldaten ihr Jahrestreffen im Unteroffiziersheim (UHG) der „Westfalen-Kaserne“.

Donnerstag, 16.05.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 16.05.2019, 16:30 Uhr
Offizieller Höhepunkt des Treffens war die Kranzniederlegung am Ehrenmal in der „Westfalen-Kaserne“ mit zwei Ehemaligen der ersten Kasernenstunden in Ahlen – Heinrich Romer und Karl Rüger (kl. Bild v.l.).Mit über 80 Ex-Grenadieren war das Treffen so gut besucht wie nie zuvor. Adolf Moes hielt dazu eine Gedenkrede. Im Anschluss gingen die früheren 191er und 192er in den gemütlichen Teil über, der bis in die späten Abendstunden andauerte.
Offizieller Höhepunkt des Treffens war die Kranzniederlegung am Ehrenmal in der „Westfalen-Kaserne“ mit zwei Ehemaligen der ersten Kasernenstunden in Ahlen – Heinrich Romer und Karl Rüger (kl. Bild v.l.).Mit über 80 Ex-Grenadieren war das Treffen so gut besucht wie nie zuvor. Adolf Moes hielt dazu eine Gedenkrede. Im Anschluss gingen die früheren 191er und 192er in den gemütlichen Teil über, der bis in die späten Abendstunden andauerte. Foto: Peter Schniederjürgen

Schon zum achten Mal trafen sich die Ehemaligen des Panzergrenadierbataillons 191/192 auf dem Gelände an der Hammer Straße. „Leider heute zum letzten Mal in der UHG“, wie Oberstleutnant a.D. Ingolf Klotzsch bedauerte. Wie berichtet, gehört das Objekt zu denjenigen am Standort, die zugunsten des bereits eröffneten „Trio“-Gebäudes aufgegeben werden.

Klotzsch begrüßte seine „Grennis“. Der traditionsreiche Raum und das Heim vieler Treffen, nicht nur der Grenadiere, wird in Kürze geschlossen. „Doch wir werden für die Zukunft eine Lösung – sicher im ,Trio‘-Gebäude finden“, betonte der Oberstleutnant a.D.

Mit ihm waren auch zwei ehemalige Ahlener Soldaten der allerersten Stunden zum Treffen gekommen: Heinrich Romer und Karl Rüger. Beide kamen als Vorkommando 1959 in den noch entstehenden Kasernenneubau. „Wir standen buchstäblich auf der grünen Wiese. Es gab nur eine provisorische Unterkunft“, erinnerte sich Heinrich Romer. Heute lebt er mit seinem Kameraden in Ahlen. Von Süddeutschland aus sind die Ex-Soldaten praktisch an der Werse „kleben geblieben“, wie viele andere auch. Romer und Rüger legten zum offiziellen Höhepunkt des Treffens den Kranz zum Gedenken an die Toten nieder.

Männer der ersten Stunde: Heinrich Romer und Karl Rüger.

Männer der ersten Stunde: Heinrich Romer und Karl Rüger. Foto: Peter Schniederjürgen

Oberstleutnant a.D. Adolf Moes hielt dazu die Gedenkrede. Darin erinnerte er an die reiche Geschichte der 191er beziehungsweise 192er. „Wir haben in den Jahren des Kalten Krieges unseren aktiven Beitrag zum Erhalt des Friedens in zahlreichen Krisen geleistet“, so der Ex-Offizier. Darauf könne jeder der Anwesenden stolz sein. So habe sich das Bataillon in der Zeit der Wiedervereinigung als ein integrierender Faktor in der Aufnahme der Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in die Bundeswehr erwiesen. Auch zollte der pensionierte Stabsoffizier dem heute in der Kaserne stationierten Aufklärungsbataillon 7 seinen Respekt: „Die Kameraden stehen vorbildlich in zahlreichen und zum nicht geringen Teil sehr gefährlichen Einsätzen in aller Welt“, betonte Adolf Moes.

Trompeter Alexander Orth begleitete das Gedenken musikalisch. Sehr gefühlvoll spielte er das Lied „Ich hatt‘ einen Kameraden“. Danach begann der gemütliche Teil des Treffens der über 80 Ex-Grenadiere. Im Übrigen war das Treffen so gut besucht wie nie zuvor und die Geschichten aus den alten Zeiten nahmen bis in den späten Abend kein Ende.

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