Blühstreifen angelegt
Zwei Kilo Samen geben buntes Bild

Ahlen -

An der Ecke Von-der-Recke-Straße und Bodelschwingstraße wird sich bald ein buntes Bild bieten. Grund dafür ist eine Wildblumenwiese, die am Donnerstag von Schülern der Fritz-Winter-Gesamtschule eingesät wurde.

Donnerstag, 16.05.2019, 15:30 Uhr aktualisiert: 16.05.2019, 16:30 Uhr
Auf einen bunten Blumenstreifen freuen sich Anwohner, Schüler und Insekten. An der Ecke Von-der-Recke- / Bodelschwinghstraße wird dieser Beitrag zum Naturschutz in Kürze gut sichtbar sein.
Auf einen bunten Blumenstreifen freuen sich Anwohner, Schüler und Insekten. An der Ecke Von-der-Recke- / Bodelschwinghstraße wird dieser Beitrag zum Naturschutz in Kürze gut sichtbar sein. Foto: Peter Schniederjürgen

Genau genommen war es die Imker-Arbeitsgemeinschaft der Schule, die für einen 50-mal einen Meter breiten Blühstreifen sorgte. Von der Firma Gartenbau Klatte war die Fläche zum einen Teil vertikutiert, zum anderen Teil gefräst worden – als Vorbereitung für die bunte Saat.

Die Schüler brachten schließlich knapp zwei Kilo Samen aus. „Nun heißt es: abwarten, was daraus wird“, sagte Studienrat René Poloczek , der zugleich seine Fachkenntnisse als Imker einbringt. Zuvor hatte das Stadtteilbüro unter Federführung von Anna Kalus die Anwohner dazu befragt. „Wir haben sehr positive Antworten erhalten“, betonte Hermann Huerkamp. So waren zum Einsäen auch viele Nachbarn gekommen.

„Das ist ein spannendes Feld. Wir vom Grünflächenamt versuchen immer wieder, ökologisch gut zu arbeiten“, erklärte Jörg Pieconkowski, städtischer Abteilungsleiter für Grünflächen. Dabei hob er hervor, dass sich schnell Anwohnerproteste häufen, wenn der Rasen mal vermeintlich zu lang wird. „Dabei müssen die Flächen auch den Insekten Schutz bieten und sollten nicht immer so kurz geschoren werden“, gab der Fachmann zu bedenken.

Ihm unterstehen im Stadtbezirk rund 700 000 Quadratmeter Rasenfläche und dazu noch mal 600 000 Quadratmeter Wiesenfläche. Vor allem an den Rändern der Wirtschaftswege solle es blühen, ergänzte der Stadtgärtner. Diese seien für Insekten als Verkehrswege anzusehen und damit sehr wichtig. Jörg Pieconkowski lobte das Engagement der Schüler ausdrücklich.

„Hier ist ein wirklich guter Standort“, stellte auch der imkernde Pädagoge und bekennende Naturfreund Poloczek fest. Denn gerade die Kombination von Rasen- und Heckenflächen sorge für diverse Lebensräume. So bieten die ausgesäten Blumen den Insekten Nahrung, die wieder in der Hecke Schutz finden. Auch zieht das Angebot an fressbaren Krabblern und Fliegern Vögel an, die wieder in der Hecke Nist- und Schutzmöglichkeiten finden. Jetzt muss nur noch gelegentlich gegossen werden, dann steht dem Blühstreifen nicht mehr im Wege.

Die Flächen sollten den Insekten Schutz bieten und sollten nicht immer so kurz geschoren werden.

Jörg Pieconkowski
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6616555?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Eine Million Euro Schaden - zwei Teenager dringend tatverdächtig
Brandstiftung: Eine Million Euro Schaden - zwei Teenager dringend tatverdächtig
Nachrichten-Ticker