Sport- und Freizeitausschuss
Kunstrasenplätze: Erst haben andere Vorrang

Ahlen -

Mit dem Besuch der Sportanlagen Im Hövenerort machte sich der Sport- und Freizeitausschuss am Montagnachmittag vor Ort sachkundig. Die Sportanlage in Dolberg sowie die Sporthallensituation waren weitere Themen.

Dienstag, 21.05.2019, 13:40 Uhr aktualisiert: 21.05.2019, 16:14 Uhr
Axel Ronig (r.) vom Pétanque-Club „La Différence“ gab dem Sportausschuss Einblicke in das Vereinsleben und die Spielmöglichkeiten auf der Sportanlage Im Hövenerort.
Axel Ronig (r.) vom Pétanque-Club „La Différence“ gab dem Sportausschuss Einblicke in das Vereinsleben und die Spielmöglichkeiten auf der Sportanlage Im Hövenerort. Foto: Ralf Steinhorst

Zunächst ließ sich der Ausschuss von Axel Ronig vom Pétanque-Club „La Différence“, der seit 1998 einen Teil der Sportanlage Im Hövenerort belegt, über den Verein und die Nutzung der Flächen informieren. Diese umfassen sowohl das Vereinsheim als auch Spielflächen. „Wir wollen für den Stadtteil offener werden“, wünschte sich Axel Ronig in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilbüro eine bessere Mitgliederwerbung des zurzeit 40 Mitglieder zählenden Vereins. Dem stehen 35 Pétanque-Bahnen zur Verfügung, für Turniere wird der nebenliegende Ascheplatz mitgenutzt. „Überregional ist die Anlage wegen ihrer Größe und ihres anspruchsvollen Belags sehr angesehen“, wies Axel Ronig darauf hin, dass schon nordrhein-westfälische Meisterschaften mit rund 300 Spielern ausgetragen wurden.

Der im Jahr 1970 nebenan gebaute Ascheplatz, den die Stadt auch für die kommenden 20 Jahre von einem Landwirt gepachtet hat, wird dagegen von Fußballern fast nur im Winter genutzt, wenn die Rasenplätze gesperrt sind. Die Flutlichtanlage wird regelmäßig gewartet, die Grünflächen regelmäßig gepflegt. Wird dort gespielt, übernehmen die Vereine das Abkreiden selbst. „Im Sommer bekommst du hier eine Staublunge“, machte Martin Hummels vom Stadtsportverband die Unbeliebtheit des Platzes deutlich. Er könne sich dort die Umwandlung in einen Kunstrasenplatz gut vorstellen.

Fachbereichsleiter Christoph Wessels zeigte sich zurückhaltend. Eine solche Investition würde zirka 600 000 Euro kosten. Außerdem stehe demnächst die Erneuerung der Kunstrasenplätze der Südenkampfbahn und im Werse­stadion an, was pro Platz einen Kostenaufwand von 300 000 und 400 000 Euro betragen werde. Dass diese Maßnahmen Vorrang haben, sahen auch die Ausschussmitglieder so. Ein Treffen der Fußballvereine am Donnerstag soll den künftigen Platzbedarf klären. Das könne auch bedeuten, dass Trainingseinheiten im Sommer auf dem Ascheplatz stattfinden. So habe die DJK-„Vorwärts-19“-Jugend Bedarf angemeldet.

Bei der Sportanlage der Spielvereinigung Dolberg ist die Stadt mit dem Verein in Gesprächen, wie eine Sanierung umgesetzt werden kann. Das Problem der Wasserversorgung stelle sich als große Herausforderung dar. Wessels sieht hier das Bohren eines zweiten Lochs als beste Lösungsmöglichkeit. Eine Entnahme von Wasser aus der naheliegenden Lippe wäre die einfachste Lösung, sei aus Naturschutzgründen aber nicht möglich. Rudolf Jaschka (CDU) und auch Udo Zambo (SPD) bekräftigten, man dürfe den Verein nicht im Regen stehen lassen. Es müsse eine Lösung gefunden werden.

Auf Nachfrage gab Fachbereichsleiter Christoph Wessels bekannt, dass mit der Fertigstellung der neuen Sporthalle an der Mammutschule Ende 2020 zu rechnen sei. Die Sporthalle an der ehemaligen Paul-Gerhardt-Schule wird von den Sportvereinen weiter genutzt, lediglich morgens stehe sie wegen fehlendem Schulsport leer.

Im Sommer bekommst du hier eine Staublunge.

Martin Hummels
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6629341?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F126%2F
Amtliche Unwetterwarnung für Teile des Münsterlands
Schweres Gewitter: Amtliche Unwetterwarnung für Teile des Münsterlands
Nachrichten-Ticker